Drei Punkte zum Meisterrundenbeginn

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Mit 5:3 besiegten die Starbulls Rosenheim am Freitagabend vor 1679 Zuschauern im eigenen Stadion die Bären des SC Mittelrhein-Neuwied.

Einen optimalen Start in die Meisterrunde erwischten die Starbulls. Während die Hausherren schnell in Führung gingen, glänzten die Neuwieder mit Provokationen, was SBR-Verteidiger Gabriel Krüger eine 16-minütige Strafzeit bescherte. Nach einem gut überstanden Unterzahl zu Beginn der Partie, kamen die Rosenheimer in der dritten Minute selbst in den Genuss eines Powerplays. Jaroslav Majer musste raus und Mondi Hilger besorgte in der vierten Minute nach einem Schuss aus dem Slot das 1:0. In der siebten Minute kassierte Michael Hrstka zwei seiner insgesamt zwölf Strafminuten, die daraus resultierende numerische Überlegenheit konnten die Grün-Weißen nicht nutzen. Die beste Chance hatte hier Michael Fröhlich. Strafzeitenreich wurde es in der zweiten Hälfte des ersten Drittels. Nach einem In-Fight verabschiedeten sich Andi Geisberger für vier und Hrstka für 14 Minuten. Kurz darauf schickte Schiedsrichter Pfeil Rosenheims Idol Hilger in die "Kühlbox", 18 Sekunden später folgte ihm Krüger. Er bekam zwei Minuten wegen Haltens und 2+2+10 Minuten wegen versuchtem Stockstich (sehr fragwürdig) aufgebrummt. Dieses doppelte Überzahl nutzte der SCM in der 15. Minute zum Ausgleich durch Sami Leinonen, der zuvor zehn Minuten Disziplinarstrafe abzusitzen hatte. Die anschließenden fünf Minuten verbrachten die Starbulls zwar in Unterzahl, die Powerplaybox der Gäste stand allerdings nur ein einziges Mal, so dass es mit einem Zwischenstand von 1:1 in die Pause ging.

Ab dem zweiten Drittel beruhigten sich die Gemüter und es wurde endlich Eishockey gespielt. Gleich in der 22. Minute markierte Andi Paderhuber mit einem Schlagschuss das 2:1, nachdem Leinonen neun Sekunden vor der Sirene eine Strafzeit kassierte. Die Gastgeber bekamen das Match immer besser in Griff und bauten - erneut im Powerplay - den Vorsprung aus. Torschütze war Jeremy Stasiuk, der im Gewühl die Übersicht behielt. In der 39. Minute verkürzte Mittelrhein im Überzahlspiel durch Janne Kujala auf 3:2.

Zu Beginn des Schlussabschnitts fiel nach einem Doppelschlag in der 42. Minute die Entscheidung zugunsten der Rosenheimer. Das 4:2 war an Kuriosität nicht zu überbieten, denn der Schuss von Mitch Pohl knallte an den Pfosten, von dort an den Rücken des Neuwieder Torhüters Marc Gronau und dann über die Linie. 16 Sekunden später netzte Uli Drechsler nach Vorlage von Geisberger zum 5:2 ein. Der dritte Treffer der Bären in der 56. Minute durch Kujala war nur mehr Ergebniskosmetik.

Trainerstimmen:

Frederick Carroll (SC Mittelrhein): Ich habe mir sagen lassen, dass Rosenheim in Zweikämpfen sehr stark ist. Rosenheim hat sehr viel Kampfgeist gezeigt, von meiner Mannschaft waren dazu nur wenige Spieler in der Lage.

Ron Chyzowski (SBR): Die Meisterrunde ist für uns eine neue Situation. Die letzten Spiele der Vorrunde waren sehr locker und wir mussten noch einmal komplett neu aufbauen. Daher hat uns etwas Konzentration und Disziplin gefehlt. Ich habe mit der Mannschaft abgesprochen, dass wir in der Meisterrunde mit 18 Feldspieler und zwei Torhüter in die Spiele gehen. Die vier Spieler, die dann nur Ersatz sind, müssen aber immer bereit sein.


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