Der Meister der ersten 40 Minuten steht mit leeren Händen da

Bären basteln am personellen FeinschliffBären basteln am personellen Feinschliff
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Der Oberligist SC Mittelrhein-Neuwied hat in dieser Saison offenbar alles andere als das Glück gepachtet. Sowohl beim 3:5 in Klostersee als auch bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen München waren die Bären einem Sieg sehr nahe und hätten am Wochenende anstatt einen deren sechs Zähler in der Tabelle verbuchen müssen. Doch zunehmend zeigt sich, dass die Mannschaft von Trainer Fred Carroll zu dünn besetzt ist, um dauerhaft Erfolge einzufahren. "Wenn die Spiele nur 40 Minuten dauern würden, wären wir wahrscheinlich Erster", klagte der Coach. Da hat der gebürtige Kanadier recht. Nach 18 Spielen zur Halbzeit der Oberliga West/Südwest erklärt die Statistik das Neuwieder Dilemma. Sieben Spiele gingen in den letzten zehn Minuten noch verloren, nur zum Auftakt konnten die Bären ein Spiel gegen Kempten zumindestens zu einem Punktgewinn umdrehen - gewonnen wurde überhaupt keine Partie. Warum das so ist, sahen die rund 1000 Zuschauer gegen den EHC München. 3:1 führten die Bären nach 34 Minuten, hatten Chancen zuhauf - um im letzten Drittel alles zu verspielen. Wieder einmal war der ausgesprochen dünne Kader platt. Sami Leinonen, bisher stärkster Neuwieder über die gesamte Saison gesehen, unterliefen mit zunehmender Spieldauer Fehlpässe, die man am Anfang der Meisterschaftsrunde bei ihm nicht gesehen hatte. Gleiches gilt für Ladislav Strompf, dessen Offensiv- und Spielgestaltungsmöglichkeiten stark beschränkt sind, weil er die jüngeren Verteidiger zu führen hat und Doppelschichten fährt. Das Ergebnis dieser Belastung ist ein Substanzverlust, der nicht zu kompensieren ist. Trainer Carroll: "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie gibt alles. Wenn man nach dem Spiel in unsere Kabine kommt, hat keiner mehr die Kraft, irgendetwas zu sagen." Zugleich ergänzt der Coach: "Man muss die Umstände in dieser Saison bedenken. Der Etat wurde abgespeckt, es wurden viele jüngere Spieler geholt, die bei ihren früheren Vereinen wenig Eiszeiten hatten und nun bei uns Führungsaufgaben übernehmen müssen." Dieses Urteil traf auch auf die ersten 40 Minuten im Heimspiel gegen München zu. Die Bären spielten mit nur fünf Verteidigern und phasenweise nur mit acht Stürmern. Nicht einmal drei komplette Neuwieder Blöcke gegen vier Reihen des Tabellendritten - das musste zum Einbruch in den letzten 20 Minuten führen. Auch nach einer kurzweiligen Wackelperiode, in der die Münchner das 3:2 erzielten, hatten die Bären das Spiel wieder im Griff. Und waren am Ende in eigener Überzahl zu "gierig". Eine Unkonzentriertheit im Spielaufbau nahm Peter Brearly dankbar an und traf zum 3:3. Während die Neuwieder die Verlängerung schadlos überstanden, verlor der SC Mittelrhein-Neuwied wie jedes Mal in der Vereinsgeschichte (Ausnahme im Frühjahr ein 2:1 in Schweinfurt) das Penaltyschießen. Von drei Anläufen wurde keiner verwandelt, während der Münchner drei von vier Versuchen versenkten. (lim)

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