Der Kapitän bleibt an Bord

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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In der Relegationsrunde der Oberliga sind noch zwei Partien zu absolvieren und bei den Stuttgart Wizards wirft die neue Spielzeit bereits ihre Schatten voraus. Kapitän John Sicinski gab im Laufe dieser Woche seine Zusage für eine weitere Spielzeit. Der 29 Jahre alte Stürmer aus Kanada ist Topscorer und Führungsspieler im Team der Württemberger. Umso glücklicher ist der Sportliche Leiter Wilbert Duszenko, dass sich der Angreifer für eine weitere Saison in der Schwabenmetropole entschieden hat: „John ist als Kapitän unser Leader und aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Wir möchten um ihn herum ein schlagkräftiges Team aufbauen“, unterstreicht der Schwetzinger die Bedeutung von Sicinskis Vertragsverlängerung.

Am Wochenenden bekommen es die Wizards, bei denen die Vertragsverhandlungen nach dem Klassenerhalt auf Hochtouren laufen, zum Abschluss der Qualifikationsrunde mit zwei fränkischen Teams zu tun. Mit Siegen beim ESV Bayreuth (19. März, 19.30 Uhr) und gegen die Selber Wölfe (21. März, 18 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) möchte der Aufsteiger den Sprung auf Rang eins und den Einzug in den Deutschen Eishockey-Pokal schaffen. Einen wesentlichen Beitrag dazu soll auch John Sicinski leisten. Der Stürmer aus Mississauga, Ontario, führt derzeit nicht nur die teaminterne Scorerwertung an, er ist auch bei den Torschützen und Topscorern der Oberliga-Relegationsrunde ganz vorne zu finden. Diese Torgefahr ist es, die Sicinski für die Wizards so wertvoll macht, zumal er auch seine Defensivaufgaben nicht vernachlässigt. „John ist für uns gerade deshalb so wichtig, weil er so vielseitig ist. Er kann seine Mitspieler gut in Szene setzen und weiß auch selbst, wo das Tor steht. Zudem ist er sehr diszipliniert und arbeitet auch nach hinten. Kurzum: Ein echter Leader“, sagt Duszenko über seinen Kapitän und fügt hinzu: „Wir freuen uns, dass John noch ein Jahr in Blau-Gelb aufläuft. Das zeigt, dass in Stuttgart die Perspektive stimmt und etwas Großes entstehen kann. Seine Vertragsverlängerung soll auch Signal und Impuls für die Wizards und das gesamte Umfeld sein“, hofft Duszenko. Auch John Sicinski selbst sieht am Eishockey-Standort Stuttgart gute Möglichkeiten. „Die Stadt hat viel Potential für Eishockey. Hier ist einiges möglich. Ich will den Wizards helfen, aus diesen Perspektiven das Beste zu machen. Deswegen bin ich hier geblieben“, sagt der Außenstürmer und ergänzt: „Ich wollte mit meiner Unterschrift auch ein Zeichen im Team setzen. Wir haben jetzt eine gute Mannschaft. Wenn sie im Kern zusammenbleibt und punktuell verstärkt wird, ist auf alle Fälle mit uns zu rechnen“, wirft Sicinski, der zwischen 1998 und 2002 schon für den TEV Miesbach und EHC Straubing in Deutschland auf Torejagd ging, einen ersten Blick in die Zukunft. Derzeit gilt bei den Wizards alle Konzentration eben dieser erfolgreichen Zukunft. Alle Leistungsträger des Teams 2003/04, das als Aufsteiger souverän den Klassenerhalt in der Oberliga schaffte, können sich einen Verbleib in der baden-württembergischen Landeshauptstadt vorstellen. „Wir haben mit allen Akteuren gesprochen, die wir halten wollen. Jeder von ihnen möchte weiter für die Wizards aufs Eis gehen“, gewährt Wilbert Duszenko Einblick in die derzeitigen Planungen. Für die Zauberer gilt es nun, gemeinsam mit ihren Sponsoren und der Stadt Stuttgart die Voraussetzungen für das zweite erfolgreiche Oberliga-Jahr zu schaffen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran und auch hier entwickeln sich die Gespräche recht positiv“, erklärt Duszenko.