Bayerisches Wochenende für die Wizards

Wizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der SonneWizards stürzen Tabellenführer München vom Platz an der Sonne
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Schwere Aufgaben warten am kommenden Wochenende auf die Stuttgart Wizards. Nach dem jüngsten 4:3-Sieg gegen den TEV Miesbach ist der Eishockey-Oberligist in den Matches gegen den EV Füssen (29.10.2004, 20.00 Uhr, Eissport-Zentrum Waldau Stuttgart) und bei den Star Bulls Rosenheim (31.10.2004, 18.00 Uhr) voll gefordert, um seine Erfolgsserie weiter ausbauen zu können. „Im Vergleich zum Spiel gegen Miesbach müssen wir uns gewaltig steigern“, sagt Trainer Wilbert Duszenko und fügt hinzu: „Hauptproblem war zuletzt die mangelhafte Chancenverwertung. Daran haben wir im Training intensiv gearbeitet und die Mannschaft will am Wochenende zeigen, dass sie die Lektion gelernt hat“, so der Übungsleiter. Seinen Teil zum Erfolg beitragen kann im Übrigen wieder Michael Heichele. Der Verteidiger, der am Sonntag mit einer Bänderdehnung im Knöchel ausschied, hat seine Verletzung überwunden und wird heute aufs Eis zurückkehren.



Damit verfügt die Defensive der Wizards wieder über mehr Stabilität, und dies wird ein Schlüssel zum erfolgreichen Wochenende sein: „Füssen hat ein technisch und läuferisch sehr starkes Team. Wir müssen in der Abwehr hoch konzentriert zu Werke gehen, um die Leopards nicht zur Entfaltung kommen zu lassen“, gibt Wilbert Duszenko die Marschroute gegen den 16-maligen Deutschen Meister aus dem Allgäu vor. Im Hinspiel, das die Wizards 4:2 gewannen, klappte deren Umsetzung bereits ganz gut.



„Wir werden natürlich alles daran setzen, auch den zweiten Vergleich mit dem EVF für uns zu entscheiden. Wichtig ist, dass wir uns keine unnötigen Strafen einhandeln, denn Füssen spielt ein sehr gutes Powerplay“, erklärt Duszenko. Zwar fehlt Gästecoach Franz-Josef Baader mit dem noch rund sechs Wochen verletzten Dory Tisdale (Innenbandriss) ein Schlüsselspieler, doch auch Maksim Polkovnikov oder Wolfgang Koziol und Robert Scharpf können bei numerischer Überlegenheit für mächtig Druck auf das gegnerische Gehäuse sorgen. Gemeinsam mit zahlreichen einheimischen Cracks wie Andreas Driendl und Stefan Knöpfler will das Quartett dem Altmeister zum Einzug in die Meisterrunde verhelfen. Für die dafür nötigen Tore sind bei den Allgäuern vor allem die Ausländer zuständig. Sowohl Ruslan Bezshchasnyy als auch Eric Nadeau zeichnen sich durch enorme Treffsicherheit aus. Unterstützung erhalten sie vom jungen Pavel Moitek, während Routinier Marcus Bleicher als Vorbereiter glänzt und seine Mitspieler geschickt in Szene setzt. Ein Akteur der Leoparden wäre am Freitag sicher ganz besonders motiviert zu Werke gegangen, kann jedoch verletzungsbedingt nicht auflaufen: Marco Heinrichs wechselte im Laufe der zurückliegenden Saison aus Kempten nach Stuttgart und gehört inzwischen in Füssen zu den tragenden Säulen der Abwehr. Er laboriert ebenso wie Pietro Vacca, dessen Mitwirken am Freitag momentan noch fraglich ist, an einer Schulterverletzung.



Mit Problemen im Schultereckgelenk muss sich auch Patrick Senger, ehemaliger DEL-Spieler der Hannover Scorpions und einer der Leader im Team des Sonntagsgegners Star Bulls Rosenheim, herumschlagen. Trotz dieses Handicaps rangiert die junge Truppe von Trainer Ron Chyzowski in der Tabelle direkt vor den Wizards, so dass den Blau-Gelben das nächste Sechs-Punkte-Spiel bevorsteht. Um gegen den Aufsteiger wie im Hinspiel – damals gab es einen klaren 5:2-Sieg der Stuttgarter – erfolgreich zu sein, gilt es, 60 Minuten lang Vollgas zu geben und um jeden Zentimeter Eis zu kämpfen. „Rosenheim hat eine junge Truppe mit einigen Routiniers, die nie aufsteckt. Dieses Spiel wird über den Kampf entschieden werden. Wir müssen geduldig spielen und unsere Chancen konsequent nutzen“, blickt Stuttgarts Coach Wilbert Duszenko voraus. Der Schwetzinger, dessen Truppe am Wochenende in Bestbesetzung antreten kann, warnt vor allem vor den Rosenheimer Routiniers. „Mondi Hilger, Andi Schneider oder Michael Pohl können Spiele an einem guten Tag allein entscheiden. Wir müssen diese Spieler – wie auch den Kanadier Jeremy Stasiuk – in den Griff bekommen. Dann haben wir gute Chancen auf drei Punkte.“ Nicht zu vergessen seien freilich auch die zahlreichen Youngsters in Chyzowskis Mannschaft, allen voran die Kraxner-Zwillinge Dominik und Kevin, aber auch Christoph Koziol und Matthias Bergmann. „Die Mischung im Team des SBR stimmt. Diese Partie wird uns alles abverlangen, aber wir werden alles geben, um als Sieger vom Eis zu gehen“, zeigt sich Wizards-Coach Wilbert Duszenko kämpferisch.



Anpfiff der Partie gegen den EV Füssen ist am 29.10.2004, um 20.00 Uhr im Eissport-Zentrum Waldau in Stuttgart-Degerloch. Am Sonntag, 31.10.2004, sind die Wizards dann um 18.00 Uhr zu Gast bei den Star Bulls Rosenheim.