Bademeister soll Schwimmen abstellen - Doll als Interims-Trainer

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Anton Doll soll’s richten. Der Bademeister aus der Bayreuther Lohengrin-Therme soll nun dafür sorgen, dass die Tigers in der Liga nicht mehr so ins Schwimmen geraten. Dafür bleibt ihm aber kaum Zeit, denn sein Engagement soll schon nach zwei Spielen wieder beendet sein, hieß es.

Doll ist also ein Interims-Trainer – und da werden schnell Erinnerungen wach: Vor ziemlich genau einem Jahr, am 15. November 2003, stand Doll schon einmal hinter der Bande. Der Gegner damals wie heute: Schweinfurt, auswärts. Das Ergebnis: 2:9 – ein bitterer Schlag für die ohnehin taumelnden Tigers, die in der Eishockey-Oberliga nicht so richtig in Tritt kommen wollten.

Doll hatte das Interims-Amt im vergangenen Jahr für drei Spiele ausgeübt, nachdem der reguläre Trainer Doug Irwin wegen eines Trauerfalls in sein Heimatland Kanada geflogen war. Aber mit Doll begann ein Aufschwung, der sich unter dem zurückgekehrten Irwin fortsetzte. Der in der Tabelle vor sich hindümpelnde ESV nahm Fahrt auf und hätte um ein Haar noch die Meisterrunde erreicht, wenn am Ende nicht doch der Sprit ausgegangen wäre.

Die Situation heute ist ähnlich, aber auch schlimmer: Mit vier Punkten Rückstand sind die Tigers der letzte Verein, der in der Tabelle auftaucht. Zu viele Gegentore, zu wenig eigene geschossen – eine traurige Bilanz. Als Spieler war das Bayreuther Eishockey-Urgestein Doll ein Defensivmann – vielleicht genau der Richtige, um der konfusen Abwehr Stabilität einzuhauchen. „Es ist wichtig, dass die Spieler daran glauben, dass ein Spiel in der Abwehr gewonnen wird“, sagte Doll bei seinem kurzen Auftritt 2003.

Trotzdem: Die Meisterrunde, das hieße mindestens Platz 6 nach der Vorrunde, ist selbst mit einem Aufschwung kaum mehr machbar. Platz 6 hatte Ex-Trainer Joe West bei seinem Amtsantritt sehr zur Freude der Fans, weniger zu der des Vorstandes, als Saisonziel verkündet. Dass er dieses vorsorglich mit dem Zusatz „wenn alles optimal läuft“ versehen hatte, wurde gerne überhört. Mittlerweile hat der Verein seine Ansprüche nach unten geschraubt. Willkommen Bayreuth im Abstiegskampf.

Auf dem begehrten Platz 6 steht der Gegner, bei dem die Tigers am heutigen Freitag (19.30 Uhr) antreten müssen: die Mad Dogs Schweinfurt. Kein Wunder, sie haben doppelt so viele Punkte.

Aber sie haben nun mit Bayreuth einige Gemeinsamkeiten: dort steht Jamie McKinley als Interims-Trainer an der Bande. Und: Schon vor der Saison und auch nach der Entlassung des ersten Schweinfurter Coaches Larry Suarez nach wenigen Spieltagen war Joe West für den Posten an der Bande im Gespräch. Kein Wunder, dass nach Wests Trennung von Bayreuth sofort Gerüchte aufkamen, er würde nun McKinley beerben.

Aber Schweinfurt dementiert: Man will lieber einen Spieler holen, mit dem man die freie fünfte Ausländerstelle besetzen kann. Diese ist offen, seitdem Leistungsträger Garret Prosofsky aus Sorge um seine schwer kranke Mutter den Verein verließ. Publikumsliebling Mikhail Nemirovsky ist für diese Stelle im Gespräch.

Offenbar kein Gerücht mehr ist das endgültige Aus für den ERC Haßfurt. Der Verein hatte Insolvenz beantragt und muss sich nun endgültig aus dem Spielbetrieb zurückziehen. Die verzweifelte Suche nach neuen Geldgebern war erfolglos verlaufen. Mit der Pleite der Sharks kommt allerdings ein Trainer auf den Markt, der bereits mehrmals mit Bayreuth in Verbindung gebracht wurde. Immer wieder ranken sich Gerüchte um Stefan Kagerer, dass er einmal in Bayreuth an der Bande stehen könnte – vielleicht als Nachfolger des neuen Interims-Trainers?

Zunächst wird aber Doll die Tigers trainieren, seit Dienstag ist er bei der Mannschaft und bereitet sie aufs Wochenende vor. Nach dem Spiel in Schweinfurt wird es nämlich wirklich wichtig: Dann kommt der Vorletzte Oberhausen nach Bayreuth. Nur mit einem Sieg kann der Vorsprung der Revier Löwen auf die Tigers wieder zusammenschmelzen. In der vergangenen Woche schrumpfte der Kader der Oberhausener um zwei Spieler zusammen. René Cobé und Sven Gotzsch zogen sich aus beruflichen Gründen aus dem Team zurück. (Ingo Schorlemmer)

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