Bayreuth in Weißwasser: Die Rollen waren klar verteilt

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Mühsam hatten sich die Bayreuth Tigers in den letzten Wochen an den so wichtigen fünften Tabellenplatz herangekämpft, doch wieder einmal scheint er ihnen durch die Finger zu gleiten. Nach der Derby-Pleite gegen Selb am Freitag erging es dem ESV am Sonntagabend gegen Weißwasser nicht viel besser. Die Tigers zogen mit 1:6 bei den Sachsen den Kürzeren.

Das Spiel war erst zu einem Drittel um, da war klar, dass Bayreuth keinen Blumentopf gewinnen wird. Schon in den Anfangsminuten hatten sie den Gastgebern auf dem Eis kaum etwas entgegenzusetzen, die Füchse bestimmten Tempo, Richtung und Spiel. 0:3 nach 20 Minuten – wieder einmal hatten die Tigers gleich zu Beginn den moralischen Dämpfer bekommen.

Und sie waren nach der ersten Pause noch gar nicht richtig auf dem Eis, als sie schon das vierte Tor kassierten. Zwei Drittel lang schalteten und walteten die Füchse nach Belieben, erst im Schlussabschnitt wurde das Spiel ausgeglichener. Dann nämlich begann Weißwasser zu verspielt aufzutreten. Für Bayreuth sprang dennoch nicht mehr als ein Tor heraus, das Robin Sochan, der beste Bayreuth, sogar in Unterzahl geschossen hatte. „Weißwasser war heute eine Klasse besser“, musste Tigers-Trainer Doug Irwin anerkennen.

Dabei wäre ein Punktgewinn bei den Sachsen dringend notwendig gewesen, wollen die Tigers in der Debatte um Platz 5 noch ein Wörtchen mitreden. Nun trennen Bayreuth wieder sechs Punkte vom letzten Meisterrunden-Rang – und das Programm der nächsten fünf Spiele gibt wenig Anlass zu der Hoffnung, dass diese Lücke schnell wieder geschlossen wird: Bereits am Mittwoch müssen die Tigers bei den heimstarken Dresdnern antreten, am Freitag kommt Schweinfurt. Schließlich ist noch einmal Derby in Selb und dann geht es zwei Mal gegen Tabellenführer Bremerhaven.

Die Luft für die Tigers wird eng, auch wenn das Atmen in dieser Liga nicht unmöglich ist. Allerdings müsste dann erst einmal das Überzahlspiel besser werden. Denn selbst im ausgeglichenen Schlussabschnitt vermochten die Tigers nicht, ein wirklich überzeugendes Powerplay aufzuziehen. Im Gegenteil: Zehn Minuten vor dem Ende begeisterten die Füchse ihr Publikum mit einem frechen Unterzahlspiel, in dem die Tigers Mühe hatten, den Puck zu ergattern. In diesen zwei Minuten musste Füchse-Torhüter Iiro Itämies nicht einen einzigen Schuss halten.

Weißwassers Coach Horymir Sekera verteilte entsprechendes Lob an seine Mannschaft: „Ich bin mit dem Spiel heute sehr zufrieden.“ Seit zwei Wochen stimmt die Taktik im Team – und seitdem auch die Punkteausbeute. Sekera kann nun hoffen, dass bei den Füchsen die Konstanz Einzug hält.

Diesen Schritt müssen die Tigers aber erst noch machen. In Bayreuth folgt dem Höhenflug meist schon bald darauf ein tiefer Fall. Das Team ist unberechenbar, die Leistungs-Fieberkurve viel zu zackig. Gleichmäßigkeit auf guten Niveau ist jedoch dringend notwendig, um ein ernsthafter Anwärter auf die Meisterrunde zu sein.

Da stimmt es Beobachter wenig positiv, dass nun auch noch Kapitän Marco Zimmermann verletzt ausfällt. Der Verteidiger zog sich beim Derby am Freitag eine starke Prellung am Oberschenkel und einen Muskelfaserriss zu. Das ist sicher eine Schwächung – gerade jetzt, wo jeder Punkt wichtig ist. (I. Schorlemmer – Bayerische Rundschau)

ES Weißwasser – ESV Bayreuth 6:1 (3:0; 3:1; 0:0)

Tore:

1:0 (6.) Pohling (Kempf); 2:0 (8.) Sekera (Engel, Kulabuchov); 3:0 (15.) Vait (Schmidt, Kulabuchov; Überzahltor); 4:0 (21.) Sekera (Engel, Vait; Unterzahltor); 4:1 (27.) Sochan (Unterzahltor); 5:1 (31.) Pohling (Ludwig), 6:1 (38.) Schmidt (Sekera, Leyva)

Schiedsrichter: Klau (Griesenbrauck-Sümmern)

Strafminuten: 10 / 6

Zuschauer: 1508

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