Deutlicher Auswärtssieg für Dortmund

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
Lesedauer: ca. 3 Minuten

„Unser

Sieg ist sicherlich zu deutlich ausgefallen. Ein 1:4 als Endergebnis hätte auch

ausgereicht. Landsberg hat keine schlechte Mannschaft, sie wurden etwas unter

Wert geschlagen“ formulierte Elche-Cheftrainer Frank Gentges nach dem sehr

deutlichen und überraschenden 8:1-Auswärtssieg des EHC Dortmund am Freitagabend

beim EV Landsberg. Sein Gegenüber Norbert Zabel haderte etwas mit dem

Schicksal: „Wir versuchen in der Woche beim Training die Fehler abzustellen und

machen sie dann am Wochenende trotzdem wieder.“

Dabei sah

es dreißig Minuten lang nach einer eher offenen Begegnung aus. Zwar hatten die

Westfalen Elche den besseren Start und kamen folgerichtig in Überzahl nach acht

Minuten durch eine gute Aktion von Jake Brenk zur Führung, aber nach einem

Pfostenschuss von Alexander Janzen in der 11. Minute kamen dann doch auch die

Gastgeber besser ins Spiel. Nach einem Stellungsfehler in der Elche-Defensive

fiel der 1:1-Ausgleich in der 15. Minute, als Landsbergs tschechischer Stürmer

Michal Kapicka an der blauen Linie zum EHC-Verteidigungsdrittel den Puck

aufnehmen und frei aufs Tor laufen konnte. Benjamin Finkenrath, der nach

überstandener Verletzung sein erstes Meisterschaftsspiel für Dortmund bestritt,

hatte keine Chance. Auch den zweiten Abschnitt begannen die Westfalen Elche mit

leichten Vorteilen und in der 28. Minute lag das EVL-Tor dann sogar fast 60

Sekunden lang unter Dauerbeschuss. Zwei Minuten später dann die umgekehrte

Situation, als die Elche sich in Unterzahl vor dem eigenen Gehäuse belagert

sahen. Zehn Sekunden vor Ende dieser Strafzeit konnte sich der EHC befreien.

T.J. Sakaluk schnappte sich die schwarze Scheibe, fuhr ein schnelles Break und

passte mustergültig auf Vitali Stähle, der von der linken Seite einschieben

konnte. Es folgten weitere gute Möglichkeiten durch Alexander Janzen, Stephan

Stiebinger und T.J. Sakaluk, bevor dann in der 38. Minute ein Doppelschlag

innerhalb von 26 Sekunden die Dortmunder Treffer drei und vier brachte. Zuerst

war es Ryan Martens, der einen überlegten Querpass von Alexander Janzen

verwertete, dann war es wieder die erste Reihe, die durch T.J. Sakaluk das 1:4

markierte. Die Gastgeber aus der Lechstadt bäumten sich zu Beginn des letzten

Abschnitts noch einmal auf, aber das fand in der 44. Minute ein jähes Ende.

Frei nach dem Motto „Torwart sucht Puck“ kam Jake Brenk in Überzahl zum 1:5. In

der 49. Minute kam es dann zu einer sehr unglücklichen Situation, als Ryan

Martens und Landsbergs Boris Zahumensky hinter dem Tor der Gastgeber im Kampf

um den Puck mit den Schultern zusammenstießen und der slowakische Verteidiger

dabei sehr unglücklich gegen die Bande prallte. Er musste anschließend mit der

Trage vom Eis gebracht werden. Ryan Martens bekam eine Spieldauerdisziplinarstrafe

wegen Bandenchecks, obwohl keinerlei Absicht erkennbar war. Der absolut faire

Dortmunder Stürmer (in den bisherigen 5 Meisterschaftsspielen erst eine einzige

Zweiminutenstrafe) saß anschließend fassungslos in der Kabine und ließ sich über

den Zustand seines Gegenspielers informieren. Eine genauere Diagnose lag nach

Spielschluss aber noch nicht vor, es bleibt nur zu hoffen, dass er keine schwer

wiegende Verletzung davon getragen hat. Die fünfminütige Unterzahl überstand

der EHC mit Bravour und einigen guten Paraden von Benjamin Finkenrath, in der

51. Minute konnte Alexander Janzen in Unterzahl sogar auf 1:6 erhöhen. Damit

war die Moral der Gastgeber endgültig gebrochen und die Westfalen Elche konnten

sogar noch durch die Youngster Damian Martin und Benjamin Proyer auf 1:8

erhöhen.

Fazit: Der

EHC kann auch im dritten Auswärtsspiel in Bayern seine konditionelle

Überlegenheit vor allem im Schlussdrittel ausspielen und damit die nächsten

drei Punkte einfahren. Erwähnenswert ist außerdem noch, dass Frank Gentges über

weite Strecken auch der jungen vierten Reihe viel Eiszeiten gab und sich mal

wieder die kämpferische Einstellung und mannschaftliche Geschlossenheit

auszahlte. Einziger Wehrmutstropfen ist die nach einer

Spieldauerdisziplinarstrafe obligatorische Sperre von Ryan Martens, der nun am

Sonntag beim Spitzenspiel zuhause gegen Herne zuschauen muss.

 

Torfolge:

0:1 (07:47) Jake Brenk

(Vitali Stähle, Jörg Wartenberg) +1

1:1 (14:06) Michal

Kapicka (Derek Switzer, Fabian Krull)

1:2 (31:06) Vitali Stähle (T.J. Sakaluk, Roman Weilert) -1

1:3 (37:09) Ryan

Martens (Alexander Janzen, Ronny

Schneider)

1:4 (37:35) T.J.

Sakaluk (Vitali Stähle, Jake Brenk)

1:5 (43:56) Jake Brenk

(T.J. Sakaluk, Jörg Wartenberg) +1

1:6 (50:54) Alexander

Janzen (Roman Weilert) -1

1:7 (55:51) Damian

Martin (Lorenz Schneider, Matthias

Potthoff)

1:8 (58:51) Benjamin

Proyer (Lorenz Schneider, Kevin Thau)


Strafminuten: EVL 12 /   EHCDO 13 + SD Ryan Martens

 

Zuschauer:  738

 

Schiedsrichter: Adam Niejodek – Johannes Bartl, Florian Kunz

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