Bayreuth: Abschied von der Talfahrt?

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Spielerisch bekleckerten sich die Bayreuth Tigers zuletzt wenig mit Ruhm, erst am vergangenen Sonntag schien sich eine Besserung einzustellen. An diesem Wochenende, so hofft Trainer Doug Irwin, soll nun ein bisschen mehr als nur ein Punkt Abstand zum letzten Tabellenplatz geschafft werden. Vor dem Derby in Selb (Sonntag, 18 Uhr) und dem Heimauftritt gegen Höchstadt (heute, 19.30 Uhr) ist jedoch Unruhe im Umfeld der Mannschaft.

Marketingleiter Udo Döhler, zugleich Torwart bei den Tigers, schmiss zuletzt seinen Posten in der Geschäftsstelle der Tigers hin, ohne öffentlich konkrete Gründe für diesen Schritt zu nennen. Von „Abnutzungserscheinungen“ sprach er lediglich, obwohl er sein Amt als Marketingchef erst beim Neubeginn der Tigers zu Beginn der vergangenen Saison übernommen hatte. Genaueres jedenfalls verschwieg er, allerdings nicht ohne bedeutungsschwer hinzuzufügen: „Ich will keinen Ärger bereiten.“

Der Verein selbst schweigt zunächst über den Hintergrund des Rückzugs. Wie Döhler zugleich betonte, habe sein Rücktritt vom Amt des Marketingleiters keinerlei Auswirkungen auf sein Engagement als Torwart. Er könne sich durchaus vorstellen, eine weitere Saison bei den Tigers anzuhängen.

Döhler ist nicht der Einzige, der beim ESV auf sein Amt verzichtet. Auch stellvertretender Vorsitzender Günther Kurrent gab am Montag seinen Posten auf. Wie der Verein gestern mitteilte, haben gesundheitliche Gründe den Ausschlag für Kurrents Entscheidung gegeben. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung soll in den nächsten Wochen einen Nachfolger wählen. Ein genauer Termin für die Abstimmung steht aber noch nicht fest.

Bleibt zu hoffen, dass das Geschehen abseits des Eises keinerlei Auswirkungen auf die zuletzt leicht nach oben zeigende Kurve des ESV hat. Denn die Gegner der Tigers sind keinesfalls zu unterschätzen. Trainer Doug Irwin hofft deshalb, dass Dennis Endras im Tor an seine starke Leistung vom Sonntag anknüpft. Unklar war am Donnerstag noch, ob der zuletzt aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader gestrichene Verteidiger Petr Precan wieder aufs Eis zurückkehren darf.

Verteidigerprobleme hatte der Höchstadter Coach Viktor Lukes in den vergangenen Wochen auch, allerdings nur krankheitsbedingt. Dennoch machen die Mittelfranken in der Abstiegsrunde bislang eine überraschend gute Figur, denn auf den dritten Platz der Tabelle hätte die Mannschaft wohl zunächst niemand ernsthaft gewettet. In der Doppelrunde holten die Alligatoren von der Aisch gerade einmal neun lächerliche Pünktchen, nach sechs Spieltagen der Abstiegsrunde haben sie schon elf eingeheimst. Zuletzt gewannen die Höchstadter gegen Berlin und Stuttgart – ein deutliches Signal, dass trotz der vorangegangenen teils deftigen Niederlagen gegen die Tigers das Spiel am Freitag keinesfalls ein Selbstläufer für den ESV Bayreuth wird.

Der Aufschwung an der Aisch hängt eng mit den Verstärkungen zusammen, die im Januar zur Mannschaft stießen. Torhüter Emmanuel Fredriksson, der zunächst wegen seiner durchwachsenen Leistungen in Schweinfurt und Haßfurt etwas argwöhnisch beäugte Stürmer Andrej Kolesnikov sowie Matthias Vater haben den Alligatoren Auftrieb gegeben. Einzig Nicolai Varianov konnte die in ihn gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, er verließ den Verein zu Beginn der Woche. Die Sturmreihen der Mittelfranken sind nun ausgeglichener besetzt und damit gefährlicher.

Das mussten auch die Selber Wölfe erkennen, die sich gegen Höchstadt eine Niederlage einhandelten. Wie in Bayreuth lief es beim ERC ebenfalls nicht rund, die Mannschaft war stärker eingeschätzt worden, als sie sich bisher in der Abstiegsrunde präsentierte. Doch auch die Wölfe haben am vergangenen Wochenende einen Silberstreif am Horizont erblickt: Mit 3:1 siegte der ERC gegen die Berlin Capitals. Trainer Doug Kacharvic muss zudem im Derby gegen den ESV Bayreuth nur auf zwei verletzte Spieler verzichten: Jeff Wittig (Brustkorbstauchung) und Manuel Kümpel (Blinddarmoperation). (Ingo Schorlemmer)

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