Das Halbfinale naht - EHC München gewinnt auch in Rosenheim

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Der Ausgang der zweiten Playoff-Partie zwischen München und Rosenheim war ungleich knapper als beim ersten Aufeinandertreffen. Der Sieger indes war der gleiche. Der EHC München setzte sich mit 3:2 (1:2,1:0,1:0) durch und steht nunmehr mit einem Bein in der Vorschlussrunde. Vor 4009 Zuschauern ging Rosenheim zweimal durch Brandstätter und Schiffl in Führung, beide Male glich Alexander Wedl für die Gäste aus. Im Schlussabschnitt entschied Mike Burman die enge Begegnung mit einem überlegten Treffer.



Zweifelsohne gehörte die Anfangsphase den Gastgebern, die aggressives Forechecking praktizierten, den EHC dadurch nicht zur Geltung kommen ließen. Der frühe Führungstreffer kam den Starbulls dabei natürlich bestens zu Pass. Gut eine Minute war gespielt, als Thomas Brandstätter sich völlig frei vor Jochen Vollmer wiederfand und keine Mühe hatte die Scheibe im Netz unterzubringen. Die Münchner brauchten etwas, um sich ihrer Behäbigkeit zu entledigen, profitierten aber nach etwa zehn Minuten von ungestümen Körperattacken der Rosenheimer, die ein vierminütiges Powerplay nach sich zogen. Hierbei gelang Alex Wedl per Direktschuss der Ausgleich. Eine Kopie des ersten Treffers war die neuerliche Führung der Hausherren durch Heini Schiffl, nur dieses mal in numerischer Überlegenheit. Mit diesem knappen aber nicht unverdienten Vorsprung ging es in die Kabine. Weiter ging es fortan mit wechselnder Überzahl, woraus allerdings keinerlei Torgefahr entsprang. Einzig Schorschi Kink tauchte urplötzlich am kurzen Pfosten auf, musste sich aber der Stockhand Häuslers geschlagen geben (26.). Die größte Chance zum Ausgleich hatte Tim Leahy, der bei seinem Alleingang erst von Häusler gestoppt wurde (35.). Zum Gleichstand reichte es aus Sicht des EHC aber dennoch. Wieder war es Alex Wedl, der geschickt freigesperrt wurde und kurz vor der Sirene von der blauen Linie traf.

Zu Beginn der letzten zwanzig Minuten unterstrich Mike Burman einmal mehr seinen Stellenwert für den EHC. Von der blauen Linie verzögerte er den Schuss so lange, bis er freie Bahn hatte. Gegen den überlegten Schlenzer des Ex-Nauheimers war Oliver Häusler ohne Abwehrmöglichkeit. Im darauf folgenden Powerplay des SBR wäre Ron Newhook beinahe per Fast-Break eine Vorentscheidung gelungen. Als Referee Stefan Vogl in der nächsten Szene auch noch Robin Riemel auf die Sünderbank schickte, mussten die Gäste rund anderthalb Minuten eine brenzlige Situation überstehen. Großartige Torgefahr versprühten die Starbulls hierbei allerdings nicht. Überhaupt schien die Kraft bei den Grün-Weißen ob des hohen Anfangstempos nun etwas zu schwinden. Einen Stasiuk-Knaller aus der Halbdistanz parierte Jochen Vollmer glänzend, dann war es vorbei mit der Gefahr seitens des Aufsteigers. München beschränkte sich darauf, die knappe Führung ins Ziel zu bringen, war verständlicherweise kaum noch in der Angriffszone zu finden. Der sechste Feldspieler für die letzten 40 Sekunden brachte keine Veränderung mehr.

Rosenheims Trainer Chyzowski gab Durchhalteparolen aus, er gibt die Runde noch lange nicht verloren. Christian Winkler auf Münchner Seite sah das ebenso: „Man hat in derartigen Serien schon viel erlebt.“ Er zeigte sich aber glücklich über den knappen Sieg. „Wir wussten, dass Rosenheim Gas geben würde und waren drauf eingestellt. Joey Vollmer hat heute überragend gehalten.“ (orab)

Tore:

1:0 (01:15) Brandstätter (Rupp/Kraxner), 1:1 (13:02) Alex Wedl (Hiemer 5-4), 2:1 (15:28) Schiffl (Struch 5-4), 2:2 (19:19) Alex Wedl (Leinsle, v. Schilcher), 2:3 (42:50) Burman

Strafen: Rosenheim 12 - München 16

Zuschauer: 4009

Schiedsrichter: Stefan Vogl (EC Thanning) – Martinschek, Ostler