Chancen im Überfluss, aber trotzdem kein Sieg

Schon wieder zweistellig verlorenSchon wieder zweistellig verloren
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Eine 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)-Niederlage musste der Deggendorfer SC in der Oberliga beim 1. EV Weiden einstecken. Im ganzen Spiel bot sich letzlich das gleiche Bild wie beim Heimspiel gegen Peiting. Fire machte das Spiel, war aber nicht in der Lage den Puck im Tor unterzubringen. So scheiterte alleine Thomas Greilinger fünf Mal mit hochkarätigen Chancen vor Benjamin Voigt im Tor der Weidener. Diese Fahrlässigkeit sollte sich im Spielverlauf rächen, denn Weiden war sicher kein übermächtiger Gegner und durchaus zu schlagen. Doch im Vergleich zu Deggendorf hatten sie das nötige Quäntchen Glück. Dieses fehlte Fire zum Beispiel in der 15. Spielminute, als die Scheibe frei liegend vor Voigt liegen blieb, jedoch kein Stürmer als Abstauber vor dem Tor stand. Weiden war meistens kurz und intensiv am Druck ausüben, nur mit einem starken Reinhard Haider konnte das 0:0 nach 20 Minuten gehalten werden.

Zu Beginn des zweiten Drittels legten die Blue Devils zunächst los wie die Feuerwehr und hatte einige Chancen. Fire konnte sich jedoch immer wieder retten, die Abwehr stand zunächst relativ sicher. In der 23. Spielminute hatte Thomas Kulzer eine Riesenchance, doch er schoss direkt in die Fanghand des Torhüters. „Bei Thomas fürchte ich, dass es mittlerweile eine Kopfsache ist. Der braucht einfach mal ein Erfolgserlebnis, vielleicht läuft es dann wieder besser“ sagte Günter Eisenhut am Freitag nach der Begegnung gegen Peiting. Fast im direkten Gegenzug fiel das 1:0 für Weiden. Sebastian Wolsch schoss aus kurzer Distanz und spitzem Winkel auf das Tor von Haider, der die Scheibe passieren lassen musste. Deggendorf wollte jedoch das Ergebnis wieder egalisieren und machte viel Druck. Weiden konnte sich nur durch Icings retten. So schlug Greilinger drei Mal allein vor dem Tor stehend jeweils über den Puck (25.), Ruderer hatte nach Zuspiel von Thomassian ebenfalls eine riesen Chance!

, scheiterte am starken Voigt (28.). Mitten in einer Drangphase von Weiden konnte die Scheibe zu Greilinger gespielt werden, der jedoch erneut seine Chance vergab. Im direkten Gegenzug kam die Scheibe frei vor das Tor von Haider. Die Scheibe konnte nicht weggeschossen werden, so dass sich Miika Jäske nicht zwei Mal bitten lies und den Puck im Tor versenkte. Mit dem Schlusspfiff hatte der DSC noch eine Chance durch Thomassian, welcher dann auch verletzt am Boden liegen blieb. „Eric hat einen Schlag gegen das Knie bekommen und blieb deshalb erst einmal liegen. Zum Glück konnte er aber weiter machen“, sagte der sportliche Leiter des DSC, Christian Zessack.

So ging Fire mit vollem Elan in das letzte Drittel, um den Rückstand vielleicht noch zu egalisieren. Eisenhut stellte die Abwehrreihen um, an der Seite von Schinköthe verteidigte nun Philipp Weinzierl, Schreyer und Wolfgramm mussten sitzen bleiben. Diese Maßnahme verbesserte zwar die Abwehrleistung, der Sturm blieb jedoch weiterhin stark – im Chancen nicht nutzen. In der 44. Minute fand ein Angriff der Blue Devils wieder den Weg ins Tor. Diverse hochkarätige Chancen haben sich die Gastgeber im Powerplay erspielt. Haider konnte fast alles abwehren, bis letztlich die Scheibe vors Tor zum frei stehenden Wolsch gespielt wurde. Dieser nutze seine Chance und erzielte das 3:0. Beim DSC ging nun nicht mehr all zu viel zusammen, das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin. Chancen gab es zwar noch, aber diese waren nicht zwingend genug so dass sich daraus ein Tor hätte ergeben können. Im Gegenteil: Haider musste sogar noch einmal hinter sich greifen. Weiden setze sich im Angriffsdrit!

tel fest und übte Druck auf das Tor aus. Ein Schuss konnte nicht sicher gehalten werden, und Jäske nutzte einen der mehreren Nachschüsse zum entscheidenden 4:0 (53.). Im letzten Powerplay des Spiels setzte sich Fire nochmals fest und gab ein paar Schüsse ab, jedoch sprang nichts zählbares dabei raus. Erst zwei Sekunden vor Schluss erlöste Thomas Greilinger die Fans, er brachte den Puck im Tor von Benjamin Voigt unter und vermasselte ihm schließlich den Shutout. Schinköthe hielt von der blauen Linie drauf, Sicinski fälschte den Schuss zu Greilinger ab, welcher wenig Mühe hatte das Tor zu erzielen. Es war das erste Stürmertor von Fire seit dem Spiel in Rostock.

Tore: 1:0 (24.) Wolsch (Fendt), 2:0 (37.) Jäske (Fournier), 3:0 (44.) Wolsch (Hagn, Herbst/5-4), 4:0 (53.) Jäske (Hausmanninger, Hagn), 4:1 (60.) Greilinger (Sicinski, Schinköthe). Strafen: Weiden 14,

Deggendorf 6 + 10 (Simbeck). Zuschauer: 1180.