Bären kommen in Haßfurt nicht in Fahrt

Bären basteln am personellen FeinschliffBären basteln am personellen Feinschliff
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In der Vereinsgeschichte des SC Mittelrhein-Neuwied war das Stadion am Großen Anger in Hßsfurt noch nie ein erfolgreicher Spielort für die Bären. So auch am 10. Spieltag der diesjährigen Saison. Nach völlig konträrer Vorstellung gegenüber dem Galaauftritt gegen Leipzig verloren die Deichstädter gestern Abend mit 4:3.



Trainer Fred Carroll musste kurzfristig auf Marc Hemmerich und den Leistungsträger Tyson Mulock verzichten, welches eine Umstellung der Reihen zur Folge hatte. Dies war auch der Grund, warum man die ersten zwei Minuten völlig von der Rolle war und schon nach 1:09 den Führungstreffer der Sharks hinnehmen musste. In der Folgezeit kamen die Bären nur schwer in Tritt und eröffneten so den Gastgebern mehrere gute Torgelegenheiten.

Absolut kurios war allerdings der zweite Treffer der Hausherren. Der Puck war nach einem Torschuss schon unter der Fanghand Gronaus begraben, als Hauptschiedsrichter Koch aus Peiting das Spiel abpfiff. Gronau lockerte seine Position, David Cermak nahm den Puck und drückte ihn über die Linie. Kein Grund zur Aufregung, dachten alle. Weit gefehlt. Koch gab den Treffer zum 2:0. Das ist wohl eine absolute Frechheit, aber anscheinend muss man sich so was gefallen lassen.

In der 17. Minute konnte Jaroslav Majer einen schönen Schlagschuss von Leinonen zum 2:1 abfälschen, ehe rund 90 Sekunden später Eric Ortlip den alten Toreabstand wieder herstellte.

Im zweiten Drittel kamen die Bären besser in Fahrt, was sich aber leider nicht in zählbare Tore ummünzen ließ. In der 29. Minute erhöhte Hassfurt sogar auf 4:1, ehe Tobias Stolikowski, der bei seinem alten Arbeitgeber besonders motiviert schien, mit einen tollen Schlagschuss auf 4:2 verkürzte.

Im letzten Drittel waren die Bären die bessere Mannschaft und sie versuchten mit aller Kraft, wie schon so oft auswärts, die drohende Niederlage zu vermeiden. Acht Minuten vor Schluss gelang Ole Kopitz den Anschlusstreffer. Doch selbst das Herausnehmen von Marc Gronau brachte nicht mehr die Wende. Zwei Sekunden vor Schluss war die große Chance zwar da, aber der Schuss von Sami Leinonen ging knapp über das Tor. Unter dem Strich haben die Sharks verdient gewonnen.

Stimmen zum Spiel:

Fred Carroll: „ Anfangs kamen wir nur sehr schwer in Fahrt. Im zweiten Drittel kamen wir besser in Schwung. Ich muss gestehen, dass besonders der Goalie Bibi Appel heute sehr gut gehalten hat und Hassfurt verdient gewonnen hat. Normalerweise kommentiere ich Schiedsrichterleistungen nie öffentlich, aber was sich Herr Koch heute geleistet hat, war eine absolute Katastrophe!“

Stefan Kagerer: „Der Sieg heute war wichtig für die Moral des Teams. Nach den Niederlagen fing meine Mannschaft an, an sich zu zweifeln. Wir waren vor allem kämpferisch heute über die gesamte Spieldauer die bessere Mannschaft. Auf diesen Sieg können wir aufbauen und nun wollen wir in Ruhe weiterarbeiten.“

Torfolge:

1:0 (2.) Bigam (Kalinowski, Meyer); 2:0 (15.) Cermak (Bigam; Ortlip); 2:1 (17.) Majer

(Kujala, Leinonen 4-5); 3:1 (18.) Ortlip (Bigam, Cermak); 4:1 (29.) Heindl

(Ploss 5-4); 4:2 (30.) Stolikowski (Petry 4-5); 4:3 (52.) Kopitz (Strompf, Hergt 4-5)