Bären zünden verspätetes Feuerwerk

Bären basteln am personellen FeinschliffBären basteln am personellen Feinschliff
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Das neue Jahr beginnt bei einem Spiel des SC Mittelrhein-Neuwied wie das alte Jahr geendet war: Mit einem Shut-out für eine Mannschaft. Während die Bären bei der Samba-Express-Tour nach München erstmals in dieser Saison torlos blieben, feierte SCM-Keeper Marc Gronau beim 5:0 (0:0, 4:0, 1:0) über den TEV Miesbach sein erstes Zu-null-Spiel in dieser Saison. Vor der mit knapp 1100 Besuchern überraschend gut gefüllten Bären-Höhle hatten die Gastgeber gegen den dezimierten Tabellenletzten (14 Feldspieler, darunter vier Junioren) allerdings erhebliche Anlaufschwierigkeiten. "Was wir in den ersten 25 Minuten geboten haben, war katastrophal", wählte Trainer Fred Carroll deftige Worte. Nach dem 1:0 fielen dann aber die Tore im Minutentakt. Nach dem dritten Treffer nahm Gäste-Coach Ludvik Kopecky eine Auszeit, um seine Mannschaft defensiv neu zu organisieren. "Wenn wir so weitergespielt hätten, wäre es wahrscheinlich zweistellig ausgegangen", sagte Kopecky. Trotz der schnellen Entscheidung Mitte des Spiels wurde die Stimmung immer lauter. Grund: Miesbachs Torhüter Ivo Capek verlor die Beherrschung als der Neuwieder Anhang ihn für die ersten Gegentore verantwortlich machte. Zunächst wütete Capek nach dem zweiten Gegentreffer gegen einen Mitspieler, nach dem dritten Tor schlug Capek mit seiner Kelle Richtung Neuwieder Fans. TEV-Coach Kopecky erklärte den Wutausbruch seines Schlussmanns mit dem unfairen Verhalten des Neuwieder Anhangs. Das ominöse Tor auf der Bistroseite in der Neuwieder Eishalle ist in dieser Saison ohnehin ein heißes Pflaster für auswärtige Teams. Bislang trafen die Bären 26mal in dieses Tor - knapp ein Viertel aller Saisontreffer. Am Samstagmittag erhielt der SCM-Vorstand die Nachricht, dass das Spiel in Kempten am Sonntag stattfindet. Nach den aus Neuwieder Sicht unerfreulichen Resultaten der Mitkonkurrenten ist ein Sieg beim Insolvenzverein absolute Pflicht. (lim)