Bayreuth: Eishockey zum Abgewöhnen

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Beide Trainer waren sich am Ende einig: „Das war kein schönes Eishockey.“ Gleich nach der Schlusssirene ging die Suche nach den Gründen dafür los, dass weder die Tigers noch der TEV Miesbach eine akzeptable Leistung zeigten. Letztendlich war das 2:1 für Bayreuth zwar der ersehnte Sieg; mit solchen Auftritten werden aber selbst in der Abstiegsrunde nicht mehr viele weitere folgen.


Jeweils zwei Drittel lang boten beide Teams Eishockey zum Abgewöhnen, selbst der Sieg konnte die frustrierten 675 Fans im Stadion (Minuskulisse) kaum mehr versöhnen. Pfiffe begleiteten die Tigers auf ihrem kurzen Marsch in die Kabine. Nichts ist geblieben von dem Schwung, der den ESV zuletzt noch einmal an der Meisterrunde schnuppern ließ.

Lediglich im ersten Drittel schien es so, als hätten die Tigers die Lethargie der jüngsten Spiele abgelegt. „Ich war froh, dass es nur 1:0 stand“, gab Gästecoach Ludvig Kopecky angesichts des flotten und druckvollen Beginns des ESV zu. Entsprechend hatte er seine Mannschaft für das zweite Drittel eingewiesen, denn plötzlich standen die Vorzeichen anders herum. Während die Oberbayern Tigers-Torwart Dennis Endras zunehmend beschäftigten, lief auf Bayreuther Seite nur wenig zusammen. „Im zweiten Drittel sind wir aus dem Rhythmus gekommen“, fasste Tigers-Trainer Doug Irwin seine Sicht zusammen.


Und weil die Tigers-Abwehr ihrer Arbeit immer wieder zu lässig nachging, fiel dann auch der Ausgleich. Nachdem sich in den Folgeminuten nichts grundsätzlich besserte, waren Zuschauer wie Spieler schließlich gleichermaßen überrascht, als Bayreuth plötzlich wieder in Führung ging. Doch dieser Treffer war lediglich ein Zufall: Michael Thurner hatte seinen müden Schlenzer von der blauen Linie wohl eigentlich eher witzig gemeint, denn eine ernsthafte Gefahr stellte er beileibe nicht dar. Doch Miesbachs Goalie Ivo Capek konnte sich mit dem Puck nicht so richtig anfreunden und ließ ihn schließlich über die Linie kullern.

Capeks peinliche Aktion war der alberne Höhepunkt einer niveaulosen Partie, deren Ende wohl jeder im Stadion herbeisehnte. Zumal beide Mannschaften auf dem Eis im dritten Abschnitt kaum mehr Sehenswertes boten. Mühsam quälten sich die Tigers zum Sieg und trafen selbst das leere Gästetor nicht, als diese in den letzten Sekunden der Begegnung ihren Torhüter mit einem sechsten Feldspieler getauscht hatten.


„Im dritten Drittel hatten wir keine Chance und keine Kraft mehr für den Ausgleich“, zog Kopecky für Miesbach Bilanz und wies schließlich auf das schlechte Bayreuther Eis hin, auf dem der Puck viel zu unberechenbar herumtanzte. Auch in diesem Punkt erzielte er mit Irwin Einigkeit. Doch das holprige Eis sollte über die holprige Spielweise der Beteiligten nicht hinwegtäuschen.

„Es ist eine schwierige Situation für die Mannschaft“, berichtete Irwin, „momentan fehlt die Motivation ein bisschen.“ Da konnte es den Tigers nur Recht sein, dass auch die ebenfalls hoch gewetteten Mannschaften Selb und Stuttgart in der Abstiegsrunde noch keinen Fuß fassen konnten. Es fehle an Selbstvertrauen, wiederholte der Tigers-Trainer und zog schließlich doch noch eine erfreuliche Erkenntnis aus der Partie: „Aus der Sicht der Spieler ist es positiv, dass wir gewonnen haben.“ Na immerhin, man ist ja bescheiden geworden. (Ingo Schorlemmer)


Bayreuth Tigers – TEV Miesbach 2:1 (1:0; 1:1; 0:0)


Tore:

1:0 (3.) Sintenis (Jun, Maidment); 1:1 (29.) Vitek (Slezak, B. Nagle); 2:1 (39.) Thurner (Zimmermann, Sochan)


Schiedsrichter: Schnabl (Frankfurt)

Strafminuten: 12 / 10

Zuschauer: 675

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