Bayreuth: Blick nach vorne bleibt vorsichtig

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ESV-Pressesprecher Michael Birkhan ist um sein Amt in diesen Tagen wahrlich nicht zu beneiden. Ständig muss er ungeduldigen Journalisten erklären, dass es noch nichts zu erklären gibt. Eine offizielle und damit endgültige Entwarnung kann es bei den Tigers noch nicht geben. Dennoch ist die erlösende Meldung, dass es auch in der Saison 2004/05 Oberliga-Eishockey in Bayreuth gibt, wohl nur noch eine Formsache, denn: „Es hat sich ein bisschen was getan“, erklärt Birkhan vorsichtig.

Der Verein übt sich also weiter im Understatement: „Die Lage hat sich nicht verschlechtert“, ist der Pressesprecher bemüht, allzu hochfliegende Erwartungen und Hoffnung zu dämpfen. Noch immer schlummert da im Hintergrund die Unsicherheit, dass in letzter Minute doch etwas schief gehen könnte.

Allerdings ist die Vereinsspitze bereits dabei, die noch fehlenden Unterlagen für das Lizensierungsverfahren bei der Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) zusammenzutragen. Gestern Nachmittag sprachen Vereinsfunktionäre um Rudolf Klier bei der Landesversicherungsanstalt vor. Sie muss eine der „diversen Bestätigungen“, wie es Birkhan wiederum vorsichtig und vage ausdrückt, ausstellen. Nur mit diesen Unterlagen, so genannten Unbedenklichkeitsbescheinigungen, wird die ESBG den Tigers die Ampel auf Grün stellen. Allerdings hat sich die Renten-Behörde bereits recht positiv geäußert, auch hier scheint der ESV eine Hürde ohne größere Schwierigkeiten überspringen zu können.

Dennoch bleibt die Gefahr, dass der Verein auf der Schlussrunde noch einmal ins Straucheln kommt, weiter bestehen. Fehlt nämlich eine dieser „diversen Bestätigungen“, wird die ESBG die Zügel noch einmal straffen. Eine weitere Bürgschaft in Höhe von noch einmal 60 000 Euro müsste Bayreuth dann in München vorweisen. „Das würden wir nicht schaffen“, ist sich Birkhan im Klaren. Denn es war es bereits jetzt schon eine riesige Kraftanstrengung, mit Spenden und einem mittlerweile fest zugesicherten privaten Darlehen die kurzfristig geforderte Summe zusammenzukratzen. Kaum jemand dürfte in den vergangenen Wochen angesichts der knappen Zeit große Hoffnungen in das Weiterbestehen der Tigers gesetzt haben. Die Anstrengungen haben sich aber doch gelohnt. Viel fehlt nicht mehr und dann wird auch der Verein offiziell seine Wiederauferstehung bestätigen können. Bis dahin wird Pressesprecher Birkhan aber noch öfter mit ungeduldigen Journalisten telefonieren müssen. (Ingo Schorlemmer)

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