EHC Dortmund steigt in die Oberliga auf

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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Als es zur Hälfte des zweiten Finalspiels EHC Dortmund gegen die Düsseldorfer EG Metro Stars II am Sonntagabend lautstark und sehr vielstimmig durch das Eissportzentrum an den Westfalenhallen schallte: „Nie mehr Regionalliga!“, da war auf dem Eis schon mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Zu diesem Zeitpunkt führten die Westfalen Elche mit 3:0, in Addition mit dem Hinspiel bedeutete das einen Sechs-Tore-Vorsprung und damit eine mehr als sichere Bank im Kampf um den Oberliga-Aufstieg. Nach Spielende wurde dann aber ausgiebig und lange gefeiert. Auf dem Eis, in den Katakomben und in der Elch-Schänke wurde es sehr feuchtfröhlich. Im 475. Meisterschaftsspiel seit Vereinsgründung holte der EHC Dortmund den größten Erfolg in der knapp 13-jährigen Vereinsgeschichte: Den Aufstieg in die Oberliga! Dementsprechend groß war die Begeisterung bei den Fans und bei der Mannschaft. Mit 5:1 (1:0, 2:0, 2:1) gewannen die Westfalen Elche gegen die DEG und so war es am Ende nach dem 4:1-Hinspielerfolg eine klare Sache.

Nur im ersten Abschnitt hatte der EHC seine Mühe mit den tapfer kämpfenden und nie aufsteckenden Youngstern aus der Landeshauptstadt, die mit viel Biss und Engagement gegen die Hinspielniederlage ankämpften. Zwar hatten die Elche nach nicht einmal einer Zeigerumdrehung die erste Chance, dann war aber die DEG an der Reihe. In der vierten Minute folgte dann die bis dato größte Chance des Spiels, wiederum für die Gäste. Der EHC spielte zu diesem Zeitpunkt zwar diszipliniert und sichtlich um Kontrolle bemüht, musste sich aber immer wieder der schnellen DEG-Angriffe stellen. Die erste Strafzeit der von Hauptschiedsrichter Lars Brüggemann sicher geleiteten Partie fiel gegen die Gäste und prompt hatte der EHC wieder eine gute Möglichkeit. Den Ausschlag gab letztlich, wie schon im Hinspiel, die größere Erfahrung. Sichtbar wurde das vor allem 12 Sekunden vor dem ersten Pausenpfiff. Sekundenlang verteidigte Mirko Reinke hinter dem DEG-Tor die Scheibe, um dann im Doppelpass mit EHC-Kapitän Christian Kohmann zur 1:0-Führung einzulochen. Ein Überzahltor durch Matthias Potthoff in der 24. Minute sowie ein toller Alleingang von Pierre Kracht in der 27. Minute zum 3:0 beendeten dann endgültig mögliche Zweifel am EHC-Erfolg. Die Westfalen Elche waren nun endgültig am Ziel der Saison-Träume angekommen, spielten nun phasenweise sehr zwingend und liessen damit der DEG nur noch wenig Spielraum. Trotzdem steckte die DEG niemals auf und zeigte sich als würdiger und vor allem sportlich fairer Finalgegner. Nur in der 39. Minute kam kurzfristig etwas Härte auf, anders als der EHC-Halbfinalgegner verzichtete die DEG aber auf unnötige Provokationen. Für ihren unermüdlichen Einsatz wurden die Düsseldorfer in der 41. Minute mit dem 3:1 belohnt, danach standen die Weichen aber ganz in Richtung Aufstiegsfeierlichkeiten. Dafür boten die 1700 Zuschauer auch den entsprechenden Rahmen. So konnten Jiri Svejda in der 49. und Christian Kohmann in der 53. Minute noch auf 5:1 erhöhen. Nach dem Schlusspfiff folgte dann nicht nur die Pokalübergabe durch Ligenleiter Markus Schweer, sondern auch reichlich Ehrenrunden mit Sekt- und Bierduschen.

„Wir sind stolz auf Trainer und Mannschaft und freuen uns darüber, dass das Ziel erreicht wurde. Ab Mitte Februar haben wir eine tolle Serie mit nun elf Siegen in Folge hingelegt. Besonders bedanken wollen wir uns bei unseren Fans. In den letzten Wochen hat es einen enormen Zuspruch und einen großen Zusammenhalt gegeben. Das Finale bot einen würdigen Rahmen und hat den Aufschwung verdeutlicht. Auch wenn es im November einige Irritationen auf unserem Weg gab, so sind wir doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieser Spielzeit. Deshalb noch einmal ein großes Danke an Trainer Krystian Sikorski, an die Mannschaft und an unsere gewachsene Fangemeinde“, so die Schlussworte des EHC-Vorstandsduos Günter Kuboth und Gerd Alda zum Abschluss.

Tore: 1:0 (19:24) Reinke (Kohmann, Fischbach), 2:0 (23:35) M. Potthoff (Zollo, Sondermann/5-4), 3:0 (26:25) Kracht, 3:1 (40:37) Schüle (Th. Gries/4-5), 4:1 (48:51) Svejda (M. Potthoff, Miettinen), 5:1 (52:13) Kohmann (Reinke/4-5). Strafen: Dortmund 8, Düsseldorf 12.

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