Capitals beim Heimstart erfolgreich - 5:3 gegen Selb

Preussen haben die LizenzPreussen haben die Lizenz
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Fans der Berlin Capitals blickten trotz der 3:1 Niederlage gespannt

nach vorne. Sie waren sich siegessicher. Gespannt waren sie allerdings schon wie

sich die Mannschaft ohne ihren Verletzten Stürmerstar Pavel Gross gegen

die erfahrenen Franken behaupten kann.

Und die Capitals begannen sehr druckvoll. Patrick Czajka prüfte bereits nach 46

Sekunden Selbs Goalie Kai Fischer. Der konnte von Selbs Porzig nur durch

ein Foul gestoppt werden. Berlin Rückkehrer Lars Hoffmann erzielte bereits in der

2. Min im Powerplay nach schöner Vorarbeit von Florian Eichelkraut das 1:0

für die Berliner. Danach entwickelte sich ein recht schnelles Spiel mit leider sehr

viel unnötigen Härten, da Hautschiedsrichter Kadow jegliche Linie

vermissen ließ. Ständig gab es ein Haken, Nachschlagen und sonstige Vergehen. Beide

Mannschaften mühten sich reichlich, aber beide Goalies hatten wenig Probleme

ihre Mannschaften im Spiel zu halten. Mit der Berliner Führung ging es dann

erstmals in die Kabinen.

Die Capitals kamen erneut sehr stürmisch aus der Kabine und schon bald

schlug erneut das Sturmduo Hoffmann/Eichelkraut zu. Diesmal erzielte

Florian Eichelkraut das Tor zur 2:0 Führung. Die Berliner nahmen das Zepter in die Hand

und setzten die Selber ständig unter Druck. Dennoch blieben die Wölfe mit ihren

wenigen Kontern gefährlich. In der 31. Min verkürzte Stephan Trolda zum

2:1 und brachte damit sein Team wieder zurück ins Spiel. Allerdings nur 70 Sekunden,

denn Capitals Kapitän Marko Rentzsch erhöhte auf 3:1. Die geschockten

Wölfe verloren den Überblick und Jonas Forslund hämmerte nur 37 Sekunden später

zum 4:1 den Puck unter die Latte. Selbst der zu BSC Preussen Bundesligazeiten in

der zweiten Mannschaft in der Regionalliga und später bei den Eisbären in der

Bundesliga spielende Deutsch-Kanadier Marc Garthe verlor vollends den

Überblick. Kaum ein Pass kam noch an. Erst gegen Drittelende fingen sich die

Selber wieder und mit der sicheren 4:1 Führung ging es dann in die Pause.



Die Capitals kontrollierten das Spiel auch im letzten Drittel. Die Selber Wölfe

wirkten zeitweise demoralisiert. Selbst aus aussichtsreicher Position konnte

Selbs Holger König die Scheibe nicht am hervorragend agierenden Caps-Goalie

Kristoffer Martin im Berliner Gehäuse versenken. Erst als die

Wölfe in der 53. Min ein 5:3 Überzahlspiel hatten, wurden sie wieder agiler.

Gebracht hat es den Wölfen allerdings nichts, außer einen Penalty, verursacht

von Timo Ahmaoja an Jan Schertz. Diesen verwandelte Capitals Kapitän sicher und

souverän. Die wütenden Selber stemmten sich einem Debakel entgegen und Vaclav

Mandous verkürzte in der 55. Min auf 5:2. Sie machten mächtig Druck und in

der 58. Min schlug es erneut im Kasten von Kristoffer Martin ein. Diesmal

konnte ihn Selbs Jouni Kulonen mit dem 5:3 überwinden. Selbs Trainer Tapio

Rautalammi nahm zwar noch seinen Goalie raus, aber es brachte nichts mehr. Mit 5:3

besiegten die Capitals die Wölfe aus Selb.



Trainerstimmen:

“ Andreas Brockmann: Ich bin zufrieden. Durch die schnelle 1:0 Führung hat sich

meine Mannschaft den Druck des ersten Heimspiels schnell genommen. Wir müssen

60 Minuten konzentriert arbeiten. Nur dann können wir solche Spiele sicher

nach Hause bringen. In dieser Liga kann (fast) jeder jeden Schlagen.


Tapio Rautalammi:

“Wir haben nicht nur vier Stunden im Bus gesessen, wir haben auch

das erste Drittel völlig verschlafen und sind erst gegen Spielende aufgewacht..

Meine Mannschaft hat sich noch nicht richtig gefunden und die Torjäger treffen

noch nicht. Aber das wird schon noch.“


Tore:

1:0 1:29 (Lars Hoffmann (Eichelkraut)

2:0 21:05 Florian Eichelkraut (Hoffmann)

2:1 30:06 Stephan Trolda (Mandous)

3:1 31:16 Marko Rentzsch (Hoffmann, Eichelkraut)

4:1 31:53 Jonas Forslund (Schertz)

5:1 54:02 Marko Rentzsch (Penalty)

5:2 54:34 Vaclav Mandous (Holden, Trolda)

5:3 57:58 Jouni Kulonen (Eden)


Zuschauer: 1.936


Schiedsrichter: Stephan Kadow