Bad Nauheim scheitert an Hannover

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Schluss, aus und vorbei. Der EC Bad Nauheim hat es nicht geschafft und auch das dritte Play-off-Finale der Oberliga Nord gegen die Hannover Indians verloren - wenn auch unter Wert. Mit 6:1 (1:0, 2:1, 3:0) behalten die Gastgeber die Oberhand und können somit den Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern. Die Roten Teufel traten wie angekündigt ohne Lanny Gare und John Hooks an, während Kevin Lavallee trotz Augenverletzung auflaufen konnte. Dadurch mussten die Reihen natürlich umgestellt werden, so dass Eric Haiduk für Gare in den einen Block rutschte, und Mario Willkom den Platz im dritten Sturm einnahm. Dieser kam im ersten Abschnitt jedoch so gut wie gar nicht zum Einsatz, da der Unparteiische die Hessen gleich sieben Mal auf die Strafbank schickte, zudem kassierte Patrik Gogulla eine Zehnminutenstrafe. Dabei waren die Nauheimer mit einigen Entscheidungen der Schiedsrichter nicht einverstanden. Somit hatten die Indians vor ausverkauftem Haus mehr Spielanteile und Torschüsse, die Abwehr sowie Daniel Wrobel waren aber hellwach. Wenn man mal mit numerischem Gleichstand an Spielern agieren konnte, waren die Teufel durchaus gleichwertig und kamen auch zu ihren Chancen. Die siebte Strafe war dann aber eine zuviel: Mit zwei Mann mehr markierte Doyle in der 19. Minute mit einem Blueliner den 1:0-Pausenstand.

Im Mittelabschnitt ließ der Unparteiische die Partie laufen – und die Hessen waren ebenbürtig. Folgerichtig fiel der Ausgleich in der 25. Minute, als Vogler einfach mal abzog und Kondelik geschlagen war. Auch in der Folgezeit blieben die Gäste am Drücker und hatten durch Schwab in der 30. Minute gar die Chance zur Führung. Zum Unglücksraben entwickelte sich anschließend Heiko Vogler, der beim Powerplaytor durch Bagu in der 36. Minute auf der Strafbank saß. Hannover zeigte sich clever und nutzte die wenigen Möglichkeiten, so auch beim 3:1 durch Koziol in der 38. Minute, als eine Strafe gegen Vogler angezeigt war. Damit waren die kämpfenden Hessen aber unter Wert geschlagen.

Den Sack endgültig zu machten die Indians in der 42. Minute, als der Ex-Teufel Koziol seinen zweiten Treffer des Spiels markierte. Nun waren die ECH-Fans aufgewacht und skandierten „Nie mehr Oberliga“. Es war natürlich nun eine einzige Party am Pferdeturm, denn die Roten Teufel konnten nach einer langen Saison nichts mehr zusetzen. Stattdessen markierte Hisey in der 50. Minute sogar noch das 5:1. In Überzahl traf Doyle gegen bereits aufgebende Bad Nauheimer zum 6:1. Die Indians gewinnen somit verdient diese Finalserie. Die breitere Qualität des Indians-Kaders setzte sich am Ende durch, die Roten Teufel können dennoch stolz sein auf eine starke Saison, vor der vorher wohl kaum einer mit der Finalteilnahme gerechnet hätte. Nun steigt am kommenden Samstag im Bad Nauheimer Eisstadion die Abschlussfeier, auf der unter anderem ein Auto verlost wird.

Tore: 1:0 (19:15) Doyle (Del Monte, Chamberlain/5-3), 1:1 (24:23) Vogler (6-5), 2:1 (35:52) Bagu (Staltmayr/5-4), 3:1 (37:58) Koziol (Hisey, Bagu/6-5), 4:1 (41:29) Koziol (Chamberlain, Doyle), 5:1 (49:04) Hisey (Rohatsch, Del Monte/5-4), 6:1 (50:55) Doyle (Bagu/5-3). Strafen: Hannover 12, Bad Nauheim 24 + 10 (Gogulla) + 10 (Wrobel). Zuschauer: 4608 (ausverkauft).