Duszenko: „Müssen 120 Prozent geben“

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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„Absolut diszipliniert, engagiert und kämpferisch.“ So erwartet Wilbert Duszenko, Trainer des Eishockey-Oberligisten Stuttgart Wizards, das Auftreten seiner Schützlinge im Derby beim oberschwäbischen Rivalen EV Ravensburg am Freitag (05.11.2004, 20.00 Uhr). Die Zauberer seien zwar klarer Außenseiter, aber nicht chancenlos. „Wir schauen nur nach vorne. Der Abstand zum EVR ist nicht so groß. Wir müssen 120 Prozent geben, dann können wir auch in Ravensburg punkten“, gibt sich der 54-Jährige kämpferisch. In Oberschwaben wird voraussichtlich Michael Heichele wieder mit von der Partie sein. Der zuletzt angeschlagene Verteidiger, der an einer Bänderdehnung im Knöchel laborierte, wird aufgrund der Wichtigkeit des Spiels auf die Zähne beißen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen.



Damit können die Wizards – ähnlich wie der EV Ravensburg – wahrscheinlich in Bestbesetzung antreten. Im Team von Jiri Neubauer, das nach der jüngsten Niederlage in München vier Zähler vor den Wizards auf Tabellenplatz zwei rangiert, sind derzeit Martin Miklik und Georg Havlik Wackelkandidaten. Der pfeilschnelle Angreifer Miklik verletzte sich beim Spitzenspiel in der bayerischen Landeshauptstadt an der Schulter, Verteidiger Havlik befindet sich nach einem Kreuzbandriss wieder im Aufbautraining. Der Einsatz beider Akteure gegen die Wizards ist noch fraglich. Dafür befindet sich derzeit Abwehrspieler Christian Witthohn, der zuletzt bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven aktiv war, im Training des Neubauer-Teams. Über eine Verpflichtung ist allerdings noch nicht entschieden.



Egal, in welcher Formation die Gastgeber auflaufen, die Wizards werden sich nicht verstecken. „Unser Ziel ist ohne Wenn und Aber die Meisterrunde. Dazu brauchen wir vor allem in fremden Stadien mehr Konstanz und dürfen Punkte nicht mehr leichtfertig verschenken“, erklärt Wilbert Duszenko. So wie zuletzt bei der 1:2-Niederlage in Rosenheim, als es den Zauberern vor allem im Mitteldrittel an Disziplin gefehlt habe. Allerdings, so Stuttgarts Coach, mache das letzte Drittel in Oberbayern Mut. „Da hatten wir in der Schlussphase drei, vier hochkarätige Chancen zum Ausgleich und leider nicht das nötige Glück auf unserer Seite. Das zeigt aber, dass die Mannschaft mehr kann, als sie zuletzt abgerufen hat. Schließlich haben wir auch in Peiting und Füssen das Eis als Sieger verlassen“, meint Duszenko.



In Ravensburg müssen die Blau-Gelben ihr Augenmerk insbesondere auf den Angriff der Gastgeber richten. Neben dem Slowaken Miklik sind auch der Finne Jarkko Varvio sowie die Kanadier Todd Wetzel und Dan Heilman überaus torgefährlich. Im hatten die Wizards den Sturm der Oberschwaben 59 Minuten lang gut im Griff und führten 2:1. In der Schlussphase gelang dem EVR jedoch der Ausgleich, ehe Miklik in der Overtime den Zusatzpunkt aus Stuttgart entführte. „Wir waren viel zu nachlässig in der Abwehr. Das darf uns nicht mehr passieren“, fordert Wilbert Duszenko. „Wir müssen über die gesamte Spielzeit hellwach sein und absolut diszipliniert spielen. Jeder muss mit vorbildlichem Einsatz zeigen, dass er zurecht das Trikot der Wizards trägt“, so der Übungsleiter.



Nach dem Spiel in Ravensburg, der einzigen Partie des Wochenendes, haben die Wizards etwas Zeit zur Regeneration, ehe am 14. November das Heimspiel gegen den EC Peiting ansteht. „Auf uns wartet ein knüppelhartes Programm. Wir werden alles daran setzen, die für den Einzug in die Meisterrunde notwendigen Punkte Schritt für Schritt zu sammeln. In Ravensburg wird es zwar sehr schwer, aber wir versuchen, schon dort damit zu beginnen“, gibt sich Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko kämpferisch.

Anpfiff des Derbys beim EV Ravensburg ist am kommenden Freitag, 05.11.2004, um 20.00 Uhr.

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