DNL-Finale: Zwei Drittel überzeugt

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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60 Minuten harter Kampf reichten dem DNL-Team der Starbulls Rosenheim im ersten Finale der Deutschen Nachwuchsliga nicht, um den Mannheimer Jungadlern ein Bein zu stellen. Sie brachten aber den hohen Favoriten aus der Kurpfalz in den ersten 40 Minuten gehörig ins Wanken. Im Schlussdrittel zeigten die Gäste allerdings den Unterschied zwischen einer starken Mannschaft und einem Spitzenteam, und die Mannheimer machten innerhalb von zehn Minuten aus dem 1:3-Rückstand einen 8:4-Vorsprung, was auch der Endstand war.

Nach nervösem Beginn gelang den Gastgebern im zweiten Powerplay in der neunten Minute der 1:0-Führungstreffer durch Sinan Akdag. Richtig gefährlich kreuzten die Jungadler erst in der 19. Minute vor dem von David Heymann gehüteten SBR-Kasten auf. Doch Heymann glänzte vor dem überragenden Frank Mauer (markierte später zwei Tore und drei Assists) mit einer tollen Parade, wenig später scheiterte Christopher Fischer. Im Mittelabschnitt hatten die Starbulls den Gegner weitestgehend im Griff. Als in der 29. Minute noch genau eine Sekunde Strafzeit gegen Mannheim auf der Uhr stand, erhöhte Maxi Peters mit einem Schlagschuss von der blauen Linie auf 2:0 und das Kathrein-Stadion, das mit 1557 Zuschauern eine würdige Kulisse für ein Finale bot, wurde zum Tollhaus. Wenige Sekunden später kassierte allerdings Benedikt Stenzel eine Strafzeit, die Jungadler Fischer in der 30. Minute zum Anschlusstreffer nutzte. Doch die Hausherren gaben nicht auf und schlugen nach vier glücklosen Überzahlminuten zurück. In der 38. Minute traf Dominik Quinlan nach herrlicher Vorarbeit von Patrick Hager zum 3:1. Und wer weiß, ob die Gäste überhaupt noch in die Partie zurückgefunden hätten, wenn 20 Sekunden vor der Pause die Co-Produktion von Stephan Stiebinger und Robert Schopf bei einem Break in Unterzahl zum Torerfolg geführt hätte.

Zum letzten Drittel stellte Mannheims Coach Helmut de Raaf auf zwei Blöcke um und diesem Druck waren die Grün-Weißen an diesem Abend nicht gewachsen. Sie kamen sich zwischen der 44. und 54. Minute wahrscheinlich wie unter einer Dampfwalze vor und so drehten die Jungadler das Spiel nach Treffern von Mauer (44.), Tomas Tamfal (46.) und noch einmal Mauer in Unterzahl (47.). Die Starbulls gaben jedoch nicht auf und nach genau 49 Minuten sorgte Stiebinger für den Ausgleich. Diese Freude währte allerdings nur 30 Sekunden, dann schlugen die Gäste durch Markus Ruderer erneut zu. SBR-Trainer Tom Schädler versuchte es zwar anschließend noch mit einem Torhüterwechsel, aber auch Etienne Renkewitz konnte den Sturmlauf der Mannheimer nicht stoppen und die Jungadler kamen im Minutentakt zu drei weiteren Treffern durch Michael Christ (52.) und einem Doppelschlag von Alexander Oblinger (53./54.).

Nach der Schlusssirene waren die aufopferungsvoll kämpfenden Starbulls ziemlich niedergeschlagen. Doch eine best-of-three-Serie ist erst nach zwei Niederlagen verloren und so werden am Samstag beim zweiten Aufeinandertreffen wieder kämpfende „Jungbullen“.