Bayreuth Tigers: Der Endspurt beginnt

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Wenn der Bayreuther Traum von Platz fünf in der Eishockey-Oberliga wahr werden soll, müssen die Spieler in den nächsten Tagen hart arbeiten. Schon am Mittwochabend (20 Uhr) müssen die Tigers zur nächsten Partie antreten, in Dresden. Die ursprünglich für Sonntag angesetzte Begegnung wurde vorgezogen, weil in der Dresdner Eishalle ein Eismärchen aufgeführt wird. Am Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Mighty Dogs Schweinfurt in Bayreuth.

Doug Irwin und sein Team müssen noch einmal die Ärmel hochkrempeln, wollen sie den Anschluss an den letzten Meisterrunden-Rang wieder herstellen. Noch hat die Mannschaft die Hoffnung nicht aufgegeben. Sechs Punkte trennen die Tigers von jenem verheißungsvollen Platz, der die Spreu vom Weizen trennt, die Aufsteiger von den Absteigern. Ein Ein-Punkt-Wochenende wie zuletzt kann sich der ESV jedenfalls nicht mehr leisten.

Da passt es Irwin gar nicht ins Konzept, dass ausgerechnet Marco Zimmermann eine Pause von mindestens zwei Wochen einlegen muss. Ein Muskelfaserriss und eine schwere Oberschenkelprellung nötigen den Verteidiger auf die Tribüne. Der Kapitän ist zum Zuschauen verdammt, wenn seine Kollegen auf dem Eis die entscheidenden Spiele bestreiten. Seinen Platz wird Philipp Sintenis einnehmen.

Der Ausfall in der Defensive ist kein gutes Omen, denn in der Abwehr werden die nächsten Partien gewonnen. Dresden ist ausgesprochen heimstark und Trainer Jiri Kochta fordert von seinen Jungs eine Wiedergutmachung für das Spiel am Sonntag. Zwar hatten die Eislöwen gegen Schlusslicht Höchstadt drei Punkte geholt, Kochta konnte sich mit dem Sieg aber nicht anfreunden: „Das war eine schwache Leistung, einfach blamabel.“

Gegen Bayreuth ist die Vorgabe des Eislöwen-Coaches eindeutig – drei Punkte. Kochta will ganz sicher sein und hat die Zügel fest angezogen: Nur bei einem Sieg gegen die Tigers gibt es an Weihnachten ein paar Tage frei. Das wäre gänzlich ungefährlich, denn dann hätte der Tabellenzweite seinen Vorsprung auf den ersten Nicht-Meisterrunden-Platz auf 17 Punkte ausgebaut, die Teilnahme am Kampf um den Aufstieg wäre sicher.

Dorthin wollen auch die Mighty Dogs Schweinfurt – und sie können den Grundstein dafür in Bayreuth legen. Sechs Punkte haben die Unterfranken derzeit Vorsprung auf die Tigers, die direkte Auseinandersetzung mit dem Verfolger hat eine Schlüsselbedeutung. Bayreuth abschütteln, das ist das Ziel der Mighty Dogs.

Selbst die beiden Niederlagen vom Wochenende haben der guten Laune beim Tabellenvierten keinen Abbruch getan. Und Trainer Jari Pasanen lobt sein Team in dieser Saison gerne in höchsten Tönen: „Ich muss mich bedanken bei den Jungs, denn sie arbeiten hart, trainieren gut und setzen alles um, was wir uns vornehmen.“

Der Aufschwung in Schweinfurt hat aber auch seine Schattenseiten: Auf Marcel Juhasz und Christopher Schadewaldt sind längst höherklassige Vereine aufmerksam geworden und haben ihre Fühler ausgestreckt. Sportlicher Leiter Jamie McKinley weiß, dass er die beiden kaum wird halten können und verspricht, auch weiterhin auf junge Spieler zu setzen.

Eben solche wie Danny Albrecht, der Anfang des Monats zum Schweinfurter Kader stieß. Der 18-Jährige hat es seinem Trainer bereits angetan, denn der prophezeit ihm eine große Zukunft. Und der Stürmer scheint dem Coach Recht zu geben: Kaum zehn Tage in Schweinfurt schon schoss er sein erstes Tor. Viel Eiszeit soll Albrecht bekommen und so zu einem Leistungsträger heranreifen, wie schon einige Schweinfurter vor ihm. Die jungen Wilden sollen die Unterfranken in die oberen Tabellenränge hieven. Mindestens dorthin, wo Bayreuth auch hin will: Auf Platz 5. Welcher der beiden Vereine seinem Ziel näher kommt, entscheidet sich am Freitag. (Ingo Schorlemmer)

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