Bad Nauheim steht in Runde zwei

Bad Nauheim steht in Runde zweiBad Nauheim steht in Runde zwei
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Die Partie begann sogleich ohne großes Taktieren. Beide Teams gaben von der ersten Minute an Vollgas, und es ergaben sich Chancen hüben wie drüben. Tobias Schwab prüfte Stephen Ritter in der 2.Minute, Kyle Piwowarczyk zwang Markus Keller zu einem Save mit dem Schoner. Erneut Ritter war nach einem Drehschuss von Weibler in der vierten Minute zur Stelle, so dass das Geschehen hin und her wog. Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren das Match aber immer besser in den Griff und erhöhten den Druck auf Ritter. Es bedurfte aber eines kapitalen Fehlers von Selbs Verteidiger Jiri Ryzuk, der hinter dem eigenen Tor ausrutschte, so dass Dennis Cardona mit dem 1:0 erfolgreich war. Selb kam fortan nur noch sporadisch vor das EC-Gehäuse, die beste Chance hatte Hördler in der elften Minute, doch erneut Keller war zur Stelle. Selbst in Unterzahl hatten die Roten Teufel die besseren Chancen, so dass das 2:0 durch Weibler in der 18. Minute nach einem feinen Querpass von Stanley die logische Folge war. Kujala hätte kurz vor der ersten Pause sogar noch auf 3:0 erhöhen können, doch Ritter war blitzschnell mit dem Schoner abwehrbereit.

Mit Beginn des Mittelabschnitts kamen die Wölfe mit wesentlich mehr Elan zurück auf das Spielfeld. Es dauerte nicht mal ganze zwei Zeigerumdrehungen, ehe Mudryk nach Zuspiel von Hördler mit einem Schuss unter die Latte zum Anschlusstreffer erfolgreich war. Und Selb machte weiter Druck, so dass sich die Roten Teufel in die Defensive gerängt sahen. Als die Hausherren in Unterzahl agierten, zog Alexander Baum nach einem Konter ab, das Hartgummi sprang vom Netz zurück vor die Linie, von wo Stephen Ritter den Puck sicherte. Die Fans skandierten auf Treffer, der Referee gab das klare Tor nach Rücksprache mit dem Linesman nicht. Die Gastgeber zeigten sich entnervt ob dieser Entscheidung, Marius Pöpel gewann anschließend einen Fight gegen Hendrikson, der beiden 2+2 Minuten einbrachte. Als Baum Mitte des Spiels in der Kühlbox saß, nutzte Thielsch nach einem feinen Pass von Mudryk diese Situation zum 2:2-Ausgleich, der nicht unverdient war zu diesem Zeitpunkt. Doch die Hessen legten den Hebel noch einmal um und kamen ihrerseits in Überzahl durch Kujala, der mit einem Onetimer unter die Latte erfolgreich war, zur 3:2-Pausenführung.

Im letzten Drittel wurde es noch einmal richtig dramatisch: Selb drängte auf den Ausgleich, die Roten Teufel verteidigten mit Glück und Geschick. In der 54.Minute war es schließlich aber soweit: Thielsch wurde erneut mustergültig bedient und konnte ungedeckt am langen Pfosten zum 3:3 einnetzen. Fand sich der Gast nun mit Oberwasser, war es Dennis Cardona in der 56.Minute, der einen erneuten Fehler der Selber Abwehr konsequent mit dem 4:3 bestrafte. Die Bayern setzten nun alles auf eine Karte und nahmen ihren Goalie vom Eis. Einen Fehler im Aufbauspiel von Schadewaldt nutzte Weibler in der letzten Minute ins leere Tor hinein zum 5:3-Endstand. „Ich bin froh über den Sieg und dass das Team nach dem 2:2 nochmal zurückgekommen ist“, sagte EC-Coach Fred Carroll nach der Partie. „Wir haben Bad Nauheim einfach zu viele Geschenke gemacht. Es hätte auch andersherum ausgehen können“, urteilte Selbs Trainer Cory Holden nach Spielende.

Tore: 1:0 (07:16) Cardona (Baldys, Wex), 2:0 (17:29) Weibler (Stanley), 2:1 (21:53) Mudryk (Hördler), 2:2 (31:29) Thielsch (Mudryk/5-4), 3:2 (34:21) Kujala (Ketter, Stanley/5-4), 3:3 (53:02) Thielsch (Schadewaldt, Mudryk), 4:3 (55:22) Cardona, 5:3 (59:17) Weibler (ENG). Strafen: Bad Nauheim 14 + 10 (Pöpel), Selb 18.

Zuschauer: 922.

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