Dresden: Starkes letztes Drittel rettet 2:1 Führung in der Serie

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Ganz so deutlich wie in der ersten Begegnung, konnten die

Dresdner das Geschehen diesmal nicht kontrollieren. Aber anders wie im 2. Spiel

der Serie, das am Sonntag mit 3:5 in Füssen verloren ging, setzten sich - wenn

am Ende zwar nur knapp - diesmal wieder die Eislöwen durch. Vor 3548 Zuschauern

waren nicht zuletzt die Dresdner Fans der sprichwörtliche „siebte Mann“ auf dem

Eis, welche letztendlich entscheidend zum 5:4-Erfolg beitrugen.

Bis auf die Langzeitverletzten Sikora (Bänderanriss) und

Jason Deleurme (Mittelfußbruch), waren alle Spieler mit an Board. Im Tor stand

Michal Marik.

Viel zu ruhig begann der erste Abschnitt. Dresden kam

einfach nicht in Fahrt und Füssen versuchte mit defensivem Spiel und

vereinzelten Konten das Spiel zu kontrollieren. So gab es bis auf ein paar

Pfostenschüssen und langweiligem Geplänkel beider Mannschaften nichts weiter

zusehen. Torlos ging es somit in die erste Drittelpause.

Das gleiche Bild wie im ersten Drittel bot sich den

Zuschauern in Dresden. Beide Mannschaften mit vielen Fehlpässen und ungenutzten

Chancen. In der 24. Minute in einer Kontersituation, traf ganz überraschend

Markus Wartosch für die Gäste zum 1:0. Vielleicht war das der Ansporn für die

Eislöwen, die danach das Tempo deutlich anzogen. Es dauerte aber knapp eine

Viertelstunde, bis diese Bemühungen sich auch auszahlen sollten. Pavel Vit

nutzte einen Abpraller und glich in der 37. Minute zum 1:1 aus.

Nach dem Motto „Das Beste zum Schluss“ gab es im letzten

Drittel eine echte Torlawine. In reichlich 10 Minuten fielen gleich sieben

Tore. Aber der Reihe nach, denn zuerst schockte der EV Füssen mit dem

Führungstreffer in der 44. Minute durch Nick Anderson. Danach gab es auch für

die Eislöwen kein Halten mehr in knapp dreieinhalb Minuten konnten man das

Spiel komplett drehen und mit 5:2 davonziehen. David Cermak, Markus Guggemos,

Pavel Vit (4:5-UZ) und Adriano Carciola (5:4-PP) sorgten für einen schier

endlosen Jubel des Dresdner Publikums. Anders Füssens Trainer der Dave Rich,

der plötzlich nach dem 3:2 Treffer wie ein Rohrspatz anfing, wild

gestikulierend und schimpfend auf und ab zu laufen. Was war geschehen? Beim

Stand von 2:2 wurde von einem Linesman Abseits angezeigt, aber nicht

abgepfiffen. Aus dieser Situation heraus konnte der Gastgeber das 3:2 erzielen.

Jeglicher Einspruch der Gäste half aber nichts, denn das Spiel wurde

fortgesetzt. Die Gäste machten es zwar noch mal spannend, indem sie durch Tom

Fiedler und Nick Anderson (5:3-PP) auf ein Tor herankamen, aber am Ende

gewannen die Eislöwen zwar knapp aber verdient mit 5:4.

Fazit:

Deutlich knapper endete dieses 2. Heimspiel. Die Eislöwen

hatte viel Mühe, das Geschehen zu kontrollieren. Füssen legte wegen des

irregulären Tores bei der ESBG Protest ein. Stehen vielleicht die Chancen auf

eine Neuansetzung gar nicht mal so schlecht? Bedenke man die Einsicht der

Fehlentscheidung aller drei Schiedstrichter und dem Schiedsricherbeobachter auf

der Tribüne. Bleibt zu hoffen, dass die Dresdner, wenn es eine Neuansetzung

geben sollte, einen besseren Tag erwischen.

(ov) 

Foto by Michael Söckneck: v.l. Eislöwenspieler und zweifacher Torschütze Pavel

Vit und Marcel Linke.


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