Dritter Heimsieg in Folge

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Ein starkes zweites Drittel reichte den Roten Teufeln Bad Nauheim am Montagabend gegen einen Bayreuther Minikader, um in der Tabelle bis auf einen Punkt an die Wagnerstädter heranzukommen. Hackert, Mader, Barta und Stacey markierten die Treffer zum 4:3 (0:1, 4:1, 0:1)-Sieg in einem kampfbetonten und guten Oberligaspiel.

Neuzugang Russell Spence musste gegen die Tigers sein Debüt im Teufels-Trikot aufgrund einer Grippe verschieben, und auch Verteidiger Johannes Saßmannshausen, der über Weihnachten mit Verdacht auf Hirnhautentzündung das Bett im Krankenhaus hüten musste, kam nicht zum Einsatz. Für ihn verteidigte Peppi Eckmair erstmalig, der gelernte Stürmer hatte bei seinem ersten Engagement in Bad Nauheim ab und zu bereits in der Defensive ausgeholfen. Somit gingen also drei Angriffs- und zwei Verteidigerblöcke in dieses Match, das optimal für die Gäste begann. Bereits nach 100 Sekunden nutzte Konsti eine Überzahl (Hackert saß draußen) zur frühen 0:1-Führung für die hellwach wirkenden Tigers. Dieses Resultat war natürlich optimal für die Spielweise des kleinen Kaders der Gäste (vier Verteidiger, neun Stürmer), die sich auf das Kontern und die Defensive verlagerten. Nur schwer kamen die bemühten Teufel gegen das Bollwerk an, so dass Kombinationen wie in der 6.Minute nach einem tollen Pass von Kainulainen auf Mader, der über das Tor zog, Mangelware blieben. Gleichzeitig musste man hinten aufpassen, denn Bayreuth verstand es vor allem über ihren ersten Block mit O'Grady, Konsti und Heindl immer wieder schnell vor den Kasten von Ingo Schwarz zu kommen. Chancen auf den Ausgleich waren aber dennoch vorhanden, so z.B. in der 12.Minute, als Mader und Pietiläinen im Rebound an Bayreuths Goalie Feeser scheiterten.

Noch schneller als im ersten Abschnitt fiel der Treffer im Mitteldrittel: nur 57 Sekunden dauerte es, als Heindl eine Unachtsamkeit in der RT-Hintermannschaft zum 0:2 für die Gäste nutzte. Man ahnte schon Schlimmes, denn einen Zwei-Tore-Rückstand konnte man bislang noch nicht umbiegen. Doch die Mannen von Bill Lochead haben durch die letzten Erfolge viel Selbstvertrauen getankt, so dass man weiter arbeitete und nach vorne spielte. Ein Überzahltreffer durch Hackert (27.) war dann auch der Auftakt zu starken 15 Minuten der Hausherren, die durch Barta mit einem Solo auf 2:2 ausgleichen konnten (31.). Einen weiteren Alleingang schloss Mader in Torjägermanier erfolgreich ab (34.), mit einen starken Schlagschuss von halblinks erhöhte Stacey in der 37.Minute sogar auf 4:2. Zuvor hatte jedoch O'Grady, an dem die Roten Teufel nach wie vor Interesse haben, die große Möglichkeit zum 3:3-Ausgleich, doch vom Fanghandschuh von Schwarz sprang das Hartgummi an die Latte.

Somit ging man also mit einem komfortablen Vorsprung in die letzten zwanzig Minuten, in denen die Gastgeber das Ergebnis verwalteten, während die Tigers nicht mehr viel zusetzen konnten. Zwar bemühten sich die Bayreuther redlich, die Defensive der Gastgeber stand aber solide, und auch Ingo Schwarz konnte sich das ein um das andere Mal auszeichnen. Hektik kam dann aber nochmal in der 55.Minute auf, als Bigam mit einem Flachschuss zum 4:3-Anschlusstreffer erfolgreich war. Nun drückten die Franken noch einmal, und nach einem Fehler von Schwarz wäre in der letzten Minute fast noch der Ausgleich gefallen, Konsti traf aber das leere Tor nicht. Am Ende brachte man das Ergebnis über die letzten Sekunden und konnte so den dritten Heimsieg in Folge einfahren. Besonders in Hinsicht auf die Abstiegsrunde war dieser Erfolg wichtig, denn man hat gesehen, dass man durchaus konkurrenzfähig ist. Wenn nun noch weitere Verstärkungen kommen sollte, so ist einem vor den anstehenden Playdowns nicht bange.

STIMMEN ZUM SPIEL:

Stafen Kagerer: "Wir haben heute ein echtes Weihnachtsspiel gesehen, bei dem die Gans wohl noch nicht komplett verdaut war. Uns haben das erste und das letzte Drittel gehört, aber nach dem 0:2 haben wir aufgehört zu spielen. Im Endeffekt haben wir das Spiel im zweiten Drittel verloren, und wir hätten die Punkte auch nicht verdient gehabt."

Bill Lochead: "Ich hatte heute mit unserem Neuzugang geplant, nach seiner krankheitsbedingten Absage musste ich die Reihen erneut umstellen. Auch wir haben dadurch einen relativ kleinen Kader gehabt, aber die Fans haben das Team super unterstützt. Für die Moral war das sehr wichtig, denn dadurch haben alle im zweiten Drittel stark gekämpft. Da war dann auch die entscheidende Phase, so dass wir das Ergebnis für uns gestalten konnten. Ein Sonderlob geht an Brian Stacey, der zuletzt sehr gut und konstant spielte. In dieser Form können wir in sehr gut gebrauchen."

0:1 (01:40) Konsti (Heindl, O'Grady/5-4)

0:2 (20:57) Heindl (Konsti, O'Grady)

1:2 (25:45) Hackert (Michel, Eckmair/5-4)

2:2 (30:45) Barta (Hackert, Kainulainen)

3:2 (33:42) Mader (Barta, Michel)

4:2 (36:26) Stacey (Pietiläinen)

4:3 (54:26) Bigam (Almagro, Decker)

Strafen: Bad Nauheim 18, Bayreuth 12 + 10 (Basse).

Zuschauer: 1323.

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