Der Spielbetrieb geht vorerst weiter

Sponsorenschießen der Ratinger Ice AliensSponsorenschießen der Ratinger Ice Aliens
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Die anstehenden Meisterschaftsspiele der Ratinger Ice Aliens in der Oberliga sollen wie geplant stattfinden. Am Freitag empfangen die Außerirdischen die Mannschaft der Eisbären Juniors Berlin und für die Spiele in Peiting und Klostersee sind die Busse bereits bestellt. Eine definitive Aussage, wie es mit dem Spielbetrieb der Oberliga-Mannschaft weiter geht, kann erst getroffen werden, wenn der bestellte Insolvenzverwalter die Unterlagen der Ltd. komplett gesichtet hat. Wichtig für den weiteren Spielbetrieb der Ltd. ist aber vor allem, dass am Freitag gegen Berlin und bei den kommenden Heimspielen möglichst viele Besucher an den Sandbach kommen und der Stadt, den Sponsoren und dem bis dahin eingesetzten Insolvenzverwalter verdeutlichen, dass in Ratingen weiterhin viele Fans den Eishockeysport unterstützen. Dazu haben die Fans der Ratinger Ice Aliens in den vergangenen Tagen in Eigeninitiative eine Flyer-Aktion gestartet, bei der zur Solidarität aller Ratinger Bürger aufgerufen wird. Rund 15.000 dieser Flyer wurden in kürzester Zeit privat produziert und verteilt. Darüber hinaus wurden Spenden- und weitere Hilfsaktionen ins Leben gerufen. Für dieses Engagement möchten sich die Ratinger Ice Aliens ganz herzlich bei ihren Fans bedanken. Für Geldspenden wird ein Treuhandkonto eingerichtet, das von Verwaltungsrat-Mitglied Peter Lerschmacher betreut wird. Die Spenden werden beim morgigen Spiel gegen Berlin am Stand des Dachverbands inklusive Quittungen koordiniert.

Bei der Sitzung des Dachverbands am Donnerstag, bei der nicht alle anwesenden Fans Platz im Clubhaus Bandencheck fanden, erklärte Vize-Präsident Gerhard Pfankuchen, dass es in den kommenden Tagen darauf ankommt, mit sämtlichen Kräften an einem Strang zu ziehen. "Wir benötigen die Hilfe jedes Einzelnen", erklärte er auch im Hinblick auf die Situation des Stammvereins. Die Lizenz für die Spielbetrieb der Oberliga liege beim Verein, so dass in den kommenden Wochen die Verbandsabgaben und die Zahlungen für den Reindl-Fonds ebenfalls vom Verein beglichen werden müssten. "Das ist eine nicht unerhebliche Summe, die bezahlt werden muss, um den weiteren Spielbetrieb in der Oberliga überhaupt gewährleisten zu können", erklärte Pfankuchen. "Für die Lage der Ltd. ist es also wichtig, dass möglichst viele Zuschauer zu den Spielen kommen und dem Verein kommen die Geldspenden zugute, um die anstehenden Rechnungen zu bewältigen". Auch Pressesprecher Christian Barra und die Vorstandsmitglieder Manuela Pützhofen und Carsten Richter waren vor Ort. Besonderen Beifall erntete die lokale Presse, die durch Thomas Schulze (Rheinische Post) vertreten war. Er sagte zu, dass die Aktionen der Fans in den kommenden Tagen positiv begleitet werden und beteiligte sich konstruktiv an der Diskussion.

Sportlich bereitet sich die Mannschaft auf die anstehenden Spiele genau so vor, wie in den vergangenen Wochen. "Natürlich geht dieses ganze Thema nicht an uns vorbei", erklärte Thomas Popiesch auf der Pressekonferenz am Donnerstagmittag. "Wir konzentrieren uns jedoch auf unsere sportliche Leistung". Verzichten muss Popiesch dabei auf die Kräfte von Patrick Handl und Udo Schafranski, die verletzt ausfallen. Ob Ryan Smith und Janne Kujala am Wochenende auflaufen, entscheidet sich kurzfristig. Aus Köln sind die Förderlizenzspieler Torsten Ankert und Henry Martens mit dabei, nachdem am letzten Wochenende der Einsatz von Torsten Ankert noch an einer bürokratischen Hürde scheiterte. "Wir konnten in dieser Woche jedoch alle nötigen Unterlagen einreichen, so dass beide Spieler für uns auflaufen können", erklärt Popiesch. Nicht mehr im Kader der Ice Aliens steht Stürmer Björn Reiser. Unabhängig von der derzeitigen Situation bat er um Vertragsauflösung, da er demnächst eine Zivildienststelle antreten wird, die mit einem weiteren Engagement in Ratingen nicht mehr vereinbar sein wird. Die Ice Aliens entsprachen dieser Bitte und wünschen ihm für seinen weiteren Weg viel Erfolg.