Duelle mit dem Süden

Drei Neue in LeipzigDrei Neue in Leipzig
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Am heute beginnenden Wochenende treffen die Blue Lions Leipzig mit den Füssen Leopards (heute, 19.30 Uhr, auswärts) und Deggendorf (Sonntag, 17 Uhr, MH6) auf zwei Teams aus der Südgruppe.

Im Duell mit seinem Ex-Verein müssen die Blue Lions erneut auf ihre Neuverpflichtung Nikolai Varianov verzichten, da dieser weiterhin auf seinen deutschen Pass wartet und auch in den letzten zwei Wochen nicht mit den Messestädtern trainiert hat. Und auch die zweite der beiden Neuerwerbung Maris Kruminsch, muss nach einer Trainingsverletzung am Wochenende pausieren. Dagegen werden die beiden angeschlagenen Verteidiger der Blue Lions, Jozef Potac und Andreas Felsch mit größter Wahrscheinlichkeit Zdenek Travnicek wieder zur Verfügung stehen. Eine stabile Abwehr benötigen die Löwen in beiden Partien aber auch. Bei den Füssen Leopards ist besonders das kongeniale Sturmduo Eric Nadeau (in 11 Spielen 14 Tore und 16 Vorlagen) und Garrett Festerling (in 8 Spielen 10 Tore und 15 Vorlagen) mitverantwortlich für den doch etwas überraschenden fünften Platz, den die Füssener zurzeit belegen. Untermauert wird das ganze mit Henri Virta (20 Pkt.), Nick Anderson (15 Pkt.), Ruslan Bezhchasnyy (15. Pkt.) und Andrej Naumann (11 Pkt.) von weiteren guten Scorern im Team der Leopards. Doch was vorne sehr gut bis hervorragend klappt (nur Tölz (70) und Dresden (66) haben mehr Tore als Füssen (63) erzielt, klappt hinten überhaupt nicht und treibt Leopards-Coach Dave Rich regelmäßig Sorgenfalten auf die Stirn. 64 Mal schlug es insgesamt in dem wahlweise von André Irrgang (Gegentorquote 4,74) und Christian Krüger (4,92) Füssener Gehäuse ein, zuviel um ganz vorne mitzumischen, genug aber um ab und zu den ein oder anderen so genannten „Großen“ zu ärgern, sprich am Rande der Niederlage zu haben. Eins sollten die Blue Lions also tunlichst vermeiden den vermeidlichen Underdog aus dem Allgäu zu unterschätzen und deren Tormaschinerie ins rollen kommen lassen. Das heißt auch, tunlichst jede eigene Unterzahl vermeiden, denn mit einer Erfolgsquote von 25,2 Prozent belegen auch hier die Füssener unter allen 19 Teams Rang drei. Doch wie schon beim Vergleich von Angriff und Verteidigung haben den Leopards dafür bei eigener Unterzahl erhebliche Probleme, lediglich bei 75,61 Prozent liegt die Killing-Quote der Füssener, nur die Eisbären Juniors (75,3) und der EHC Freiburg (74,42) sind ligaweit noch schlechter. Man könnte also kurz und knapp zusammenfassen : Vorne hui, hinten pfui, hoffen wir das es am Freitag „hui“ für die Blue Lions heißt.

Am Sonntag erwarten die Messestädter mit Deggendorf Fire dann in heimischer Halle den aktuell Tabellenachten der Südgruppe. Spricht man in dieser Saison von Deggendorf, dann fällt ein Name sofort, Thomas Greilinger. Das Spiel der Deggendorfer steht und fällt mit dem Mann der mal als eines der deutschen Jahrhunderttalente galt und über 6 Jahre DEL Erfahrung verfügt und 58 Auswahlspiele für Deutschland bestritt.. Den endgültigen Durchbruch schaffte der mittlerweile 26-jährige nie richtig, aber er war erfolgreich ohne Zweifel, in 247 Einsätzen in Deutschlands höchster Spielklasse gelangen ihm 64 Tore und insgesamt 86 Vorlagen. Das Problem was seiner Profi-Karriere neben seiner Knie-Verletzung ein frühzeitiges Ende bescherte war seine nicht immer profihafte Einstellung (z.B. im punkto Ernährung oder trotz Verletzung Inline-Hockey zu spielen, was letztlich zur schweren Knieverletzung führte) die seine Trainer immer wieder bemängelten. In Deggendorf wo der Bayer auch seine Karriere begann ist er nun aber wieder der Star, der an mehr als der Hälfte der insgesamt 47 erzielten Deggendorfer Tore direkt beteiligt war. Erwischt er seine „Sahnetag“ spielt er die gegnerischen Abwehrreihen fast im Alleingang schwindelig, hat er einen eher durchschnittlichen Tag oder sitzt auf der Strafbank ist der Rest des Fire-Teams nur bedingt in der Lage mitzuhalten, einzig John Sicinski (7 Tore, 11 Vorlagen) und Tom Collingham (6 Tore und 7 Vorlagen) können neben Greilinger mit mehr als 5 Toren aufwarten. Für die Blue Lions sollte drei Punkte also eigentlich Pflicht sein, trotzdem sollten sie nicht den Fehler begehen das Spiel schon vor dem ersten Bully als gewonnen zu sehen. (www.eishockey-leipzig.de)


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