Die Hassliebe der Aliens-Spieler heißt "Spinning"

Sponsorenschießen der Ratinger Ice AliensSponsorenschießen der Ratinger Ice Aliens
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Schon seit einigen Jahren pflegen die Ratinger Ice Aliens eine Kooperation mit dem Fitness-Studio Kings Gym in Düsseldorf-Lichtenbroich. Jederzeit können dort die Oberliga-Cracks und die Spieler des Junioren-Teams individuell trainieren. An jedem zweiten Dienstag ist der Besuch im Kings Gym jedoch nicht freigestellte Kür, sondern von Trainer Udo Schmid verordnete Pflicht. "Spinning" steht dann in den frühen Morgenstunden auf dem Programm. Im Optimalfall setzen sich zwölf Spieler auf das Rad, alle anderen Cracks sind durch Beruf, Ausbildung oder Schule verhindert. Im Wechsel findet außerdem ein spezielles Kampfsporttraining für Körper und Ausdauer statt, das durch zwei freiberufliche Fitness- und Kampfsporttrainer betreut wird. "Diese Trainingsformen sind nach dem freien Montag und dem Beginn der Trainingswoche der idealer Einstieg", sagt Udo Schmid.

Beim "Spinning" wird auf speziellen Fahrrädern und mit Musik auf gelenkschonende Weise trainiert. Die Fahrräder bieten die Möglichkeit, den Widerstand stufenlos einzustellen. Eine typische Einheit besteht aus dem Warm-Up (Einfahren), der eigentlichen Trainingseinheit, dem Cool-Down (Ausfahren) und einem kleinen Stretching-Programm. Eine Einheit dauert meist eine Stunde.

Die Trainingshoheit hat aber nicht Udo Schmid und auch nicht Co-Trainer Armin Lehmann, sondern Rüdiger, ein Fitness-Trainer des Kings Gym. "Ändere die Einstellung", schallt es mahnend durch das Mikro, wenn innerhalb der Spinning-Strecke ein Anstieg mit hoher Belastung ansteht und der ein oder andere Spieler immer noch zu locker in die Pedale tritt. Angetrieben von harten Beats aus den Lautsprechern müssen die Spieler kurz vor Ende der Strecke die letzten Kräfte zu mobilisieren. "Come on, come on", beherrscht Rüdiger die Antreiberrolle perfekt. Udo Schmid beobachtet seine Spieler bei der Trainingseinheit sehr genau, oder er tritt selbst in die Pedale. "Bitte ab und zu auf die Pulsuhr schauen", sagt er mit Blick auf optimale Bedingungen für die Spieler.

"Wenn ich mir dem Fahrrad zur Eishalle fahre, dann ist das nicht so anstrengend", meint Mike McCormick. Bei gutem Wetter kommt der Kanadier immer mit dem gewöhnlichen Drahtesel zum Training. "Ganz schön schweißtreibend", meint auch Verteidiger Sebastian Odenthal, der allerdings zugibt, durch die drei zusätzlichen Trainingseinheiten einen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Auch Matthias Vater schätzt das Vormittagsprogramm, obwohl ihn zusammen mit den Teamkollegen eher eine Hassliebe zu den "Spinning"-Rädern verbindet. "Als Profi braucht man diese zusätzlichen Einheiten. Es reicht nicht, nur am Abend auf dem Eis zu trainieren", meint der Stürmer.