Doy´le Leistung der Indians

Böse Klatsche für die IndiansBöse Klatsche für die Indians
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Es war wohl die Dominanz, die sich die Verantwortlichen der Hannover Indians vor der aktuellen Saison erhofften. Mit einer beinahe perfekten Leistung bezwangen die Hannover Indians am heutigen Abend die Roten Teufel aus Bad Nauheim mit 9:2.

Dabei begann es für den Spitzenreiter alles andere als gut. Zwei Minuten waren absolviert, da erwischten die Kurstädter ihren Gegner auf dem falschen Fuß. Kevin Kevin Lavallee vollendete eine Konter bei eigener Unterzahl zur 1:0 Führung aus Sicht der Teufel. Was dann folgte waren die Festspiele von Indians-Goalgetter Kyle Doyle. Nach acht Minuten erzielte der Kanadier aus spitzem Winkel den Ausgleich, und war in der Folgezeit für die Chancen der Niedersachsen verantwortlich. So markierte Doyle in der 16. Minute aus kurzer Distanz die Führung, die Adam Dewan in der 20. Minute auf 3:1 ausbaute. Zuvor verpasste Jan Barta in der 18. Minute die gute Möglichkeit zum Ausgleich.

Ab dem Mittelabschnitt agierten, bis auf wenigen Ausnahmen, nur die Pferdetürmler.

Christopher Schadewaldt traf mit einem Backhander zum 4:1 nach 22 Minuten. Einen Patzer von Indians-Torwart Benni Voigt nutzte Lavallee (24.) zu seinem zweiten Treffer und zum 4:2 Anschlusstreffer. Es war das letzte „Lebenszeichen“ von den Nauheimern, die sich in der restlichen Spielzeit einer vor Spielfreude nur so sprühenden Heimmannschaft ausgesetzt sah. Christoph Koziol erhöhte in der 30. Minute auf 5:2, ehe im letzten Durchgang Feierstimmung aufkam.

98 Tore erzielte Doyle in seinen zweieinhalb Spielzeiten am Pferdeturm bis zu diesem Zeitpunkt, so machte der Mann mit der Nummer 87 innerhalb von nur 15 Sekunden die `Hundert` voll. Standing Ovations der knapp 3900 Zuschauer und der Puck war der Lohn für den kleinen, quirligen Stürmer. Sein Sturmpartner Bryan Phillips sorgte mit dem 8:2 nach 53 Minuten endgültig für Ausgelassenheit auf den Rängen. Den Schlusspunkt setzte Michael Fendt mit dem neunten Treffer für die Hannoveraner sechs Minuten vor der Schlußsirene.

Stimmen: Joe West (Hannover): „Man hat heute die andere Seite der Indians gesehen. Nach dem 0:1 haben wir uns gefangen, und gutes Eishockey gespielt. Wir sind froh mit breiter Brust Sonntag nach Leipzig zu fahren.“

Fred Carroll (Bad Nauheim): „Wir haben einen guten Start gehabt. Die letzten 55 Minuten waren wir aber zu brav, haben keine Leidenschaft gezeigt und haben keinen Zweikampf gewonnen. Unsere Defensive und unser Torwart hatten heute keinen guten Tag. Positiv war, das wir keine zehn Tore kassiert haben.“

Statistik: 0:1 (1:20) Lavallee (Hare, Vogler) 4-5; 1:1 (7:14) Doyle (Chamberlain, Phillips); 2:1 (15:55) Doyle (Chamberlain, Phillips) 5-4; 3:1 (19:54) Dewan (Hisey, Del Monte) 5-4; 4:1 (21:55) Schadewaldt (Hisey, Dewan); 4:2 (23:17) Lavallee (Baldys, Barta); 5:2 (29:24) Koziol (Del Monte, Hisey); 6:2 (44:56) Doyle (Chamberlain, Priebsch); 7:2 (45:11) Doyle (Chamberlain, Phillips); 8:2 (52:52) Phillips (Doyle, Bagu) 5-4; 9:2 (53:43) Fendt (Hemmes, Wagner)

Strafminuten: Hannover 8 – Bad Nauheim 14

Schiedsrichter: Aumüller (Ottobrunn)

Zuschauer: 3871

Jens Wilke

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