Duszenko: „Müssen aggressiver spielen“

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Zur Weihnachtszeit beginnt in der Eishockey-Oberliga Süd traditionell die heiße Phase im Kampf um die begehrten Meisterrundenplätze. Obwohl die Stuttgart Wizards zuletzt zwei Niederlagen in Folge kassierten und auf den sechsten Tabellenplatz abrutschten, liegen die Württemberger weiter voll auf Kurs Richtung Endrunde. So richtet denn auch Trainer Wilbert Duszenko den Blick optimistisch nach vorn: „Wir erarbeiten uns genügend Tormöglichkeiten. Im Abschluss agieren wir jedoch noch zu überhastet und benötigen zu viele Chancen für einen Treffer. So haben wir schon viele Punkte verschenkt. Im Training haben wir daran gearbeitet, dieses Manko auszumerzen. Die Mannschaft ist nun gefordert, die Resultate in den nächsten wichtigen Spielen umzusetzen“, sagt Duszenko, der zudem mehr Aggressivität von seinen Cracks fordert: „Wir müssen stets hart, aber fair am Mann spielen, um den Gegner unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen.“ Mit dieser Strategie möchten die Württemberger am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.2004, 18.00 Uhr) dem EC Peiting ein Schnippchen schlagen, bevor für die Blau-Gelben die Derby-Zeit beginnt. Am 28.12.2004 (20.00 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) kommt es zum Verfolgerduell mit dem derzeitigen Tabellensiebten EV Ravensburg, ehe zwei Tage später (30.12.2004, 20.00 Uhr) die Heilbronner Falken auf der Stuttgarter Waldau erwartet werden. Den Schlusspunkt der Derby-Woche bildet das Gastspiel der Wizards im badischen Hügelsheim (02.01.2005, 18.00 Uhr), wo sie die 4:6-Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen wollen.



Allerdings gilt die ganze Konzentration der Stuttgarter zunächst der schweren Partie beim Tabellenvierten EC Peiting zwei Tage nach Heilig Abend. An den ersten Auftritt dieser Saison im bayerischen Oberland denken die Zauberer gerne zurück. Als bislang einzigem Team gelang es Sicinski, Klundt & Co. Anfang Oktober, drei Zähler aus dem Peitinger Eisoval zu entführen. Beim 4:0 boten die Wizards eine geschlossene Mannschaftsleistung, warteten geduldig auf ihre Chancen und nutzten diese eiskalt aus. So sollte es auch dieses Mal laufen, doch Wizards-Coach Wilbert Duszenko warnt: „Peiting hat eine junge, hungrige Truppe, die nicht umsonst alle anderen Heimspiele gewonnen hat. Wir sind sicherlich nur Außenseiter, wollen aber eine Überraschung schaffen“, so der Schwetzinger.



Ob dies gelingt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut die Mannschaft das Dienstags-Training, in dem die Verbesserung des Zweikampfverhaltens breiten Raum einnahm, unter Wettkampfbedingungen umsetzen kann. „Die Stimmung ist gut, alle Spieler ziehen mit. Wichtig ist, dass wir bissiger in die Zweikämpfe gehen als zuletzt, um Peiting nicht ins Laufen kommen zu lassen“, erklärt Duszenko. Zudem gelte es, mehr Zug zum Tor zu entwickeln, um bei den herausgearbeiteten Chancen eine höhere Erfolgsquote zu erreichen. „Am Wochenende haben wir versucht, Füssen und Rosenheim mit spielerischen Mitteln beizukommen. Dazu sind wir jedoch nicht talentiert genug. Vielmehr müssen wir uns jeden Puck erkämpfen und jeden Punkt hart erarbeiten. Wenn wir im Abschluss geradliniger werden und jeder Einzelne 60 Minuten lang hochkonzentriert seinen Job macht, sind wir in Peiting sicherlich nicht chancenlos“, gibt sich Duszenko kämpferisch.



Ob die Mannschaft, die am Sonntag von einem Fanbus nach Peiting begleitet wird, allerdings komplett auflaufen kann, ist derzeit fraglich. Neben dem Langzeitverletzten Christian Lorch (Kieferbruch) mussten am Dienstag auch Verteidiger Christian Seeberger, der in Füssen einen Schuss auf die Hand bekam, und Keeper Tyrone Garner (Leistenprobleme) im Training pausieren. Beide brennen jedoch auf ihren Einsatz in Peiting und werden alles daran setzen, rechtzeitig fit zu werden, um ihren Teil zum angestrebten Punktgewinn beitragen zu können.

Mit Verletzungspech hat indes auch der ECP zu kämpfen, der sich neben zahlreichen einheimischen Cracks vor allem auf die Kontingentspieler Jonas Forslund und Rob Brown (beide Verteidiger) sowie die Stürmer Jason Melong, Kyle Doyle und Daniel Jonsson stützt. Das Mitwirken von Verteidiger Thomas Herbst (Schuss in den Unterleib) und Angreifer Manfred Eichberger (Arbeitsunfall) entscheidet sich erst kurzfristig, während Michael Städele nach überstandener Zahn-Operation aller Voraussicht nach wieder ins Team zurückkehren wird. Definitiv verzichten muss Peitings Trainer Hans Schmaußer hingegen auf Verteidiger Steffen Tölzer, der in den kommenden 14 Tagen die deutschen Farben bei der U 20-Weltmeisterschaft in den USA vertreten wird. Am vergangenen Wochenende fiel zudem Stammtorhüter Marc mit einer Halswirbelverletzung aus. Dass der ehemalige DEL-Goalie (Frankfurt Lions) bei den Peitingern eine absolute Schlüsselposition innehat, verdeutlicht ein Blick auf die jüngsten ECP-Ergebnisse. Mit Dillmann zwischen den Pfosten triumphierten die Schmaußer-Schützlinge kürzlich beim SC Riessersee 8:1, während die beiden Back-ups Manuel Halpaus und Florian Hechenrieder am letzten Sonntag mit ihren Vorderleuten eine 2:8-Niederlage beim EHC Klostersee einstecken mussten. Dillmann wird jedoch vermutlich gegen die Wizards wieder ins Gehäuse zurückkehren.



Trotz des starken Gegners traut Wilbert Duszenko seinen Schützlingen eine Überraschung in Peiting zu. „Wir haben bewiesen, dass wir jede Mannschaft schlagen können. Gegen Peiting behielten wir bislang 4:0 und 6:1 die Oberhand. Wir wollen am Sonntag an diese Leistungen anknüpfen, dann stehen die Chancen auf einen Punktgewinn nicht schlecht“, meint der gebürtige Tölzer. Keinen Gedanken verschwendet er indes derzeit an die anstehenden Baden-Württemberg-Duelle gegen den EV Ravensburg (28.12.2004, 20.00 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart), die Heilbronner Falken (30.12.2004, 20.00 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) und beim ESV Hügelsheim (02.01.2005, 18.00 Uhr): „Wir denken von Spiel zu Spiel. Zunächst gilt es, in Peiting zu bestehen. Die Derbys sind erst am Montag ein Thema“, so Duszenko.

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