Deggendorf gibt 3:0-Führung noch aus der Hand

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
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Eine 5:6-Niederlage kassierte der Deggendorfer SC bei den Starbulls Rosenheim – und das obwohl Fire bereits mit 3:0 geführt hatte. „In Zukunft reicht es, wenn meine Mannschaft erst ab dem zweiten Drittel mitspielt, denn die ersten 20 Minuten sind meistens nicht die unseren“ resümierte Franz Steer, Trainer der Starbulls. „Wir waren immer einen Schritt zu spät, Kampf, Einsatz und Herz haben gefehlt.“ Thomas Greilinger wurde in Überzahl freistehend angespielt, dieser ließ nicht zweimal bitten, bewies seine Torjägerqualitäten und netzte zum 1:0 ein. Thomas Kulzer erhöhte in der elften Minute auf 2:0 und Marcel Kars erzielte schließlich nach 15 Minuten mit einem trockenen Schuss den dritten Treffer für seine Farben. Allerdings ließ man die Rosenheimer wieder zurück ins Spiel kommen. Nach einem Stellungsfehler konnte Michael Rohner noch vor der Pause den Anschluss erzielen.

Ab dem zweiten Abschnitt waren die Rosenheimer die bessere Mannschaft, was sich auch in Toren widerlegte. Stefan Stiebinger verkürzte nach 30 Minuten erneut. In Überzahl stellte Deggendorf Fire kurze Zeit später den alten Abstand wieder her, Eric Thomassian schob den Puck ins Tor, nachdem Michael Grubauer einen Schuss von Kars nicht festhalten konnte. Nur wenige Sekunden später leistete sich die Defensive von Fire aber wieder einen Fehler. Dalmao bediente den mitgelaufenen Hilger mustergültig, dieser ließ Reinhard Haider keine Abwehrchance. Das Schlussdrittel begann mit einem Überzahlspiel für die Starbulls, Senger fälschte einen Schuss von der blauen Linie ab und die Scheibe schlug unhaltbar für Haider ein. Kurz darauf erzielte der starke Hilger seinen zweiten Treffer des Abends und brachte so seine Farben erstmals in Front. Fire kämpfte sich zwar zurück, erzielte durch John Sicinski den erneuten Ausgleich, doch dass ein Eishockeyspiel 60 Minuten dauert bewies Patrick Senger. In Überzahl war Fire zu weit aufgerückt, Senger schloss eine Kombination mit Hilger und Dalmao mustergültig ab und erzielte somit zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff den entscheidenden Treffer. Fire-Coach Günter Eisenhut war nach dem Spiel enttäuscht. „Die Mannschaft, die das Spiel heute gewinnen wollte, hat es auch gewonnen. Ab dem zweiten Drittel zeigte Rosenheim den nötigen Einsatz um so ein Spiel noch zu drehen. Auch wenn es bitter ist, wenn man zehn Sekunden vor Schluss das Tor kassiert, aber letztlich war der Sieg verdient. Wenn wir jedes Spiel gewonnen hätten, in dem wir schon wie der sichere Sieger ausgesehen haben, dann wären wir jetzt wahrscheinlich nicht auf einem Play-down-Rang.“

Die nächste schwere Aufgabe wartet bereits am Dienstag auf den DSC. Die Mannschaft reist in den Allgäu um sein zweites Gastspiel beim EV Füssen abzugeben. Die Füssener stehen derzeit mit einem Bein in den Play-offs. Mit 96 Punkten haben sie bereits sechs Punkte Vorsprung auf den ESV Kaufbeuren, der sich derzeit auf dem undankbaren fünften Platz befindet. Die Allgäuer haben das Wochenende sechs wichtige Punkte geholt: Zuhause gegen den ESV Kaufbeuren gewannen sie vor vollem Haus mit 3:1, in Passau bei den Black Hawks taten sich die Leopards lange Zeit schwer, erst im letzten Abschnitt schlugen Festerling & Co. zu und holten sich mit 2:1 den Auswärtsdreier. Bei Fire wird Nico Wolfgramm fehlen, der schulisch verhindert ist. Dafür geht Stefan Huber wieder für Fire aufs Eis. „Wir hoffen, dass sich Regensburg noch den vorzeitigen Klassenerhalt sichert. Dann wird Stefan Huber nämlich höchstwahrscheinlich die Play-downs bei uns spielen können“, erklärt Günter Eisenhut nach dem Spiel in Rosenheim. Spielbeginn in Füssen ist um 19.30 Uhr.

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