EHC Klostersee: Zwei Punkte gegen Miesbach

Neue Führungsmannschaft beim EHC KlosterseeNeue Führungsmannschaft beim EHC Klostersee
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Nach der unnötigen 3:5 Niederlage in Peiting waren die Schützlinge um Beppo

Schlickenrieder im Heimspiel gegen den TEV Miesbach zu Beginn sehr bemüht.

Vor ca. 700 Zuschauern erspielte sich der EHC Klostersee in den ersten Minuten mehrere

sogenannte hundertprozentige Torchancen. Aber weder Sicorschi noch Zajonc

konnten den starken Capek bezwingen. Michal Porak schaffte gar das Kunststück, das

leere Tor zu verfehlen. Aber nach dieser schwungvollen Startphase verloren die

Rot-Weißen komplett ihr Konzept. Die einfachsten Pässe kamen nicht mehr an,

dazu häuften sich unnötige Scheibenverluste. Die Miesbacher schläferten mit

ihrer destruktiven Spielweise den EHC komplett ein und übernahmen somit die

Spielkontrolle. Es entwickelte sich ein Spiel das nur gelegentlich

Oberligaansprüchen gerecht wurde. Diesem Niveau passte sich leider auch Schiedsrichter

Piechazek an, der durch teilweise unverständliche Entscheidungen für

Kopfschütteln auf beiden Seiten sorgte. Besonders Gästestürmer Jiri Vitek holte durch

diverse Schauspieleinlagen einige Strafzeiten für sein Team heraus. Hatte der

EHC zuvor noch zwei Strafzeiten schadlos überstanden, schlug es bei der dritten

Hinausstellung hinter Goalie Hochhäuser ein. Nach einem tollen Pass stand

Routinier Schäffler völlig frei und vollstreckte unhaltbar. Auch der EHC erhielt

die ein oder andere Überzahlchance, kombinierte auch ansehnlich erspielte

sich aber kaum zwingende Torchancen. Hier zeigte sich mal wieder sehr deutlich,

dass ein starker Blueliner dem EHC sehr gut zu Gesicht stehen würde. Wer auf

eine Leistungssteigerung im zweiten Drittel gehofft hatte, der sah sich

getäuscht. Im Gegenteil die Partie wurde noch zerfahrener und dadurch noch

unansehnlicher. Der EHC ließ sich von der Spielweise des TEV anstecken und ließ auch

Kampf und den absoluten Willen vermissen. Miesbach hätte zum Ende des zweiten

Drittels die Partie entscheiden müssen, durch zumindest zweifelhafte

Entscheidungen kam der TEV zu über drei Minuten 5:3 Überzahl. Dies gelang nicht und im

Gegenteil endlich erwachte der Kampfgeist der Grafinger und auch die Kulisse

war plötzlich wieder da. Gleich zu Beginn des letzten Drittels war der Druck

auf das Tor von Capek groß, bereits nach 30 Sekunden tauchte Porak völlig

alleine vor dem Ausnahmekönner auf und scheiterte. In der Folge vergaben Wieser

und Saller nur knapp. Genau zu dem Zeitpunkt als der Druck nachließ schlug der

EHC zu, es waren bereits 49 Minuten gespielt als Petr Zajonc Capek mit einem

gezielten Flachschuß keine Abwehrchance ließ. Aber anstatt jetzt endlich

sicherer aufzuspielen baute man den TEV durch katastrophale Abwehrfehler wieder

auf. So hielt Hochhäuser in der 52. Minute glänzend alleine gegen zwei

durchgebrochene TEV-Cracks. Auch bei einem Alleingang von Schäffler war der

EHC-Goalie nicht zu bezwingen. Der EHC drückte zwar vehement aber zu ungestüm auf

den Sieg wodurch sich immer wieder Konterchancen ergaben, eine davon nützte Jim

Nagle zum 1:2. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 58 Minuten gespielt, aber

wenn eines bei den Grafingern an diesem Abend stimmte, dann war es die Moral und

der Charakter und so hatte nur 16 Sekunden später Michal Porak die richtige

Antwort parat und hob per Rückhand den Puck genau in den Winkel. Und beinahe

hätte es nochmal geklingelt in der 58. Minute nach einem Bock von

Faradi liefen zwei Miesbacher alleine auf Hochhäuser zu, scheiterten aber. So

ging es in die Verlängerung, in der dann Schiedsrichter Piechazek einen

regulären Treffer von Porak die Anerkennung verweigerte. So ging es in das

Penaltyschießen. Dort war dann Flori Hochhäuser der entscheidende Spieler und hielt

alle Versuche der Miesbacher. Auf Grafinger Seite trafen Petr Zajonc und Jiri

Beranek. Insgesamt gesehen waren die Grafinger, in einer schwachen Partie, die

etwas stärkere Mannschaft und stellten mit Goalie Florian Hochhäuser den

besten Spieler der Partie. Wenn die beiden Teams wirklich ein Wörtchen bei der

Vergabe um die Plätze in der Aufstiegsrunde mitreden möchten, ist auf jeden Fall

eine deutliche Leistungssteigerung nötig.