Black Hawks beim 0:6 in Dresden chancenlos

Indians zu Gast bei den Black HawksIndians zu Gast bei den Black Hawks
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Das zweite Auswärtsspiel lief für die Passau Black Hawks wie erwartet. Beim deutlichen 0:6 hatte der Aufsteiger bei den Dresdner Eislöwen, einem der Titelfavoriten keine Chance, verkaufte sich aber deutlich besser als es das Ergebnis vermuten lässt. Zwar hatte man sich im Lager der Niederbayern insgeheim eine kleine Chance ausgerechnet, schon in den ersten Minuten machten die Sachsen aber klar, dass die großen Unterschiede beider Clubs nicht nur auf dem Papier existieren.

„In den ersten Minuten haben wir den Puck kaum selbst kontrollieren können“, schildert Vorstand Christian Eder die Anfangsphase im nagelneuen Dresdner Eisstadion. Danach habe sich die Mannschaft von Otto Keresztes aber gefangen und das Spiel offener gestalten können, so Eder weiter. Deswegen mussten sich die „Eislöwen“ auch mit einem aus ihrer Sicht mageren 1:0 nach den ersten 20 Minuten zufrieden geben. Den Treffer erzielte Lundmark per Penalty, „ich denke, den muss man nicht unbedingt geben“, kritisierte Vorstand Eder. Nach der ersten Pause kamen die Hawks deutlich besser ins Spiel, erarbeiteten sich auch eigenen Möglichkeiten, die Tore schossen aber die Gastgeber. Musial und Zajac konnten den wiederum guten Keeper Andi Gegenfurtner überwinden. „Damit war das Spiel eigentlich gelaufen, einen solchen Rückstand kann keine Mannschaft im ‚Löwenkäfig’ von Dresden aufholen“, meinte Christian Eder. Im Schlussdrittel zeigten die Dresdner ihren rund 2.000 Fans noch einmal Eishockey vom Feinsten. Der Passauer Vorstand sprach sogar von „Party auf dem Eis, man merkte den Gastgebern an, welchen Spaß sie am Spiel haben, es gelang ihnen einfach alles.“ Weitere Gegentreffer waren die Folge, Hruby, Weilert und Vit schraubten das Ergebnis auf 0:6 aus Sicht der Hawks. Der Ehrentreffer wäre verdient gewesen, die größte Chance dazu hatte Janne Kujala. Doch statt selbst zu schießen, wollte er Jaro Majer ins Spiel bringen, ein Verteidiger konnte dazwischen gehen. Trotz der deutlichen Schlappe hält sich die Enttäuschung im Passauer Lager in Grenzen, schließlich gibt es für die Dresdner Eislöwen in dieser Saison nur ein Ziel, das ist der direkte Wiederaufstieg in die zweite Liga.

Dresdner Eislöwen – Passau Black Hawks 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)

Tore: 1:0 (8:41) Lundmark (Penalty), 2:0 (29:09) Musial (Weilert, Sikora), 3:0 (33:32) Zajac (Sikora), 4:0 (40:45) Hruby (Lundmark), 5:0 (50:16) Weilert (Sikora, Guggemos), 6:0 (57:34) Vit (Carciola, Hruby). Zuschauer: 2036.

Drei Fragen an Vorstand Christian Eder

Keeper Tommi Niemelä muss verletzungsbedingt länger pausieren. Werden die Hawks auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv?

Eder: „Momentan nicht, denn wir haben mit Sebastian Weiß, der mit einer Förderlizenz aus Landshut bei uns spielt, einen sehr guten Mann in der Reserve. Das bestätigt auch Trainer Otto Keresztes. Niemelä steht vor einer sehr schweren Operation an der Bandscheibe, vor Weihnachten rechnen wir nicht mit seiner Rückkehr. Wichtig ist aber, dass er wieder ganz fit wird. Eine Kontingentstelle haben wir jetzt offen, vielleicht wird das noch eine Option, wir werden sehen.“

Sind die Hawks aus Deiner Sicht in der Oberliga schon angekommen?

Eder: „Ja, auch wenn wir noch Nachholbedarf beispielsweise in Sachen Geschwindigkeit, Passgenauigkeit und Intensität haben. Aber man muss die ersten Ergebnisse gegen die Top-Favoriten relativieren. Richtungsweisend werden die nächsten Spiele, unter anderem auch das Derby gegen Deggendorf werden.“

Blick auf das Niederbayernderby am Sonntag in Deggendorf: Steigt schon die Spannung?

Eder: „Klar, das ist ein besonderes Spiel, egal wo beide Teams stehen. Auf die Tabelle wird keiner schauen, deswegen wird’s am Sonntag eine ganz enge und vor allem super-heiße Kiste. Ich freue mich.“

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