Drei Hochkaräter für die Beachboys

Drei Hochkaräter für die BeachboysDrei Hochkaräter für die Beachboys
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Jeff Maronese muss man eigentlich keinem norddeutschen Eishockeyfan mehr groß vorstellen. Der Kanadier aus Thunder Bay entwickelte sich in den letzten beiden Jahren zum absoluten Publikumsliebling der Beachboys. Neben seiner emotionalen Spielweise und seinem Hang zur härteren Gangart beeindruckte Maronese besonders mit seinen Statistiken: In 67 Spielen erzielte er für einen Verteidiger unglaubliche 48 Tore und bereitete 61 weitere Treffer vor. Eigentlich erhalten die Beach Boys mit ihm auch gleich zwei Spieler: Einen Abräumer vor dem eigenem Tor und einen Mittelstürmer im Powerplay. Nach zwei erfolgreichen Jahren in Timmendorf entschied sich Maronese im Sommer für einen Wechsel zu den Eisbären Hamm in die deutlich stärkere Oberliga West. Dort fühlte er sich aber nicht richtig wohl und war mit seinen Leistungen selber nicht zufrieden, weshalb er auf den Vorstand zuging und um eine Vertragsauflösung bat. Als sich der letztjährige Leistungsträger dann bei EHCT-Präsident Hans Meyer meldete, wurde sofort alles daran gesetzt, Maronese wieder zurück an die Ostsee zu holen. Bisher liegt die Spielberechtigung für morgen noch nicht vor und es sind noch einige Details zu klären, hinter den Kulissen wird aber weiter daran gearbeitet.

Mit den Rinke-Brüdern gibt es zudem zwei neue Gesichter im Team der Beachboys. Beide wurden im bayrischen Ebersberg geboren und zogen während ihrer Kindheit zurück in die lettische Heimat ihres Vaters. Dort trainierten sie unter dem neuen EHCT-Coach Andris Bartkevics, der sie jetzt zu den Strandjungs locken konnte. Vor ein paar Jahren kehrten beide zurück nach Deutschland, weil sie hier bessere Bedingungen sahen, um sich auf eine Karriere als Eishockey-Profi vorzubereiten. Da beide mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, belegen sie keine Kontingentstelle.

Edijs Leitans-Rinke dürfte die Gegner mit seinen 1,96m schon beim ersten Anblick einschüchtern. Und auch ein Blick auf seinen Werdegang verheißt für die Torhüter der Oberliga Nord nichts Gutes. Für die Jungadler Mannheim und den Iserlohner EC spielte er zwei Jahre in der DNL und erzielte in insgesamt 62 Spielen 17 Tore und 25 Vorlagen. Zudem wurde er 2008 mit den Jungadlern DNL-Meister. In der Saison 2009/10 spielte „Eddy“ in der Ontario Hockey League (OHL) - einer der Top-Nachwuchsligen in Kanada - bei den Sudbury Wolves, die schon viele NHL-Stars hervorgebracht haben. In 59 Spielen kam er auf zehn Tore und zehn Assists. In der vergangen Saison spielte Rinke bei den Wölfen Freiburg in der Zweiten Bundesliga und erzielte zwei Tore und zwei Vorlagen in 40 Spielen. Außerdem stehen Einsätze für die lettische U16- und U18-Nationalmannschaft zu Buche und im Draft der russischen Kontinentalen Hockey Liga (KHL) sicherte sich Dinamo Riga 2010 bereits in der zweiten Runde die KHL-Rechte an dem vielversprechenden Talent.

Die Vita seines jüngeren Bruders Ralf liest sich nicht weniger beeindruckend. Von 2009 bis zum Sommer 2011 bestritt er für die Jungadler Mannheim 81 Spiele in der DNL, erzielte dabei 21 Tore, gab 49 Vorlagen und gewann 2010 die DNL-Meisterschaft. In der vergangenen Saison kam er zudem auf vier Einsätze in der Zweiten Bundesliga für die Heilbronner Falken und zehn Einsätze für die deutsche U18-Nationalmannschaft. Während für die Beachboys die Saison erst beginnt, steht Ralf Rinke schon voll im Saft, denn er kommt in dieser noch jungen Saison schon auf acht Einsätze für den EV Landshut in der DNL, bei denen er fünf Tore und acht Assists erzielte und damit der teaminterne Topscorer war. Ralf wird in der nächsten Zeit auch mit den Hamburger Freezers aufs Eis gehen, weil er sich für eine Förderlizenz empfehlen will.

Entsprechend ihrer Geburtsjahre werden die Rinke-Brüder beim EHCT die Rückennummern 91 und 93 tragen und da ihre Spielberechtigungen vorliegen, könnten sie schon morgen ihr Debüt im Trikot der Beachboys feiern. Neben den Saggaus und Meyers spielt somit zukünftig das dritte Bruderpaar für den EHCT – das dürfte im höherklassigen Eishockey in Deutschland auch einmalig sein.

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