Debüt von Spence erwartet

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Lediglich eine Partie haben die Roten Teufel Bad Nauheim am kommenden Wochenende in der Oberliga zu absolvieren: zum letzten Spiel des Jahres gastiert das Team von Bill Lochead am Freitagabend um 20:00 Uhr bei den Revierlöwen Oberhausen. Der ehemalige DEL-Ligist hat bislang erst drei Saisonspiele gewinnen können, während die Kurstädter zuletzt einen Lauf hatten - allerdings nur vor heimischen Publikum. In der Ferne gab es bislang erst einen Sieg - und diesen auch nur nach Penaltyschießen (4:3 in Miesbach). Kurz vor Ende der Punktrunde (letztes Vorrundenspiel am 29. Januar gegen Füssen) wäre diese Partie also genau die richtige Gelegenheit, den ersten Dreier im fremden Stadion einzufahren. Personell hat Lochead soweit alle verfügbaren Mann an Bord, so dass Neuzugang Russell Spence nach überstandener Grippe sein Debüt im Dress der Wetterauer geben wird.

Von den Einzel-Statistiken her sind die Oberhausener, die ihre Heimspiele in Gelsenkirchen austragen, den Roten Teufeln relativ ebenbürtig. Bis auf Nils Liesegang (21 Tore, 17 Assists), Patrick Strauch (6 Tore, 25 Assists) und Routinier Sergej Hatkevitch (8 Tore, 19 Assists) ragen punktemäßig keine Stürmer großartig bei den Ruhrstädtern heraus. Bei den Hessen haben sich mit den beiden Finnen Mikko Kainulainen (36 Punkte) und Petja Pietiläinen (21 Punkte) derzeit die besten Scorer herauskristallisiert. Auch in der Defensive hat das Team von Oberhausens neuem Coach Sergej Jaschin keinen überragenden Punktelieferanten, Christoph Jahns mit zehn Punkten bei den Revierlöwen und Steffen Michel mit 15 Zählern bei den Roten Teufeln liegen in dieser internen Wertung jeweils auf Platz eins. Auch wenn die individuellen Scorerlisten gleichauf zu sein scheinen, haben die Hessen in der Tabelle einen Monat vor Ende der Vorrunde derzeit 21 Punkte auf dem Konto, während die Revierlöwen derer gerade mal zehn aufzubieten haben. Entscheidend waren hierbei die letzten gut drei Wochen, in denen die Wetterauer immerhin neun Punkte aus ihren Heimspielen (u.a. ein 4:3 gegen Rosenheim) einfahren konnten, während die Gastgeber aus den letzten 13 Partien nur einen Sieg (8:4 in Stuttgart) vorzuweisen haben. Somit dürften die Roten Teufel leicht favorisiert in dieses Match gehen, das erneut einen richtungsweisenden Charakter für die Abstiegsrunde haben wird, in der sich beide Teams noch zwei Mal sehen werden. Allerdings zählen dann die zwölf Punkte, die die Hessen derzeit auf die Ruhrstädter an Vorsprung haben, nichts mehr, denn diese Runde wird bei null losgehen. Somit ist es eine Frage des Prestiges, den potenziellen Playdown-Gegner zu besiegen, so dass sich beide Seiten mit Sicherheit ins Zeug legen werden. Das Lochead-Team nach Gelsenkirchen begleiten werden zwei Fanbusse mit ca. 120 Anhängern an Bord, außerdem werden zahlreiche PKW-Fahrer die Reise in die Ruhrstadt antreten, so dass für entsprechende Unterstützung gesorgt sein dürfte. Man darf also gespannt sein, wie sich beide Teams in dieser Partie präsentieren werden.