Das Rennen um den DEL2-Aufstieg und die Oberliga-Meisterschaft beginntDie Oberliga-Play-off-Vorschau

Die Fans der Füchse Duisburg konnten in den Pre-Play-offs das Weiterkommen gegen Leipzig bejubeln. Nun geht es gegen den EC Peiting. (Foto: Roland Christ)Die Fans der Füchse Duisburg konnten in den Pre-Play-offs das Weiterkommen gegen Leipzig bejubeln. Nun geht es gegen den EC Peiting. (Foto: Roland Christ)
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EC Peiting – Füchse Duisburg

Eigentlich, von der Ansetzung her, eine klare Sache. Der Südmeister trifft auf das Topteam früherer Tage, das in diesem Fall die Qualifikation für die Play-Offs sich schon als Erfolg auf die Fahnen schreiben kann. Beim ECP eine Bank im Tor ist Florian Hechenrieder, der im Süden mit 2,61 Gegentoren pro Spiel auf Platz zwei kam. Sebastian Staudt kam auf 3,32 Gegentore pro Spiel. Ein klares Plus für Peiting. Auch die Abwehr des Südmeisters kann mit ganz anderen Werten als die Duisburger aufwarten. 2,70 Gegentore gegen 3,48. Im Sturm trafen die Peitinger 4,58 Mal, die Duisburger 3,33 Mal. Auch hier also ein großes Plus. Besonders gefährlich dabei die Peitinger Überzahlformationen. Mit 60 erzielten Toren waren sie nur ein Tor schlechter als Regensburg, während Duisburg nur 34 Mal in dieser Zeit einlochen konnte. Beeindruckend die Spezialformationen des ECP. Mit 114,4 Prozent (Powerplay: 26,9, Pen.kiling: 87,5) kam sie hinter Landshut auf Platz zwei ins Ziel, während Duisburg sich mit Platz 18 und 93,9 Prozent (18,9+75) zufriedengeben musste. Bei den Shorthandern sieht die Statistik Peiting mit 8:5 vorne und beim normalen Spiel bei fünf gegen fünf mit 160:121.

Tipp: Die Statistik spricht eindeutig für Peiting und somit für ein 3:0.

EV Landshut – Rostock Piranhas

Alles andere als ein Weiterkommen der Landshuter wäre sicherlich eine Riesenüberraschung. Und doch: Landshut träumt von einer Rückkehr in die DEL2 und sicherlich sind hier die Strukturen für einen Aufstieg gegeben, während die Rostocker mit dem Einzug in das Achtelfinale schon einen unglaublichen Erfolg erreicht haben. Die Fans an der Ostsee träumen vom Viertelfinale und sicherlich sollten die Niederbayern ihren Gegner nicht zu leichtnehmen. Besonders die Sturmreihe mit Bezouska, Kurka und Koopmann ist nicht zu unterschätzen. Ein großer Vorteil beim EVL besteht darin, dass sie immer mit vier Reihen agieren können, während der REC durchweg mit dreien auskommen muss. Im Toreschießen sieht es ähnlich aus wie bei Peiting vs Duisburg. 4,40 Treffer pro Spiel gegen 3,07 pro Spiel, 52:30 bei den Überzahltoren, aber lediglich ein 4:3 bei den Shorthandern. Extrem der Unterschied bei den Spezialisten. Hier haben die Landshuter mit 118,2 (22, +95,5 Prozent) gegen 98,7 Prozent (16,2+82,5) klar die Nase vorn. Sollte es, wider Erwarten, noch richtig eng werden, kann das Publikum der sechste Feldspieler sein und hier haben die Landshuter ein treues Publikum. 2268 Zuschauer/Spiel in der Meisterrunde, das war Südbestmarke. Gegner Rostock steht hier etwa bei 1000.

Tipp: Landshut wird die Heimspiele klar gestalten, in Rostock könnte es eng werden. Trotzdem ein 3:0 für Landshut.

Eisbären Regensburg – Herner EV

Zwei Mannschaften mit großer Eishockeytradition und fast den gleichen Zielen. Während die Herner noch am Aufbau sind, möchte Regensburg die nächste große Ära einläuten. Zwischen 2001 und 2008 waren die Eisbären in der 2. Bundesliga eine große Nummer, rochen im Frühling 2005 mit dem Erreichen des Halbfinales sogar am Finale, erreichten es nicht und 2008 war der Zauber vorbei und man fing wieder ganz unten an. Seit vier Jahren Stammgast in den Oberliga-Play-offs und jetzt hat man einen Kader, der in der Lage sein könnte, den Aufstieg zu realisieren. 28 Spieler, etliche mit Verträgen bis 2021 und 2022 ausgestattet, da soll die Motivation vorhanden sein, Herne auszuschalten. Der Glanz ist der Sturm. 240 Tore in 50 Spielen bedeuten 4,8pro Spiel aber auch Herne kann Tore schießen. Der HEV kommt auf 4,25 pro Spiel, Platz vier im Norden. Beide Mannschafen trafen im Powerplay je 61 Mal, bei den Shorthandern kam der EVR auf sagenhafte 16 Einschüsse, der HEV immerhin auch noch auf neun. Entscheidend könnte sein, dass gleich der Regensburger auf den ersten zehn Scorerplätzen stehen: Gajovsky, Divis und Flache. Herne ist dafür in der Breite gut aufgestellt, kann mit Snetsinger, Albrecht, Asselin, Marsall und Thielsch schnell zurückschlagen.

Tipp: Beide werden ihre Offensivkraft in die Waagschale werfen und es wird auf die Verteidigung ankommen, wer weiterkommt. Am Ende wird es Regensburg mit 3:2 Siegen schaffen.

Starbulls Rosenheim – Moskitos Essen

Beide würden gerne wieder in der 2. Liga spielen, aber ob der Aufstieg schon recht kommt, ist schwer zu sagen. Beide Mannschaften können mit einem ähnlichen Torverhältnis punkten, wobei Essen eventuell sogar die bessere Abwehr aufweisen kann. Im Duell der Stammtorhüter hat Essens Cerverny gegenüber Steinhauer die Nase vorn. In der Defensive sieht es etwas anders aus. Rosenheims führt von vier Routiniers (Bergmann, Draxinger, Meier, Neumann) geführt, Essen hat mit Kreuzmann nur einen erfahrenen Defender. Im Sturm sind beide Vertretungen von einigen Akteuren ziemlich abhängig. Rosenheim konnte mit Baindl, Witala und Höller drei Akteure unter den Top 35 platzieren, Essen muss sich hauptsächlich auf die Künste von McLeod und Miglio verlassen. Im Powerplay ist Essen hochgefährlich, traf 56mal, Rosenheim nur 36mal, dafür waren die Starbulls bei den Shorthandern mit 6:5 besser. Im personell ausgeglichenen Spiel trafen die Starbulls in jedem Spiel 3,10 Mal, Essen 2,85 Mal. 

Tipp: In dieser wirklich ausgeglichenen Serie werden kleinste Details entscheiden. Essen wird sich in fünf Spielen durchsetzen.

Saale Bulls Halle – ECDC Memmingen Indians

Beide Mannschaften haben mit ihren Platzierungen und dem lockeren Erreichen der Play-offs ihr Hauptziel erreicht und ab jetzt ist alles nur noch ein schicker Zugewinn. Halles Stärke ist eindeutig die Offensive. Mit 220 Toren wurden 4,58 Tore pro Spiel erzielt, das war im Norden Platz drei. Memmingen konnte sich in der eigenen Liga lediglich 154 Mal durchsetzen (3,08 Mal pro Spiel). Stars bei Halle sind die drei Kanadier Burns, Mosienko und Francis, während für Memmingen vieles abhängt vom neuen Publikumsliebling Kumeliauskas, sowie von Mudryk und Miettinen. Auch die Defensive von Halle scheint gefestigter, auch wenn die Indians mit Vollmer eventuell den besseren Torwart aufbieten können. Obwohl beide Mannschaften im Schnitt 1400 Zuschauer aktivieren können, gelten die Indians-Fans als besonders heiß, konnten ihre Lieblinge zu Siegen gegen Peiting und Regensburg peitschen.

Tipp: Auch hier wird es sehr eng werden. Wenn die Indians die gegnerische Offensive in den Griff kriegen, wird es für Halle eng. Trotzdem werden sich die Bulls mit 3:2 durchsetzen.

EC Hannover Indians – Selber Wölfe

Auch in dieser Serie wird es sicher kein 3:0 geben. Die Indians, Mitte Januar noch weit von Spitzenform entfernt, haben sich danach zusammengerissen und von 15 Spielen 14 gewonnen. Das beeindruckte die gesamte Liga und so sieht sich Selb als Außenseiter. Aber auch als Underdog kann man für Überraschungen sorgen, das haben in den letzten Jahren auch die Indians mehrfach gezeigt. Die hannoversche Stärke ist eindeutig das Kollektiv. Die Mannschaft ist die treibende Kraft, nicht der Einzelne und so ist es dann auch kein Wunder, wenn die Spitzenstürmer der Indians in der Scorerliste nicht ganz vorne zu finden sind. Im Tor könnte Hannovers Beech hauchdünn die Nase vor Deske haben, der im Übrigen den Pferdeturm seit seinem Engagement vor zwei Jahren gut kennt. In der Defensive fehlt Selb seit Saisonbeginn der Tscheche Povizil. Somit haben die Franken mit Ondruschka nur eine Leitfigur hinten, während die Indians in der Defensive die fehlende Routine mit Kampfkraft ausgleichen. Evtl. hat hier Selb, auch sehr knapp, einen kleinen Vorsprung. Im Sturm gehen beide Mannschaften mit einem Topstürmer um die vierzig Jahre ins Rennen. Bei den Indians Andreas Morczinietz, bei Selb Lanny Gare. Zu Gare gesellen sich noch Gollenbeck, Topscorer McDonald und Graaskamp, zu Morczinietz Pohanka, Norris und Bosas. Hier könnte wiederum Hannover knapp vorne liegen. In der Torestatistik liegen beide Verein gleich und bei den Spezialisten haben die Indians mit 101,6 Prozent zu 100,9 Prozent auch die Nase hauchdünn vorn. Evtl. entscheidet das Publikum, denn die Indians zogen im Schnitt 2600 Zuschauer, bei den letzten Play-offs waren es 3800, Selb kommt nur auf 1300.

Tipp: Auch hier wird es äußerst spannend. Die Indians werden sich in fünf Spielen durchsetzen.

Hannover Scorpions – Blue Devils Weiden

Die Scorpions wollen es wissen. Nach einigen mageren Jahren wurde mit dem Zusammenschluss der beiden Scorpions-Vereine eine Mannschaft geboren, die zur gesamten Oberligaspitze gehört und jetzt mit dem Aufstieg den nächsten Schritt machen soll. Weiden dagegen hat mit dem sicheren Erreichen der Play-offs alles erreicht, möchte die schönste Zeit des Jahres lediglich so lange wie möglich mitmachen. Obwohl das hannoversche Glanzstück der Sturm ist, sind die Scorpions vermutlich auch im Tor besser bestückt. Stammkeeper Mathis ist immer für einen Glanztag gut und auch Salvarani hat sein Talent schon bewiesen. Weiden dagegen setzt auf regelmäßige Einsätze der Keeper Filimonov und Wiedemann, die beide nur Durchschnitt darstellen. In der Defensive fehlt den Scorpions Schütt, der mit einer Schulterverletzung vermutlich nicht mehr einsatzfähig ist, an allen Ecken und Enden. Eventuell wird Fischer, der zuletzt als Stürmer glänzte, wieder zurück in die Defensive geholt. Weiden kassierte am Ende fast vier Gegentore pro Spiel, hat also auch hier Nachholbedarf. Der Sturm der Scorpions ist über allen Zweifeln erhaben. Mit Björn Bombis und Patrick Schmid spielen zwei der drei Oberligabesten für die Mellendorfer. Dazu gesellen sich die beiden Kanadier Wilkins und Niddery sowie noch Lehmann, Dejdar, Blank und weitere starke Einzelspieler, die alle für Tore gut sind. Weiden dagegen lebt in der Hauptsache von Abercrombie und Rubes. Top auch die Spezialisten der Scorpions. Ihr Powerplay erreichte über die gesamte Saison einen Schnitt von 30,4 Prozent und ist Ligaspitze, Weidens Penaltykilling liegt bei 75 Prozent. Das spricht für sich.

Tipp: Die Scorpions sind Favorit und werden dies auch deutlich zeigen. Weiden wird sich zumindest ein viertes Spiel gönnen, daher 3:1 für die Scorpions.

Tilburg Trappers – EV Lindau Islanders

Tilburg würde gerne aufsteigen und darf nicht und möchte es sich wiederum beweisen, dass man in der Oberliga das beste Team ist und die Lindauer haben zum ersten Mal die Play-offs in dieser Klasse erreicht, sind damit glücklich und möchte die Serie gegen Tilburg einfach nur genießen. In allen drei Mannschaftsteilen sind die Tilburger besser besetzt, haben mehr Zuschauer und auch die Spezialisten sind besser, wobei ausgerechnet in dieser Disziplin die Bodenseer noch am besten mithalten können. Tilburg kommt auf 109,3 Prozent (23,3 + 86), Lindau auf sehr gute 104,2 Prozent (18 + 86,2). In einer einzigen Disziplin sind die Islanders besser und zwar in der Fairness. Obwohl sich die Tilburger gegenüber ihrer ersten Oberligasaison deutlich fairer verhalten haben, kamen sie am Ende auf 14,5 Strafminuten, während die Islanders bei nur 7,0 Minuten den Weg zur Strafbank scheinbar gar nicht kennen.

Tipp: Die Islanders werden sich heftig wehren, vor allem im eigenen Stadion aber die Tilburger nehmen die Hürde mit 3:0 Siegen.

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Oberliga Nord Hauptrunde

Sonntag 20.10.2019
Tilburg Trappers Trappers
4 : 3
Hannover Indians Hannover
Black Dragons Erfurt Erfurt
1 : 5
ESC Moskitos Essen Essen
Icefighters Leipzig Leipzig
3 : 2
Hannover Scorpions Hannover
Saale Bulls Halle Halle
2 : 3
Füchse Duisburg Duisburg
Herner EV Herne
6 : 2
Krefelder EV Krefeld
Rostock Piranhas Rostock
5 : 3
Crocodiles Hamburg Hamburg

Oberliga Süd Hauptrunde

Sonntag 20.10.2019
EV Füssen Füssen
3 : 2
ECDC Memmingen Memmingen
Höchstadter EC Höchstadt
1 : 3
Starbulls Rosenheim Rosenheim
Selber Wölfe Selb
4 : 3
ERC Sonthofen Sonthofen
EV Lindau Lindau
6 : 5
Eisbären Regensburg Regensburg
SC Riessersee Riessersee
1 : 2
Blue Devils Weiden Weiden
Deggendorfer SC Deggendorf
4 : 5
EC Peiting Peiting
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