Black Hawks erfolgreich auf Kriegspfad

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
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Es war der angekündigte „Überfall“ auf das Indianerland, als sich am Dienstagmorgen rund 100 Black-Hawks-Fans mit dem Zug auf machten nach Hannover. Am frühen Nachmittag wurden die Fans noch von fröhlichen Indians-Anhängern begeistert empfangen und durch die Innenstadt von Hannover geführt. Zu diesem Zeitpunkt konnte auch keiner erahnen, dass die Eishockeycracks um Trainer Klaus Feistl die Punkte aus dem ehrwürdigen Pferdeturm entführen würden. Denn die Black Hawks Passau gewannen bei den Hannover Indians mit 4:3 (1:0, 3:1, 0:2).

Bei gefühlten minus 15 Grad in dem halb offenen Stadion begannen beide Mannschaften vor – für Indians-Verhältnisse wenige, gut 2000 Zuschauern respektvoll vor dem jeweiligen Gegner. Die erste Überzahlmöglichkeit ergab sich für die Black Hawks aber bereits nach 16 Sekunden. Obwohl die Mannschaft um Mike Muller von Beginn an ein gutes Powerplay aufziehen konnte, kam nichts Zählbares heraus. Noch nicht. Denn als sich die dritte Powerplaysituation gegen Mitte des Drittels ergab, dauerte es gerade einmal zwölf Sekunden, bis der Kapitän selbst den Puck in die Maschen hämmerte und die Passauer mit 1:0 in Führung brachte.

Das zweite Drittel durften die Mannen von Klaus Feistl gleich in Überzahl beginnen, da ein Indianer noch beim Gang in die Kabine zwei Minuten kassierte. Auch dieses Powerplay war wieder von Erfolg gekrönt. Verteidiger Miro Dvorak zog von der blauen Linie ab und düppierte Benjamin Voigt im Gehäuse der Hannoveraner. Die Übermacht der „Falken“ unterstrich dann auch Michael Schwarzkugler, der ungewohnt auf der Centerposition eingesetzt, seine Sache außerordentlich gut machte und diese Leistung mit zwei Treffern zur zwischenzeitlichen 4:1-Führung krönen konnte.

Im Schlussabschnitt schienen die Indianer dann aufgewacht zu sein und stemmten sich mit aller Gewalt gegen die Niederlage. Aber es blieb wie zuvor bereits nur bei Einzelaktionen, die entweder die stabile Abwehr der Passauer unter Kontrolle hatte oder der wieder glänzend haltende Daniel Huber im Tor vereitelte. Erst zehn Minuten vor Ende des Spiels konnten die Indians durch Marian Rohatsch auf 2:4 verkürzen. Das setzte aber nochmal zusätzliche Kräfte frei und Hannover erhöhte nochmals den Druck auf das Passauer Gehäuse. Dazu kam nun noch, dass ausgerechnet in dieser heißen Phase die Black Hawks fast ausschließlich in Unterzahl spielen mussten. Erst griff Marc Desloges nach seinem gebrochenen Schläger, dann nahm Niki Meier auf der Bank Platz und knapp eineinhalb Minuten vor Spielende war es Goalie Daniel Huber, der noch zwei Strafminuten bekam, als er seinen Torraum sauber halten wollte. Zusätzlich wurde Passau noch durch einen Kufenbruch von Kapitän Muller geschwächt, der dadurch die letzten fünf Minuten nicht mehr spielen konnte. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, die auch Trainer Feistl im Anschluss ausdrücklich lobte, gelang es den Hawks aber die Führung über die Zeit zu bringen.

Tore: 0:1 (13:54) Mike Muller (Andreas Popp, Alexander Gantschnig), 0:2 (21:08) Miroslav Dvorak (Mike Muller, Tim Krymusa/5-4), 1:2 (24:26) Jamie Chamberlain (Kyle Doyle, Brad Bagu/5-4), 1:3 (28:34) Michael Schwarzkugler (Mike Muller, Thomas Vogl), 1:4 (35:39) Michael Schwarzkugler (Daniel Bucheli, Andreas Kruck), 2:4 (50:33) Marian Rohatsch (Daniel Del Monte, Josef Staltmayr), 3:4 (58:33) Bryan Phillips (Kyle Doyle, Daniel Del Monte/6-4). Strafen: Hannover 18, Passau 14. Zuschauer: 2103.