Caps verjagen zahnlose Füchse

Preussen haben die LizenzPreussen haben die Lizenz
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Aufsteiger gegen Absteiger. Eigentlich eine klare Angelenheit. Das war sie auch, allerdings besiegte der Oberliga-Aufsteiger Berlin Capitals den Zweitliga-Absteiger Lausitzer Füchse mit 7:2 (2:0, 3:0, 2:2). Zu Beginn mussten die Capitals gleich mit vollen Einsatz verteidigen. Michael Fadeev musste bereits nach 34 Sekunden auf die Strafbank. Nur mit viel Einsatz und Geschick konnten die Berliner einen frühen Rückstand vermeiden. Beide Mannschaften spielten zu Beginn sehr aggressiv. Der Weisswaseraner Linke saß noch kaum auf dem Sünderbänkchen, da schnappte sich Jan Schertz die Scheibe und überwand den Lausitzer Goalie Iro Itämies mit einem Schlenzer zur Berliner Führung. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel, indem beide Goalies im Mittelpunkt standen. Beide Teams spielten mit offenen Visier. Besonders im Überzahlspiel zeigten sich die Capitals abgeklärt. Mit einem Kracher von der blauen Linie überwand Capitals-Kapitän Marko Rentzsch Keeper Iro Itämies erneut in Überzahl zur verdienten 2:0-Führung. Die Lausitzer schienen völlig von der Rolle zu sein, denn selbst der dritte Capitals-Block zauberte im Angriffsdrittel die Mannen von Trainer Sekera durcheinander. Nur dank der großartigen Leistung von Itämies blieb es bei der Berliner 2:0-Führung. Die Pause dauerte durch einen schlimmen Unfall doppelt so lange. Ein Fan aus der Lausitz war über eine Absperrung geklettert und dann aus etwa sechs Meter Höhe abgestürzt. Er wurde direkt ins Krankenhaus gebracht. Dieses Unglück schien die Berliner geschockt zu haben. In den ersten Minuten des zweiten Drittels stand Capitals-Goalie Kristoffer Martin im Blickpunkt des Geschehens. Dann aber erhöhte in der 28. Minute Kay Hurbanek für die Capitals mitten in der Lausitzer Druckphase auf 3:0. Viel Glück hatten die Lausitzer in der 33. Minute, als Patrick Czajka völlig frei vor Itämies auftauchte und scheiterte. Mehr Glück hatte Sebastian Geistler. Er drücke einen Abpraller von Itämies zur 4:0-Führung über die Linie. Und es sollte noch schlimmer für die Füchse kommen. In der 39. Minute enteilte Pattrick Czajka erneut der gesamten Füchseabwehr und ließ in seinem zweiten Versuch Itämies keine Chance und erhöhte auf 5:0. Die Füchse reagierten nun gefrustet. Schiedsrichter Kathmann schickte Martin Sekera nach Drittelende zum Abkühlen. Im letzten Drittel präsentierten sich die Füchse ohne jeglichen Biss. Selbst ein 5:3-Überzahlspiel brachte keinen Torerfolg. Die Disziplin brachte die Füchse heute auf die Verliererstraße. Bei 5:3-Powerplay erhöhte Jan Schertz in der 50. Minute auf 6:0. Auffällig auf Lausitzer Seite besonders Greg Schmidt. Er kassierte in der gesamten Partie sechs Zweiminutenstrafen. In der 53. Minute gab es Ergebniskosmetik. Der Weißwasseraner Jörg Wartenberg erzielte das erste Tor für die Füchse. Das schien ihn so motiviert zu haben, dass er nur 55 Sekunden Später auf 2:6 verkürzte. Aber die vielen Strafen, die Schiedsrichter Heino Kathmann im letzten Drittel für beide Mannschaften aussprach, brachte den Spielverlauf durcheinander. Dennoch erhöhte Czajka noch auf 7:2 für die Berliner. Tragisch ist allerdings der Ausfall von Michael Fadeev für die Capitals. Nach Pavel Gross und Florian Eichelkraut fällt mit ihm der dritte Leistungsträger für einen längeren Zeitpunkt aus. Nach der ersten Diagnose sprach Trainer Brockmann von vier bis sechs Wochen Pause.

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Tore: 1:0 (05:43) Schertz (Czajka, Rentzsch) 5-4, 2:0 (15:46) Rentzsch (Forslund) 5-4, 3:0 (28:41) Hurbanek K. (Czajka, Tittus), 4:0 (33:59) Geistler (Rentzsch, Tittus) 5-4, 5:0 (38:55) Czajka (Tittus, Schertz), 6:0 (49:51) Schertz (Tittus, Hoffmann) 5-4, 6:1 (52:33) Wartenberg (Pohling, Linke) 4-5, 6:2 (53:28) Wartenberg (Engel, Vait) 4-5, 7:2 (56:26) Czajka (Schertz, Rentzsch) 5-4. Strafen: Capitals 20 - Füchse 26 + 10 Sekera. Schiedsrichter: Kathmann. Zuschauer: 2486.

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