Der EHC München freut sich auf die Meisterrunde – endlich geht es los!

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Nachdem sich der Oberligaaufsteiger schon vor Wochen für die Meisterrunde der jeweils besten fünf Teams aus beiden Gruppen qualifizieren konnte, hatten die letzten Begegnungen nur noch den Charakter von Freundschaftsspielen, was manchmal auch deutlich zu merken war. Die Spieler klagten über fehlende Motivation und den Fans fehlte öfter die rechte Begeisterung. Doch dies hat nun ein Ende: Am kommenden Freitag (20 Uhr) beginnt im Münchner Eisstadion für den EHC endlich die lang erwartete Meisterrunde. Zunächst machte sich bei der Veröffentlichung des Terminplanes leichte Enttäuschung breit, weil kein Team der Südostgruppe, sondern der alte Rivale und Vorrundensieger aus Essen der erste Gegner ist, doch nun überwiegt eindeutig die Vorfreude. Zwar konnten die Moskitos in einem der besten Vorrundenspiele mit 3:1 geschlagen werden, doch diesmal ist die Profitruppe aus dem Ruhrpott, die unbedingt in die 2. Bundesliga aufsteigen will, wohl Favorit.



Allgemein wird erwartet, dass sich Essen mit den Dresdner Eislöwen (Trainer ist der langjährige Hedos-Coach Jiri Kochta, einst einer der weltbesten Eishockeyspieler) und dem REV Bremerhaven einen harten Kampf um die beiden Aufstiegsplätze liefern wird. Doch auch die Lausitzer Füchse, die sich erst kürzlich mit dem NHL-Veteran Todd Gill verstärkt haben, die Hannover Indians und die Schweinfurt Mighty Dogs wären einem Aufstieg nicht abgeneigt. Daran kann man schon erkennen, dass die Südostgruppe als wesentlich besser einzuschätzen ist, als der Südwesten. Ob die Spielstärken tatsächlich so einseitig verteilt sind, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Auffällig ist die Tatsache, dass sich die Trainer der Südostteams anscheinend kaum über die unbekannten Rivalen informiert haben. Kommt hier etwa der Hochmut vor dem Fall?



Keinerlei Aufstiegsambitionen hegt ganz bestimmt der EHC München. Nachdem der Etat in der 2. Liga in etwa verdoppelt werden müsste, erscheint es wesentlich vernünftiger, sich in der Oberliga zu etablieren und erst mittelfristig den Aufstieg anzupeilen. Zumal in der nächsten Oberligasaison möglicherweise zuschauerträchtige Derbys mit Rosenheim und Riessersee in Aussicht stehen. So peilt man in München den vierten Platz der Meisterrunde an und hofft auf das Halbfinale der anschließenden Play-Off-Runde. Vielleicht kann man dann, wenn es wirklich um etwas geht, endlich auch die ziemlich lethargischen Münchner Eishockeyfans in größerer Zahl ins Eisstadion locken. In der Vorrunde hat der EHC, trotz teilweise begeisternder Spiele und großer Medienunterstützung, seinen geplanten Schnitt von 1400 Besuchern knapp verfehlt. Und sollte am Ende die Überraschung gelingen und das Münchner Team tatsächlich das Finale erreichen, dann wir sicher niemand vom Vorstand den Aufstieg verbieten. Doch bis es so weit ist, müssen die Spieler noch viel Schweiß vergießen. (an)

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