Deutlicher Sieg gegen Chemnitz

Deutlicher Sieg gegen ChemnitzDeutlicher Sieg gegen Chemnitz
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Chemnitz kam mit einem frischen Sieg aus dem Spitzenspiel gegen FASS Berlin am Vortag in die Thüringer Landeshauptstadt. Allerdings hatte dieser Sieg eine Menge an Kraft gekostet, was sich spätestens ab der 25. Minute als verhängnisvoll für die Blau-Gelben erweisen sollte.

Die Black Dragons kamen ausgeruht aufs Eis, in der Abwehr gab es eine vollständige Umstellung der Reihen. Am Anfang gab es dadurch einige Abstimmungsprobleme in den Laufwegen, was aber im Laufe des Spiels abgestellt werden konnte. Im Angriff gab es dagegen keine Veränderungen, Sean Fischer ging aber mit einer starken Erkältung in das Spiel. Erfurt versuchte am Anfang viel Druck zu entwickeln und kam mit guten Kombinationen immer wieder gefährlich vor das Tor von Goalie-Legende Kondelik. Bis zur neunten Minute konnte dieser auch alle Schüsse parieren, aber dann versenkte Robert Schmidt einen Abpraller zur viel umjubelten Führung der Gastgeber.

Danach übernahmen die Gäste erst einmal das Kommando auf dem Eis. Ein gut aufgelegter Martin Otte war jedoch am heutigen Abend so gut wie nicht zu bezwingen. Gegen einen abgefälschten Schuss von Michael Frank bei Chemnitzer Überzahl in der 14. Minute war aber auch er machtlos. Erfurt wirkte nach dem Tor etwas nervös und Chemnitz hatte keine Probleme, das Unentschieden bis zur Drittelpause abzusichern.

Auch in den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels konnten die Gäste das Ergebnis offen halten. Dann aber machten sich immer mehr Ermüdungserscheinungen bei den Blau-Gelben bemerkbar. Erfurt hielt das Tempo von der ersten Minute an auf einem hohen Level und ein Doppelschlag von Marak und Vojcak innerhalb von 36 Sekunden sorgte für eine gewisse Vorentscheidung. Die Wild Boys hatten zwar häufig Puckbesitz, aber es fehlte an der Durchschlagskraft in ihren Aktionen. Erfurt dagegen bestimmte klar das Spiel und konnte sich eine gute Chance nach der anderen erarbeiten. Bei einer 4:4-Spielsituation konnte dann Andy Nickel auf der linken Seite unbehindert durchgehen, seinen Querpass erwischte Vavroch aus spitzem Winkel und Kondelik ließ die Scheibe passieren. Mit dem jetzt verdienten 4:1 ging es dann in die zweite Pause.

Auch im letzten Drittel waren die Black Dragons klar spielbestimmend. In der 48. Minute dann ein Kniecheck von Michael Frank gegen Oliver Otte, der dem Chemnitzer eine Spieldauerstrafe und Otte eine herausgesprungene Kniescheibe bescherte. Somit fallen beide Spieler für das Spiel am Freitag aus. In der folgenden 5-minütigen Überzahl konnten die Erfurter durch Manske und Marak noch zwei weitere Tore erzielen, danach ging Kondelik entnervt vom Eis. Sein Ersatz Fücker konnte sich bei weiteren guten Erfurter Chancen auszeichnen, allerdings nahmen nun auch die Black Dragons deutlich Tempo aus der Partie. So blieb es am Ende beim klaren 6:1-Erfolg und man darf gespannt sein, ob die Erfurter auch in Chemnitz an diese Leistung anknüpfen können. Die Feier mit den fast 800 Zuschauern nach dem Spiel hatten sie sich auf jeden Fall redlich verdient.

Tore: 1:0 (8:12) Robert Schmidt (Sebastian Hofmann, Marcel Weise/5-4), 1:1 (13:18) Michael Frank (Tobias Rentzsch/5-4), 2:1 (25:54) Zbynek Marak (Andreas Nickel, Oliver Otte), 3:1 (26:30) Martin Vojcak (Sean Fischer, Marcel Weise), 4:1 (31:28) Robert Vavroch (Andreas Nickel, Florian Brink), 5:1 (49:04) Enrico Manske (Sebastian Hofmann, Marcel Weise/5-4), 6:1 (49:31) Zbynek Marak (Sean Fischer/5-4). Strafen: Erfurt 14 + 10 (Weise), Chemnitz 4 + 5 + Spieldauer (M. Frank). Zuschauer: 779.

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