Bad Tölz setzt sich im südbayerischen Derby durch – 2:1 gegen Rosenheim

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Mit dem eher für Fussball

typischen Ergebnis von 2:1 (1:1,1:0,0:0) löste der EC Bad Tölz seine Heim- und

Derbyaufgabe gegen die Starbulls Rosenheim. In einer kurzweiligen Partie vor

gut gefüllten Rängen wurden der Mannschaft von Axel Kammerer zwei reguläre Tore

aberkannt. Die Treffer für Bad Tölz erzielten Kurt MacSweyn und Sandro

Schönberger, bei Rosenheim traf Andi Schneider zum zwischenzeitlichen

Ausgleich.

Die knapp 3000 Zuschauer sahen

ein interessantes erstes Drittel, in dem die Hausherren sogleich starken Druck

auf den Gegner ausübten. Die Niederlage in Ravensburg sollte so schnell als

möglich in Vergessenheit geraten. Nach vier Minuten zappelte die Scheibe dann

auch im Netz, nur fand der Treffer von Michael Baindl keine Anerkennung.

Spielleiter Sander hatte zuvor abgepfiffen, weil Rosenheim zu viele Spieler auf

dem Eis hatte. Ihre beste Möglichkeit hatten die Isarwinkler ausgerechnet mit

einem Akteur weniger. T.J. Mulock war beim Fastbreak nicht zu stoppen,

scheiterte aber ebenso an Goalie Oliver Häusler, wie Stefan Endraß im nicht

minder aussichtsreichen zweiten Versuch. Zwei Minuten später fand Kurt MacSweyn

eine gelungene Symbiose aud Präzision und Schussstärke, woraus die Führung der

Tölzer resultierte. Ein unglückliches Zutun von Marko Suvelo und der Tölzer

Verteidigung ermöglichte den Gästen den baldigen Ausgleich. Andi Schneider war

Nutznießer dieses Fauxpas mit einem Schlenzer unter die Latte. Für Jan

Schinkörthe war die Begegnung zu diesem Zeitpunkt bereits beendet. Der Tölzer

Kapitän schied mit einer Bänderverletzung aus.

Der zweite Abschnitt begann

wieder mehr nach dem Gusto des Tabellendritten. Häusler konnte Readers Versuch

zwar klären, den erfolgreichen Abstauber von Geburtstagskind Sandro Schönberger

 - er wurde 20 Jahre alt - aber nicht

auch noch verhindern. Die Starbulls spielten besser als es deren Tabellenrang

aussagt, nur im Abschluss war die ausgehende Gefahr doch stark limitiert. Die

Tölzer hätten in Unterzahl durch einen Direktschuss von Alan Reader die Führung

ausbauen können. Häusler lenkte das fulminante Geschoss über die Latte. Kurz

vor der zweiten Pause aberkannte Axel Sander den Gastgebern den zweiten Treffer

an diesem Abend. Die Scheibe lag frei vor Häusler, Christian Urban stocherte

sie ins Netz. Wieder war der Pfiff des ansonsten korrekt leitenden

Unparteiischen reichlich deplaziert.

Patrick Hager wäre früh im

letzten Drittel beinahe der Ausgleich gelungen. Schön freigespielt tauchte der

Rosenheimer Angreifer vor Suvelo auf und zwang den Finnen zu einer Glanztat.

Rosenheim versuchte alles ihnen Mögliche, Bad Tölz hielt kämpferisch voll

dagegen. Am Ende übertrafen sich die Buam mit dem Verfehlen des leeren

Starbulls-Gehäuses. Berwanger nahm Häusler anderthalb Minuten vor dem Ende

runter. In dieser Zeit zischten nicht weniger als ein halbes Dutzend empty net

Versuche mit schier unglaublicher Streuung am verwaisten Kasten vorbei. Am

knappen, nichtsdestotrotz verdienten Sieg des favorisierten Teams änderte diese

von den Zuschauer mit Kopfschütteln bedachte und belächelte Tatsache allerdings

nichts. (or)

Tore: 1:0 (12:06) MacSweyn (Reader, Pfaff), 1:1 (13:12)

Schneider (Kempf, Hilger), 2:1 (23:57) Schönberger (Reader, MacSweyn)

Schiedsrichter: Axel Sander (EC Peiting im TSV)

Strafminuten:  Bad

Tölz  14 

-  Rosenheim  20

Zuschauer: 2572

Spieler des Spiels: Alan Reader