Das 45. Revier-Derby gegen Herne

Ein kleiner SchrittEin kleiner Schritt
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22 Mal musste der EHC Dortmund bisher am Herner Gysenberg antreten, 22 Mal empfingen die Westfalen Elche in ihrer Vereinsgeschichte eine Herner Mannschaft an der Strobelallee. Nun steht am Freitag im Eissportzentrum Westfalenhallen ab 20 Uhr also das 45. Revierderby gegen die Nachbarstädter auf dem Oberliga-Spielplan. In den Anfangszeiten des EHC war es der (alte) HEV, dann die ESG (als Konkurrenzverein gegründet), dann die HEG (als Zusammenschluss beider Herner Vereine gedacht), zum Schluss der HEV 2007 (nebst 1b). Die Bilanz ist aus Dortmunder Sicht nicht sehr positiv, das ändert aber nichts an der Motivation. Im Gegenteil, vor allem in den letzten Jahren lieferten sich beide Teams eigentlich immer packende Duelle. Die beiden Play-Off-Finalspiele Ende März 2008 werden z.B. wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Auch in dieser Spielzeit trafen sich beide Teams schon dreimal. Zuerst in der Vorbereitungszeit beim Pokalfinale in Eindhoven, dann im Kampf um Oberligapunkte Ende Oktober letzten Jahres an der Strobelallee und Mitte Dezember in Gelsenkirchen (dem momentanen Ausweichquartier des HEV). In den Niederlanden gewannen die Elche knapp mit 2:1, beim Heimspiel in der Meisterschaft ging es ebenso knapp zu. Hier musste der EHC sich trotz einer 3:1-Führung sich Ende der Cleverness des Liga-Favoriten mit 3:4 beugen. Die Partie in Gelsenkirchen ging dann mit 6:1 klar an die Herner, allerdings mussten die Elche damals verletzungsbedingt ohne ihre drei wichtigen Kontingentspieler antreten. Nun gibt es das nächste Duell. „Man muss über den Tabellenführer nicht viel sagen. Die Mannschaft ist auf allen Positionen hervorragend besetzt, einen klareren Aufstiegsfavoriten gibt es in der Liga nicht. Wir gehen als Außenseiter in dieses Spiel, werden uns aber sicherlich nicht kampflos ergeben. Herne hat als Spitzenreiter momentan zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiten, hat aber auch schon einige Spiele abgegeben. Wir haben in der Woche gut gearbeitet und hoffen nun auf die entsprechende Unterstützung von unseren Fans“ lautet der Appell von Frank Gentges.

Der EHC-Coach sieht sein Team auch im zweiten Spiel des Wochenendes am Sonntag in Landsberg (18 Uhr) in der Außenseiterrolle. „Die Landsberger haben in den letzten Wochen enorm an Boden gut gemacht und stehen nicht umsonst einen Rang hinter uns in der Tabelle auf Platz vier. Für uns sind die nächsten zwei Monate quasi Pre-Play-offs. Es geht um jeden Punkt um eine möglichst gute Platzierung unter den besten Acht zu erreichen. Da ist jeder Punkt wichtig.“ Die beiden bisherigen Aufeinandertreffen konnten unterschiedlicher nicht verlaufen. Im Oktober gab es einen klaren und souveränen 8:1-Erfolg der Westfalen Elche am Lech, im Dezember konnten sich die Oberbayern aber in Westfalen revanchieren und beim EHC mit 6:1 revanchieren. Es war das ‚ausländerfreie‘ Wochenende der Elche und die Gäste nutzten ihre Chancen effektiv mit vier Treffern in den letzten siebeneinhalb Minuten zu diesem zu hohen Sieg. Am Sonntag werden die Karten nun neu gemischt. Beim EHC hat sich personell im Vergleich zum Vorwochenende nichts geändert. Verteidiger Tim Gregoire fehlt weiterhin krankheitsbedingt. Stürmer Kevin Thau hat in dieser Woche zwar nach seiner Fussverletzung das Training wieder aufgenommen, aber Frank Gentges will (zumindest zuerst) die Reihen unverändert lassen.

Das Treffen von DEB und ESBG mit den nördlichen Landesverbänden am letzten Samstag in Hannover wurde vom EHC zur Kenntnis genommen. Dort wurden Vereinbarungen hinsichtlich der Zukunft der Oberliga getroffen, die allerdings noch der Zustimmung durch die DEB-Mitgliederversammlung bedürfen. „Es macht wenig Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt aus Sicht des EHC offizielle Stellungnahmen zu den aktuellen Ergebnissen abzugeben. Wir konzentrieren uns auf den sportlichen Bereich der momentanen Saison“, so der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH des EHC, Günter Kuboth. In Hannover wurde vereinbart „dass eine dritte, semiprofessionelle Liga als Unterbau der 2. Bundesliga sowie Sprungbrett für deutsche Nachwuchsspieler dringend benötigt wird und nur mit regionalem Spielbetrieb durchgeführt werden kann.“ Dementsprechend soll es ab der nächsten Saison drei Oberligen (Süd, Ost und Nord-West) geben, wobei letztere mit einer regionalen Vorrunde Nord bzw. West beginnen soll. Die Meinung von EHC-Sportmanager und Cheftrainer Frank Gentges zu diesen Plänen ist deutlich: „Der Verein bzw. die Spielbetriebs GmbH des EHC hat sehr große finanzielle Anstrengungen unternommen um als Gesellschafter der ESBG in der Oberliga anzutreten. Von daher kann ein ‚Abschieben‘ in den Landesverband nicht so ohne weiteres hingenommen werden. Deshalb konzentrieren wir uns um so mehr auf die sportlichen Ziele der aktuellen Saison.“

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