Bayreuth: Doug Irwin verteilt Bestnoten - Thurner kommt für Löhle

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Doug Irwin ist eigentlich kein Mann für Superlative. Doch am Freitagabend konnte der Tigers-Trainer nicht anders: „Gigantisch“ sei das Tor von Jarret Reid zum zwischenzeitlichen 3:1 gegen die Hannover Indians gewesen und zugleich die Vorentscheidung. Nach dem 3:2-Endstand hatte Irwin allen Grund, gute Noten zu verteilen.

In der Tat war – wie Irwin es ausdrückte – Reids Tor „das schönste, das wir bisher gesehen haben“. Und das ausgerechnet noch in Unterzahl. Der Stürmer hatte sich in einen Schuss geworfen und so den Puck für Bayreuth erobert. Gleich danach startete er in Richtung Gästetorwart Roman Kondelik, während ESV-Verteidiger Thomas Gödtel ihm die Scheibe direkt in den Lauf lupfte. Reid wartete so lange bis Kondelik am Boden lag und beförderte dann die Scheibe über die Linie. Gigantisch eben.

Aber Reid war nicht der Einzige, dem Irwin eine hervorragende Leistung attestierte. „Udo Döhler war hinten eine Bank“, lobte der Trainer seinen Torhüter. Keine Frage: Trotz aller Sternstunden im Spiel nach vorne, hatten Döhler und seine Abwehr mehr zu tun als erhofft. Obwohl sie nur mit sieben Stürmern und sechs Verteidigern, bei denen in der 30. Minute auch noch Carsten Plate verletzt ausfiel, angetreten waren, hatten die Indians doch die größeren Spielanteile. Allein das Durchsetzungsvermögen fehlte – und ein überzeugendes Überzahlspiel.

Gästecoach Greg Thomson, der seit Wochen eine lange Verletztenliste mit sich herumträgt, sah dennoch keinen Grund zum Meckern: „Das war das beste Spiel seit Wochen.“ Ein Aufwärtstrend also? Noch reicht es nicht für Punkte, wohl auch weil die Angst um den Arbeitsplatz in den Köpfen der Indians herumspukt, nachdem in Hannover derzeit über eine Fusion der beiden lokalen Eishockeyclubs Scorpions (DEL) und Indians (Oberliga) nachgedacht wird. Für die meisten Akteure der drittklassigen Indians wäre im neuen Team dann aber wohl kein Platz mehr.

Seinen Platz aufgeben wird auch Tigers-Stürmer Martin Löhle. Wie bereits gemeldet, wird der 23-Jährige zum EV Ravensburg wechseln. Sportlicher Leiter Peter Diener bestätigte am Freitag entsprechende Presseberichte. Löhle hatte um die Auflösung seines Vertrages gebeten, weil er sein Studium in Ulm und das Eishockey in Bayreuth nicht mehr unter einen Hut gebracht hatte. Das ESV-Präsidium hatte ihm am Mittwochabend die Freigabe erteilt. „Wir wissen, dass Eishockey ein schnelllebiger Sport ist und dass Martin auch an seine berufliche Zukunft denken muss. Das Studium geht vor, wir werden ihm keine Steine in den Weg legen“, erklärte Diener.

Für Löhle wird Michael Thurner in den Kader rutschen. Der 28-Jährige hatte schon vor der Saison mit den Tigers geliebäugelt. Seine Ausbildung zum Golflehrer und eine Leistenverletzung hatten seinen ersten Auftritt für den ESV aber bis heute verzögert. Teamarzt Walter Wagner gab mittlerweile aber grünes Licht für einen Einsatz des Stürmers, der seit eineinhalb Wochen mit der Mannschaft trainiert. Allerdings hat Thurner noch einen großen Trainingsrückstand. „Er ist noch nicht 100 Prozent fit“, bat Diener um Geduld. (Ingo Schorlemmer - Bayerische Rundschau)

ESV Bayreuth – Hannover Indians 3:2 (2:1; 1:0; 0:1)

Tore:

0:1 (3.) McCormick (4 gegen 4) ; 1:1 (7.) Tremblay (Reid, Maidment; Überzahltor); 2:1 (18.) Maidment (Reid, Precan; Überzahltor); 3:1 (37.) Reid (Müller, Gödtel; Unterzahltor); 3:2 (49.) Dahms (R. Gaudet, Kiselev; Überzahltor)

Schiedsrichter: Heuser (Kassel)

Strafminuten: 26 / 18 plus 10 gegen Ciganovic

Zuschauer: 1310

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