Die Serie gegen Miesbach ist wieder offen

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Eindrucksvoll haben sich die Passau Black Hawks in der entscheidenden Play-down-Serie gegen den TEV Miesbach zurück gemeldet. Um den deutlichen 5:2 (2:1, 2:1, 1:0)-Sieg mussten die knapp 500 Besucher im „Ice Gate“ kaum zittern, „entscheidend war der große Siegeswille“, meinte Trainer Klaus Feistl am Ende. Bereits am Dienstag sind die Hawks gegen die Oberbayern erneut gefordert, nach fünf Heimsiegen in Folge sollen nun mit einem Auswärtserfolg die Weichen Richtung Klassenerhalt gestellt werden. Fehlen wird allerdings Christian Setz, der wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte.

Sicher war es kein schönes Spiel, was die Hawks und Miesbach über weite Strecken am Sonntagabend boten, einfach „Abstiegskampf pur“, formulierte Trainer Klaus Feistl. Spannende Momente und aufregende Szenen brauchten die Zuschauer dennoch nicht vermissen. Nach anfänglichem Abtasten, beide Teams besannen sich zunächst auf eine sichere Defensive, überraschte Robert Suchomski den insgesamt unsicher wirkenden Gästekeeper Denis Hipke mit einem Distanzschuss zum 1:0 (9.). Das gab den Hawks Sicherheit, auch wenn sie wenig später den zwischenzeitlichen Ausgleich hinnehmen mussten. Zwei Hawks auf Strafbank, Routinier Tray Toumi hatte also viel Zeit, sich einen gut postierten Mitspieler auszusuchen, Florian Mayer hatte dann wenig Mühe mit dem 1:1 (10.). Danach hatte sich die Abwehr der Hawks wieder auf den Gegner eingestellt und gestattete nur wenige Chancen. Außerdem war auf Keeper Jozef Ondrejka Verlass, „am Freitag bekam er eine Auszeit von mir und steht die restlichen Partien wieder zwischen den Pfosten“, erklärte Klaus Feistl. Der Coach durfte sich noch vor der ersten Pause über die erneute Führung der Hawks freuen. Zum ersten Mal in Überzahl nutzte Christian Setz den Freiraum mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:1 (18.).

Im zweiten Drittel legten die Hawks nach. Andi Popp besann sich auf das alte Eishockeymotto: Wenn man nicht weiß, wohin mit der Scheibe, am besten ins Tor. Sein Distanzschuss landete zum 3:1 im Netz (25.), zur Freude seines Trainers: „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt geschossen.“ Das gab den Hawks das nötige Selbstbewusstsein, den Anschlusstreffer von Andrew Schembri (28.) nicht nur wegzustecken, sondern eine Antwort darauf zu finden. In Überzahl hämmerte Kevin Steiger den Puck von der blauen Linie zum 4:2 in die Maschen (30.). Alles klar hätte Christian Setz machen können, bei seinem Alleingang verfehlten er das Tor aber um Zentimeter. Wenig später rückte Setz erneut in den Mittelpunkt des Geschehens, wurde von Schiedsrichter Florian Zehetleitner mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine geschickt. Was war passiert? Nach einem Befreiungsschlag traf Setz mit seinem Schläger Patrick Neuendorfer im Gesicht, der sich eine Platzwunde zuzog und noch am Abend im Klinikum genäht werden musste. So ist Setz für das nächste Spiel in Miesbach gesperrt. Doch die folgenden fünf Minuten in Unterzahl überstanden die Hawks unbeschadet, „wir haben ja gar nicht aufs Tor geschossen“, ärgerte sich Gästecoach Ludvik Kopecky.

Stattdessen schafften die Hawks schon früh die Vorentscheidung. Vladimir Gomow ließ mit dem 5:3 (54.) keinen Zweifel mehr am „auch in dieser Höhe verdienten Erfolg“, so Feistl, für die Hawks aufkommen. Nach den erfolglosen Playdownspielen gegen Rosenheim habe sich seine Mannschaft mit der richtigen Einstellung wieder nach oben gekämpft und hätte nun gute Chancen, so Trainer Klaus Feistl. Lob gab es für die Hawks auch von Vorstand Christian Eder: „Kompliment für die Leistung heute.“ Bereits am Dienstag steht das nächste Aufeinandertreffen im Abstiegsderby gegen Miesbach auf dem Programm. Obwohl Christian Setz fehlen wird, streben die Hawks nach einem Auswärtssieg. Fünf Mal in Folge sind sie nun zu Hause ungeschlagen, „jetzt soll es auch mal in der Fremde klappen. Ich freue mich auf das Spiel“, meinte Coach Feistl.

Tore: 1:0 (8:14) Suchomski (Popp Al., Muller), 1:1 (10:37) Mayer (Toumi, Krüger) [+2], 2:1 (17:09) Setz (Hughes) [+1], 3:1 (24:51) Popp, 3:2 (27:04) Schembri (Read), 4:2 (29:10) Steiger (Hughes, Setz) [+1], 5:2 (53:01) Gomow (Hughes, Hadamik). Strafen: Passau 10 + 5 + Spieldauer (Setz), Miesbach 8.


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