Deggendorf dreht Derby in den letzten drei Minuten

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
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Nach 50 Minuten im Derby zwischen Deggendorf Fire und den Passau Black Hawks haben viele Zuschauer im Stadion bereits gemeint, dass das Spiel zu Gunsten der Gäste aus Passau entschieden sei, aber die Mannschaft von Deggendorf Fire benötigte dann nur drei Minuten, um das Spiel zu drehen. So gewann der DSC das Lokalduell mit 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) nach Verlängerung.

Vor knapp 1500 Zuschauern dauerte es keine drei Minuten nach dem ersten Bully, bis das erste Tor fiel. Aber nicht für die Gastgeber, sondern für die Passauer. Kapitän Mike Muller schoss von der blauen Linie und Alexander Feistl lenkte die Scheibe unhaltbar ins Deggendorfer Tor ab. In der Folge hatten beide Mannschaften Chancen, aber beide Torhüter konnten sich auszeichnen. Zu einer unschönen Szene kam es, als Marc-Antoine Boucher vor dem gegnerischen Tor lauerte. Er bekam den Schläger von Miroslav Dvorak ins Gesicht. Dabei zog er sich einen Cut an der Zunge zu, der nach dem Spiel genäht werden musste. Miroslav Dvorak wurde danach mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen geschickt. Aber Deggendorf Fire konnte aus der resultierenden Überzahl keinen Erfolg erzielen. Dafür musste Michael Hengen Alexander

Feistl, der alleine auf das Deggendorfer Tor zu lief von den Beinen holen, aber der daraufhin ausgesprochene Penalty wurde von Reinhard Haider gehalten.

Im zweiten Drittel hatten die Deggendorfer auch wieder viele Überzahl-Situationen, aber es kam nicht wirklich etwas Zählbares dabei raus. Erst in der 35. Minute war es Daniel Bucheli, der das 0:2 für die Mannschaft aus Passau erzielen konnte. Aber Fire gab sich nicht auf, sondern blieb seiner Linie treu. Und 23 Sekunden vor der Drittelsirene war es dann endlich soweit. Anthony Pallotta bediente John Sicinski und der Topscorer von Deggendorf Fire ließ sich nicht zwei mal bitten und erzielte den 1:2-Anschlusstreffer.

Was dann im letzten Drittel passierte, mögen die meisten Fans beider Mannschaften wohl noch nicht wahrhaben. In Deggendorfer Unterzahl sprang die Scheibe aus dem Drittel und Marc-Antoine Boucher lief hinterher verfolgt von einem Passauer Verteidiger. Torwart Daniel Huber kam auch aus seinem Kasten raus und an der blauen Linie trafen alle drei zusammen. Daniel Huber blieb liegen und Marc-Antoine Boucher und Thomas Vogl lagen sofort im Clinch. Nachdem sich die Situation ein wenig beruhigt hatte, trat Schiedsrichter Ninkov in Aktion und schickte den Deggendorfer mit einer Matchstrafe wegen eines Checks in den Kopf- und Nackenbereich zum Duschen. Damit muss Marc-Antoine Boucher mindestens vier Spiele zu sehen. In der fünfminütigen Überzahl konnten die Passauer auch noch auf 1:3 durch Andreas Popp erhöhen. Kurz darauf checkte Thomas Vogl Daniel Lupzig, der am Eis liegen blieb. Auch hier entschied Schiedsrichter Ninkov auf Spieldauerdisziplinarstrafe. Als dann noch Marc Desloges mit einer Strafe in die Kühlbox musste, dauerte es nur ein paar Sekunden und der Fanblock von Deggendorf Fire drohte kurzzeitig zu explodieren. Mike Sullivan bekam die Scheibe von Anthony Pallotta und er konnte das 2:3 erzielen. Kurz darauf ging auch noch Nikolaus Meier auf die Strafbank. Erst konnten sich die Passauer befreien, aber dann spielte Reinhard Haider die Scheibe zu John Sicinski und mit einer sehenswerten Aktion beförderte er den Puck zum Ausgleich ins Netz der Passauer. Die Deggendorfer Fans standen dann Kopf. Aber damit nicht genug. Bis zur Sirene mussten Reinhard Haider noch zwei Alleingänge der Passauer parieren. Aber nach 60 Minuten stand es 3:3.

In der Verlängerung spielte dann nur noch Deggendorf Fire. Passaus Andreas Kruck musste nach rund 90 Sekunden auf die Strafbank und genau nach 127 Sekunden der Verlängerung flog förmlich das Hallendach vom Stadion, denn die DSC-Fans bejubelten den Siegtreffer durch Mike Sullivan.

Tore: 0:1 (02:57) Feistl (Muller, Dvorak/5-4), 0:2 (34:28) Bucheli (Möhle, Michl), 1:2 (39:37) Sicinski (Pallotta, Forgie), 1:3 (51:15) Popp (Muller/5-4), 2:3 (57:09) Sullivan (Pallotta, Sicinski/5-3), 3:3 (58:59) Sicinski (Haider, Forgie/5-3), 4:3 (62:07) Sullivan (Pallotta, Forgie/5-4). Strafen: Deggendorf 12 + Matchstrafe (Marc-Antoine Boucher), Passau 34 + Spieldauer (Miroslav Dvorak) + Spieldauer (Thomas Vogl). Zuschauer: 1463.

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