Black Hawks stehen vor vierter Oberligasaison

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Im Vorjahr konnten die Eishockeyfreunde mit der Unterstützung ihrer Partner noch knapp eine drohende Insolvenz abwenden, doch in diesem Jahr sind die Vorzeichen wieder ganz andere. Zum Einen wurden aus der bundesweiten eingleisigen Liga vier regionale Gruppen geformt, zum Anderen treten die Black Hawks mit einem stark verjüngten Kader an. Die Oberliga Süd, in der Passau antreten wird, verspricht dabei eine sehr interessante Gruppe zu werden. Neben altbekannten Namen wie Peiting, Füssen, Bad Tölz und Deggendorf stellen sich drei weitere hochkarätige neue Gegner in der Eis-Arena vor. An Regensburg werden sich die Black Hawks bereits in den Vorbereitungsspielen messen, gegen Selb spielten sie zuletzt in der Bayernliga und gegen den Altmeister vom SC Riessersee dagegen geht es zum ersten Mal.

Genauso neu wie die Ligenzusammensetzung sieht auch die Mannschaft der Black Hawks aus. Marcus Petri hat gemeinsam mit dem neuen Trainer Jukka Ollila und Teammanager Roman Pulec ein junges, hungriges Team zusammengestellt. Dabei verzichten die Black Hawks in diesem Jahr auf teure Profis um den Verein auch finanziell wieder in ruhigere Gewässer zu lotsen. Trotzdem möchte Coach Jukka Ollila wieder in die Play-offs. „Jeder Eishockeyspieler geht in die Saison um im Frühjahr so weit wie möglich zu kommen. Wir haben ein sehr junges Team, das sich entwickeln kann. Die Verteidigung sieht ausgesprochen gut aus und vorne werden sich die Jungen an Martin Piecha und Greg Costa orientieren. Damit können wir es auch schaffen.“

Trotz des schmalen Budgets ist es Marcus Petri wieder gelungen einige Topspieler in die Dreiflüssestadt zu lotsen. Heiko „Mike“ Smazal ist dabei der wohl bekannteste. Smazal blickt immerhin auf 47 Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft zurück und soll das Herzstück der neuen Verteidigung werden. Die beiden Ausländerstellen wurden diesmal im Sturm besetzt. Greg Costa kommt von der Northeastern University aus der Nordamerikanischen NCAA Collegeliga und möchte sich nun in Deutschland beweisen. Der Tscheche Martin Piecha spielte zuletzt beim HC Trinec in der Extraliga und zeigte bereits in den ersten Trainingseinheiten gute Ansätze. Neben den jungen Stürmern Daniel Bucheli und Vincenz Mayer wird auch Andreas Popp erneut das Trikot der Black Hawks überstreifen. Der Rest der Angriffsformationen fällt noch unter die U21-Regelung und will sich in Passau erst einen Namen machen. Besonders freuen sich die Verantwortlichen der Black Hawks dabei über die Rückkehr von Stefan Friedl. Das Passauer Eigengewächs kehrt nach einem Lehrjahr in Waldkirchen in den Kader zurück. Auch Jakob Grill von den eigenen Junioren will in diesem Jahr sich seine Eiszeiten in der ersten Mannschaft erkämpfen. Schwieriger dürfte dieses Unterfangen für Manuel Jägernitz in der Verteidigung werden. Neben Mike Smazal sind die Black Hawks hinten mit Florian Müller und Florian Horvath, der vom Liganeuling VER Selb kommt, stark besetzt. Dazu kommen mit Martin Rehthaler und Niki Meier zwei junge Verteidiger, die sich in Passau bereits einen Namen gemacht haben. Im Tor steht wie bereits im Vorjahr Daniel Huber. Der Passauer Publikumsliebling zieht es vor wieder das Gehäuse der Black Hawks zu verteidigen, bevor er höherklassig nur die Bank hütet. Mit Maximilian Engelbrecht und Michael Henghuber warten dahinter aber zwei Nachwuchsgoalies auf ihre Chance.

Der Nachwuchs hat bei den Eishockeyfreunden ohnehin jetzt einen höheren Stellenwert. Die Verantwortlichen der Black Hawks haben das Defizit des schnellen Aufstiegs erkannt und steuern nun dagegen. Mit Peter Straka übernahm erstmals ein hauptamtlicher Trainer den Passauer Nachwuchs. Dabei kann der Tscheche bereits auf die Entwicklung einiger tschechischer Nationalspieler zurückblicken. Richtig los geht es für die Black Hawks am 10. September mit der offiziellen Mannschaftsvorstellung in der EisArena. Mit Showtraining und einem Spiel der Jugendmannschaften bleiben die Black Hawks in diesem Jahr zur Präsentation in ihrem Wohnzimmer. Einen Tag später steigt dann bereits das erste Saisonhighlight. Im DEB-Pokal empfangen die Black Hawks den Vorjahreshalbfinalisten der zweiten Liga, die Bietigheim Steelers. „Es ist ein Pokalspiel und da kann alles passieren. Auch wenn Bietigheim schon seit Wochen auf dem Eis steht, wir glauben an unsere Chance!“, gibt sich Coach Ollila zuversichtlich. Und die Fans der Black Hawks werden die EisArena gleich zu Beginn der neuen Saison zum brodeln bringen. Vor allen Dingen da der eventuelle Sieg im Pokalspiel anschließend gleich auf der angrenzenden Herbstdult gefeiert werden kann.


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