Bayreuth: Trotz Höchstadt mit Vollgas in den Abstiegskampf

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Es geht wieder um etwas - oder doch nicht? Wenn ab heute in den Play-Downs der Oberliga Nordost die ersten Begegnungen ausgetragen werden, dann schwebt über allem sportlichen Wettkampf dieses vom Höchstadter EC angekündigte "Wir verlieren absichtlich, weil wir absteigen wollen". Es wird sich zeigen, wie sich das aufs Unterbewusstsein der Spieler des ESV Bayreuth auswirkt, die heute (19.30 Uhr) in Oberhausen und am Sonntag (18 Uhr) gegen Schweinfurt - eigentlich - zwei richtungsweisende Spiele haben.

Pressesprecher Michael Birkhan mochte zwar sich zwar zur Höchstadt-Thematik nicht weiter äußern, gab aber klar zu verstehen, dass die Tigers in jedem Fall Vollgas geben wollen. "Das sind wir unseren Fans schuldig." Inwieweit der stark ausgedünnte Kader einen Parforceritt zum Klassenerhalt zulässt, bleibt dahingestellt. Kapitän Florian Müller jedenfalls wird überhaupt nicht mehr eingreifen können in dieser Saison: Seine Knieverletzung, die er sich gegen die Preußen aus Berlin zuzog, entpuppte sich nach ersten medizinischen Analysen als Kreuzbandriss; auch Außenbänder und Meniskus sollen in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Immerhin melden sich Nickolas Bovenschen und Timo Basse zurück an Bord. Marc Hemmerich will es nach seiner Schulterverletzung unbedingt probieren, wird aber wohl mit gebremstem Schaum zu Werke gehen müssen.

Bereits drei Mal erwiesen sich die Revier Löwen Oberhausen in der Doppelrunde als zu stark für Bayreuth (1:3, 1:2, 3:4); erst im letzten Aufeinandertreffen siegten Stefan Kagerers Schützlinge mit 4:1. Jedoch hatten die Revier Löwen zu diesem Zeitpunkt bereits eine beängstigend dünne Personaldecke, mussten doch einige der noch verbliebenen Leistungsträger wie Sergej Hatkevic aus finanziellen Gründen abgegeben werden. Das Thema eigene Halle ist weiterhin eines in Oberhausen und wird durchaus mitentscheidend sein, wenn es darum geht, ob sich der Verein - den Klassenerhalt vorausgesetzt - ein weiteres Jahr das Abenteuer Oberliga Nordost geben wird.

Im Gegensatz zu Oberhausen war von den Mad Dogs aus Schweinfurt nicht unbedingt zu erwarten, dass sie sich mit Teams der unteren Tabellenregion um den Abstieg balgen müssen. Die Bilanz gegen Bayreuth ist positiv: Drei Siegen (5:4, 3:1, 4:1) steht eine 1:2-Niederlage gegenüber. Jamie McKinley, Trainer und Geschäftsführer in Personalunion, wird der Erste sein, der am heutigen Freitag feststellen kann, wie ernst es die Aischtal Aligators aus Höchstadt meinen mit ihrem avisierten letzten Platz. Mc Kinley machte keinen Hehl daraus, wie er die Situation findet: "Uns ist egal, was Höchstadt macht. Wir können das eh nicht beeinflussen, aber es ist natürlich eine besch... Sache."

Zur Situation in Schweinfurt gab es ebenfalls klare Worte vom Coach: "Wir wollen wenigstens in der Abstiegsrunde alle Spiele gewinnen. Ansonsten ist die Saison natürlich sportlich betrachtet katastrophal für uns verlaufen. Aber für Sachen wie Haßfurts Ausstieg und die unattraktive Liga selbst können wir nichts." Er sei verärgert darüber, dass ein Vorstoß bei der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) über eine Verzahnung mit der Südost-Gruppe keine Früchte trug, was Gegner wie beispielsweise die beiden Altmeister EV Füssen und den SC Rießersee beschert hätte: "Es sind halt ein paar Vereine dabei, die daran nur wenig Interesse zeigen." (jn)


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