„Big Points“ in Garmisch geholt

Rote Laterne in Füssen gelassenRote Laterne in Füssen gelassen
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Einen hochverdienten 2:1-Sieg holten die Starbulls Rosenheim am Sonntagabend beim SC Riessersee.

Bei Eiseskälte sorgten die Starbulls dafür, dass es den etwa 200 mitgereisten Rosenheimer Fans (unter 1231 Zuschauern im weiten Rund der Garmischer Olympiahalle) warm ums Herz wurde. Und diesen so wichtigen „Dreier“ haben sich an diesem Abend nicht nur die Spieler, sondern auch die Fans in Grün-Weiß mehr als verdient. Die SBR-Fans feuerten ihr Team ständig an, während aus dem Garmischer Fanblock nur wenig zu hören war. Fast verständlich möchte man da meinen: Schließlich sind die Werdenfelser nach einer Niederlagenserie in der Tabelle abgestürzt und der Rückstand auf den so wichtigen sechsten Platz, der den vorzeitigen Klassenerhalt sichert und zur Teilnahme an der Meisterrunde berechtigt, wächst immer mehr.

Was für Riessersees Anhänger erschwert dazukam war die Tatsache, dass die Gäste von der Mangfall von Anfang an die bessere Mannschaft stellten, obwohl die Hausherren nach 46 Sekunden die erste Überzahlgelegenheit bekamen. Dieses Unterzahl meisterten die Starbulls aber vorzüglich und erspielten sich durch Andi Schneider (nach schöner Vorlage von Patrick Senger) die erste große Chance. Auf der Gegenseite stand in der siebten Minute Dave Noel-Bernier frei vor SBR-Keeper Oliver Häusler, der vergab allerdings. Das erste Rosenheimer Powerplay sah da gleich äußerst gut aus. Jeremy Stasiuk und Dave Struch in der achten Minute, Senger in der neunten Minute scheiterten zwar am Garmischer Torhüter Chris King, doch kaum war Riessersee komplett, schlug es hinter King ein. Einen Schlagschuss von Michael Rohner fälschte Stasiuk ab und der Puck trudelte unter King über die Linie – 1:0 für die Chyzowski-Schützlinge. In der zehnten Minute musste mit Peter Runkel ein weiterer SCR-Spieler auf die Strafbank, doch Stasiuk nutzte die beste Chance dieser zwei Minuten nicht. 56 Sekunden vor der ersten Pause kassierte Gabriel Krüger eine Strafzeit und die Gastgeber sorgten bis zur Sirene für mächtig Druck. Die Scheibe lief perfekt durch die Reihen, doch im Abschluss fehlte das Glück. Erst scheiterte der starke Alexander Rusch an der Latte, dann Topscorer T.J. Guidarelli am überragenden Häusler.

Zu Beginn des Mittelabschnitt konnten die Garmischer mit ihrer Überzahlminute nichts mehr anfangen. Dafür übernahm Rosenheim wieder das Ruder und hatte in der 23. und 24. Minute zwei hochkarätige Einschusschancen durch Schneider und Thomas Brandstädter, die jeweils frei vor King standen. Fast schon schmeichelhaft war in der 28. Minute der Ausgleich für die Werdenfelser, als Rusch einen Querpass von Guidarelli verwertete. Riessersee bekam dadurch etwas Aufschwung und hatte kurz darauf sogar eine zweiminütige Überzahlgelegenheit, was jedoch nichts einbrachte. Stattdessen schickte Uli Drechsler in der 34. Minute Verteidiger Andi Geisberger ins gegnerische Drittel, Brandstädter lief mit, bekam den Puck allerdings nicht, weil „Jungspund“ Geisberger aus vollem Lauf abzog (damit rechnete wohl niemand) und das 2:1 für die Grün-Weißen markierte.

Im Schlussdrittel wurde die Partie nicht zuletzt durch einige Strafzeiten immer zerfahrener. So verabschiedete sich Noel-Bernier nach einem versuchten Stockstich für 2+2+10 Minuten in die „Kühlbox“, in der 54. Minute meckerte Peter Runkel solange beim Unparteiischen, dass er zehn Minuten Disziplinarstrafe erhielt und Noel-Bernier bis Spielende Gesellschaft leistete. Der Geschäftsführer des SCR machte bereits auf der Pressekonferenz deutlich, dass dies den beiden Spielern viel Geld kosten werde. „Dies ist unentschuldbar, was sie der Mannschaft angetan haben“, so Trainer Georg Holzmann. Eishockey wurde aber auch noch gespielt. In der 47. Minute hielt Häusler glänzend vor Guidarelli, bei Rosenheimer Überzahl verpassten Struch und Matthias Bergmann die vorzeitige Entscheidung. In der 51. Minute vereitelte Häusler einen Konter in Unterzahl von Rusch. In Minute 56 hatte Schneider nach feiner Vorlage von Michael Fröhlich das 3:1 auf dem Schläger und in der letzten Minute zielte Brandstädter anstatt ins verlassene Garmischer Gehäuse auf einen gegnerischen Crack. Ob allerdings 2:1 oder 3:1 war am Ende egal, das Wichtigste waren die drei Punkte, die Rosenheim ein großes Stück näher an die Meisterrunde brachte.

Trainerstimmen:

Georg Holzmann (SC Riessersee): Wir haben durch die zweite unglückliche 1:2-Niederlage hintereinander an Boden verloren. Meine Mannschaft zeigte bedingungslosen Einsatz, der Wille war absolut da. Unsere Stürmer sind zu wenig kaltschnäuzig, aber wir haben auch viele junge Spieler. Schlecht war der zu langsame Spielaufbau. Trotz der Niederlage haben wir uns noch nicht aufgegeben, schließlich können wir noch sechs Spiele gewinnen.

Ron Chyzowski (SBR): Das waren drei große Punkte im Kampf um Platz 6. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es bis zum letzten Wochenende einen harten Kampf um den sechsten Platz gibt. Riessersee hat bis zum Schluss gekämpft, wir hatten auch viel Glück, was wir uns durch harte Arbeit verdient hatten.

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