Auswärtsserie gerissen - Falken verlieren in Neuwied

Zwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason DunhamZwei Siege am Wochenende - Entwarnung bei Jason Dunham
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Zuletzt neun Auswärtssiege in Folge konnten die Heilbronner Falken in der Hauptrunde

verbuchen. Am gestrigen Sonntag endete diese Serie in Neuwied, 2:3 verloren

die Käthchenstädter. Das Ziel war klar definiert: "Wollen wir einen Play-off Platz, müssen wir gegen Neuwied gewinnen", so die Worte von Falken-Coach Rico Rossi. Dieses Ziel wurde nicht erreicht.



Im ersten Drittel tat sich zunächst nicht viel. Es kamen beidseitig kaum

Torchancen zustande und falls doch, waren die Goalies zur Stelle. Viel

erfolgreicher war dagegen Hauptschiedsrichter Uwe von de Fenn. Durch ihn kam

es, dass beide Mannschaften häufig das Über- bzw. Unterzahlspiel trainieren

konnten. Die Bären waren hierbei zunächst die gefährlichere Mannschaft. Kurz

vor Drittelende kamen dann aber doch Igor Dorochin und Sachar Blank zu

Großchancen, die aber von Bären-Goalie Marc Gronau entschärft werden

konnten. So ging es torlos in die Kabine.

Dort müssen die Worte von Rico Rossi Eindruck gemacht haben. 38 Sekunden waren gespielt als John Kachur auf

Vorlage von Marc St. Jean die Führung für die Falken erzielte. Heilbronn kam

nun besser ins Spiel und schnürte die Gastgeber in ihrem eigenen Drittel

ein. Auch bei den Zweikämpfen an der Bande blieben zumeist die Falken

Sieger. Konnten sich die Bären doch bisweilen befreien, tauchten sie gefährlich vor

David Belitski auf. Der kleine Kanadier konnte jedoch die Falken vor dem

Ausgleich bewahren. Ganz anders sein Gegenüber Marc Gronau, er musste nach

einem Schuss von Fabian Krull hinter sich greifen. Philipp Schlager hatte

Krull von hinter dem Tor mit einem schönen Pass bedient und dieser die

Führung auf 2:0 ausgebaut. Thomas Greilinger hätte sogar noch die Chance

gehabt auf 3:0 zu erhöhen, aber es sollte nicht gelingen.

Was nun kam erinnerte stark an das Spiel vom Freitag. Heilbronn liegt mit zwei

Toren in Führung und schaltet einen oder mehrere Gänge zurück. Dazu kamen

noch absolut unnötige Strafzeiten. So wurden die Bären immer stärker und

bestimmten den Spielverlauf. Im Powerplay für Neuwied fiel dann der

hochverdiente Anschlusstreffer. Janne Kujala konnte Belitski überwinden. Die

Falken waren ab diesem Zeitpunkt nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Fehlpässe und mangelnde Kreativität im Angriff prägten auch den

Schlussabschnitt. Mike Henderson hätte zwar für die Entscheidung sorgen

könnten, setzte seinen Schlagschuss aber direkt an den Pfosten. Als sich

Igor Dorochin eine Strafzeit leistete, dauerte es gerade einmal 8 Sekunden

bis Justin Davis für den Ausgleich sorgte. Nun wurden die Falken wieder

etwas druckvoller, konnten sich noch einige gute Chancen erspielen, waren

allerdings zu inkonsequent im Abschluss. Gerade als man sich schon auf die

Verlängerung des Spiels einstellen wollte, brachte ein schneller Angriff der

Bären 78 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer. Erneut Justin

Davis hatte für den 2:3 Endstand gesorgt.

Heilbronn hatte, wie schon am Freitag eine 2:0 Führung fahrlässig verspielt.

Durch viele unnötige Strafzeiten konnte man den Gastgebern die Chancen

ermöglichen. Neuwied war über das ganze Spiel gesehen die konzentriertere

Mannschaft, die sich auch durch einen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen

ließ. Eindrücke, die man sonst eigentlich auch von den Falken kennt. Die drei

Punkte gehen somit verdient an den Mittelrhein. Am nächsten Wochenende bestreiten

die Falken Spiele gegen die Eisbären Juniors aus Berlin und dem alten Bekannten

aus der Hauptrunde SB Rosenheim. Man muss hoffen, dass Rossi sein Team gut

auf diese Spiele vorbereitet, denn noch ein Wochenende mit nur einem Punkt

oder weniger könnte einen Play-off - Qualifikationsplatz in weite Ferne

rücken lassen. (FG82)

Tore:

0:1 HNFA 20:38 Kachur

0:2 HNFA 26:29 Krull

1:2 SCMN 34:44 Kujala

2:2 SCMN 45:07 Davis

3:2 SCMN 58:44 Davis

Strafminuten: Heilbronner EC 16 - SC Mittelrhein- Neuwied 8

HSR: von de Fenn, Uwe

Zuschauer: 832

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