Black Hawks starten mit einer Überraschung ins Jahr

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Rund 800 Zuschauer wollten sich gestern Abend das Topspiel der Oberliga Süd anschauen. Und sie bekamen ein packendes Eishockeyspiel zu sehen, das die Black Hawks Passau mit 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) gegen den EC Peiting für sich entschieden haben.

Im ersten Drittel begannen beide Mannschaften mit viel Schwung, wobei die EHF durch Michael Schwarzkugler die erste gute Chance für sich verzeichnen konnten. Die Antwort vom Tabellenführer ließ aber auch nicht lange auf sich warten. Noch in der ersten Minute war es Peitings überragender Lubor Dibelka, der mit einem schönen Schuss seine Visitenkarte bei Sandro Agricola im Passauer Gehäuse abgab. In der vierten Spielminute die erste Überzahlsituation für die Black Hawks brachte nur eine Unterzahlmöglichkeit für Peiting. Wieder war es Dibelka, der durchbrach und erst in allerletzter Sekunde von Kapitän Mike Muller gestoppt werden konnte. Dann vergab Passau die Chance weiter in Überzahl zu agieren indem sich Daniel Bucheli eine Zwei-Minuten-Strafe einhandelte. Der hatte kaum auf der Bank Platz genommen, als der Peitinger Paradesturm zuschlug. Auf Zuspiel von Simon Barg verwandelte Dibelka im Powerplay. Die folgenden Spielminuten waren dank einer gut eingestellten Passauer Mannschaft sehr ausgeglichen, wobei der erste Block des EC Peiting immer wieder für Gefahr vor Agricola sorgte.

Das zweite Drittel begannen die Black Hawks mit viel Druck. Bereits nach 37 Sekunden hatten die Fans den Torschrei schon auf den Lippen, aber mit einem tollen Reflex parierte Vajs noch den Schuss von Marc Desloges. Mehr und mehr Chancen erkämpften sich die Passauer in der Folge, vor allem bedingt durch ein gutes Zweikampfverhalten der Mannschaft. In der 34. Minute wurden sie für diesen Kampf belohnt. Kapitän Mike Muller spielte den Kanadier Marc Desloges frei an, der diesmal keine Mühe hatte, zum verdienten Ausgleich einzunetzen. Jetzt blieben die Hawks am Drücker und erspielten sich auch ein optisches Übergewicht. In der 38. Minute ging Bastian Werner allein aufs Peitinger Tor zu, wurde aber von Goalie Stefan Vajs unfair am Torschuss gehindert, was der Schiedsrichter mit einem Penalty ahndete. Diesmal ließ Trainer Klaus Feistl nicht einen seiner Stürmer antreten, sondern Verteidiger Thomas Vogl. Der holte weit über die rechte Seite aus und verwandelte den Strafschuss eiskalt ins lange Eck zur umjubelten Passauer Führung.

Im Schlussabschnitt machte der Tabellenführer mächtig Druck. In der fünften Minute des Drittels mussten nacheinander Niki Meier, Mike Muller und Andi Kruck auf die Strafbank. Doch in dieser Situation wuchs Sandro Agricola über sich hinaus und parierte glänzend einige Schüsse der Peitinger. Auch als fünf Minuten vor Ende wieder Lubor Dibelka vor seinem Gehäuse auftauchte, blieb er erneut Sieger. Jetzt verteidigten die Black Hawks mit Mann und Maus diese Führung, blieben aber mit schnellen Kontern gefährlich. Auch als Leos Sulak, Peitings Trainer alles nach vorne warf und fast ausschließlich seine Topleute auf dem Eis waren, blieb die Abwehr um Kapitän Muller stabil. Mit der Schlusssirene traf dann noch Vladimir Gomov das verwaiste Tor.

Tore: 0:1 (5:52) Lubor Dibelka (Simon Barg, Ales Kreuzer/5-4), 1:1 (33:34) Marc Desloges (Mike Muller), 2:1 (37:39) Thomas Vogl (Penalty), 3:1 (59:59) Vladimir Gomov (Alex Gantschnig, Alex Popp). Strafen: Passau 10, Peiting 8. Zuschauer: 833.


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