Drei Punkte unter dem ECP-Christbaum

Peiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig SelbstvertrauenPeiting: Zweite Nullrunde - Zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen
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Drei Punkte statt der erhofften sechs legte sich der EC Peiting unter dem Christbaum. In den letzten beiden Spielen vor Weihnachten gelang der Truppe von Trainer Leos Sulak nur zuhause gegen den EHC Klostersee ein 6:3-Arbeitssieg. Im Anschluss unterlagen sie beim Nachbarn EV Landsberg klar mit 1:5.

„Das Ergebnis fiel aber deutlich zu hoch aus“, meinte Sulak nach Spielschluss in Landsberg. Da hatte er nicht unrecht. Sein Team erarbeitete sich vor allem im zweiten Durchgang zahlreiche hochkarätige Torchancen, nur beim Scheibenversenken fehlte den Peitingern das nötige Zielwasser. „Die schlechte Chancenverwertung ist auch das einzige was ich der Mannschaft vorwerfen kann“, ergänzte der ECP Coach. Während sich seine Schützlinge immer wieder an Landsbergs starken Torhüter Peter Holmgren die Zähne ausbissen, nutzten die Lechstädter ihre Möglichkeiten eiskalt aus. „Die waren einfach cleverer“, musste Sulak zerknirscht einräumen. An Torhüter Niklas Marschall, den die stete Torhüterrotation beim ECP diesmal in den Kasten beförderte, wollte Sulak die Niederlage nicht festmachen, auch wenn der 19-Jährige bei zwei Gegentreffern nicht gut aussah. „Niklas stand bereits am Vortag bei den Junioren in Füssen auf dem Eis“, führte Sulak als Entschuldigung an. Beim Führungstreffer der Landsberger traf ihn aber keine Schuld. Zu sorglos agierte die ECP-Verteidigung, so dass Markus Vaitl (15.) einnetzen konnte. Wenig später legte noch Veli Antti Leinonen (16.) mit einem haltbaren Schlagschuss von der blauen Linie in Überzahl das 0:2 nach. Davor bekamen die Zuschauer eine ausgeglichene Anfangsphase geboten, bei dem die Peitinger etwas mehr Zug zum Tor zeigte. Von Erfolg gekrönt waren die Versuche aber nicht. Im Mittelabschnitt steigerte der ECP den Druck auf den Landsberger Kasten, auch wenn sie zunächst Probleme hatten, ihr sonst so gefürchtetes Powerplay aufzuziehen. Dennoch kamen die Gäste zu hochkarätigen Möglichkeiten. Michael Fröhlich (27.), Andreas Guggenmos (36.) und Manfred Eichberger (37.) scheiterten an Holmgren. Dazwischen verzog Florian Simon (31.) denkbar knapp. Erst Mitte des zweiten Durchgangs befreiten sich die Landsberger wieder etwas vom ECP-Druck. Zwei Konterchancen ließen sie zunächst aus, dann aber schlugen sie in Überzahl erneut zu. Fabian Krull (39.) stocherte die Scheibe zum 0:3 in die Maschen. Im Schlussdurchgang bemühten sich die Peitinger weiter, allerdings nahm die Genauigkeit bei den Pässen immer mehr ab. Zu guten Gelegenheiten kam nur noch Lubor Dibelka (45., 50.), der jedoch erneut in Holmgren seinen Meister fand. Gleich im Anschluss machten die Gastgeber dann den Sack endgültig zu. Beim Doppelschlag von Michal Kapicka (52., 55.) machte zuerst Fabian Weyrich bei seinen kapitalen Fehlpass keine gute Figur, anschließend ließ Marschall die Scheibe durch die Schoner passieren. Es spricht für die Moral, dass sich die Peitinger danach nicht komplett aufgaben. Eichberger (56.) markierte noch den Ehrentreffer. Danach zeigte aber wieder Fröhlich (57.), warum der ECP kurz vor Weihnachten leer ausging. Freistehend vor dem Kasten, brachte er den Puck aber nicht im Tor unter.

Davor traten die Peitinger gegen Grafing passend zu den Außentemperaturen zunächst recht unterkühlt auf. Die konterstarken Gäste nutzten die Nachlässigkeiten der Peitinger auch immer wieder zu Toren. Den Führungstreffer von Schuhmacher (7.) glich Ales Kreuzer (9.) umgehend aus. Die Hausherren durften sich anschließend über das 2:1 durch Manfred Eichberger auch nur kurz freuen. Mudryk (17.) besorgte noch im ersten Durchgang den Gleichstand. Im Mittelabschnitt legten erneut die vermeintlichen Underdogs vom Klostersee durch Saller (26.) ein Tor vor. Ein Doppelschlag in Unterzahl durch Florian Simon (33.) und Kreuzer (38.) brachte dann aber die Wende zugunsten des ECP. Danach kontrollierten die Peitinger, die das Spiel überraschend mit vier Reihen durchspielten, das Geschehen. Zwei Tore im Schlussdurchgang von Michael Fröhlich (46.) und Simon (55.) machten den verdienten Sieg dann perfekt. „Ich bin froh, dass wir heute die Serie, dass nach vier Erfolgen immer eine Niederlage folgt, durchbrochen haben“, bilanzierte Sulak danach.


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