Cleverer 4:2-Sieg der Falken in Ratingen

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Nicht immer gewinnt die nach der Chancenanzahl bessere Mannschaft. So

war es auch am gestrigen Dienstag, als die Heilbronner Falken bei den

Ratinger Ice Aliens zu Gast waren. Danny aus den Birken konnte sich

über mangelnde Beschäftigung jedenfalls nicht beschweren.


Die Außerirdischen begannen druckvoll und aus den Birken musste schon

in der ersten Spielminute retten. Der starke Beginn versprach eine

spannende Partie. Zunächst waren jedoch die Ratinger die aktive

Mannschaft auf dem Eis und ließen selbst bei Überzahl für die Falken

kaum Schüsse zu. Es schien, als müssten die Käthchenstädter die ca. 350

km lange Anreise erst noch aus den Knochen bekommen. So beschränkten

sie sich zunächst auf die Verteidigung. Dies gelang auch ganz gut, bis

sich Petrozza wegen Stockschlags auf der Strafbank wiederfand. Das

Powerplay der Rot-Weißen strahlte weitaus mehr Gefahr aus und so musste

nicht nur aus den Birken alles aus sich rausholen, es wurde auch das

Torgestänge zur Mithilfe bewogen. Doch bei einer schönen Kombination

von André Grein, der hinter dem Tor auf Ryan Smith passte, hatte aus

den Birken keine Chance. Die Gastgeber führten verdient mit 1:0. Fortan

wachten die Württemberger etwas auf und kamen ihrerseits zu Chancen.

Die Größte vergaben Chris Stanley und Frank Petrozza, als letzterer den

Puck auf dem Weg ins Tor aus Versehen wieder in die Gegenrichtung

lenkte. Manch einer hatte sich mit dem Rückstand im ersten Drittel

schon abgefunden, die Falken aber noch nicht. Bei einer

5-gegen-3-Überzahlsituation 33 Sekunden vor Drittelende markierte T.J.

Caig mit einem satten Schlagschuss unter die Latte den Ausgleich. Nur

zehn Sekunden später bei 5-gegen-4 erhöhte Chris Stanley gar auf 2:1.


Im Mittelabschnitt entwickelte sich ein munteres Spiel mit Chancen auf

beiden Seiten. Wobei die gefährlicheren Chancen auf Ratinger Seite zu

sehen waren und Danny aus den Birken ab und an wahre Wunder

vollbrachte. Die Spannung flachte etwas ab, als Andre Schietzold nach

einem Zuckerpass von Frank Petrozza im Alleingang auf die Reise

geschickt wurde und bilderbuchreif verwandelte. Ab diesem Moment saßen

die Württemberger auf einmal fast konstant auf der Strafbank, ob

berechtigt oder nicht liegt wohl im Auge des Betrachters.


Auch im Schlussabschnitt hatten die Falken zunächst einige

Unterzahlsituationen zu überstehen, die sie aber bravourös meisterten.

Unter anderem auch eine doppelte Unterzahl, als sich sowohl Heiko

Vogler als auch Jean-Francois Caudron eine überflüssige Strafe

einhandelten. Gerade als Vogler das Eis wieder betrat, passierte es:

Jan Taube gelang der Anschlusstreffer für die Aliens. Neun Minuten

waren noch zu spielen und an Spannung kaum zu überbieten. Ratingen

mobilisierte nochmals all seine Kräfte und stürmte auf das Drittel der

Falken ein. Gerade in der größten Druckphase schwächten sich die Aliens

selbst durch eine Strafzeit. Doch Coach Thomas Popiesch entschied sich

in einer Auszeit dafür, Torwart Ronny Glaser für einen fünften Mann vom

Eis zu nehmen. Dies nutzte Luigi Calce, um mit dem 4:2 ins leere Tor

den Schlusstreffer für die Falken zu setzen.


Auswärts hui, daheim (meist) pfui, so lautet wohl die Devise der

Falken, denn nach der bitteren Heimniederlage gegen die Blue Devils

Weiden am Sonntag wurden die Fans nun mit einem packenden

Eishockeyspiel in Ratingen entschädigt. Nichts für schwache Nerven.

Nach fünf Tagen Powerprogramm dürfen sich die Spieler nun einen Tag

Ruhe gönnen, um sich am Donnerstag erneut auf die Aufgaben des

Wochenendes vorzubereiten. Am Freitag sind die Käthchenstädter in

Peiting zu Gast, am Sonntag gastiert der TEV Miesbach in der

Knorr-Arena.



FG82